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Mach, was wirklich zählt.

Eine Soldatin steht vor einem Kasernenschild auf dem der Name der Kaserne steht

Eine Soldatin steht vor einem Kasernenschild

Foto: © Bundeswehr / Stephan Jeglinski

Eine Soldatin übergibt einem Kameraden ein Flugticket.

Oberfeldwebel Janet Z. übergibt einem Kameraden ein Flugticket.

Foto: © Bundeswehr / Stephan Jeglinski

Ab nach Hause

Mein Name ist Janet Z., ich bin 28 Jahre alt und ich komme aus Hannover. In Deutschland bin ich als Personalfeldwebel im Lufttransportgeschwader 62 in Wunstorf tätig. Seit 2009 bin ich Soldatin und dies ist mein zweiter Einsatz. 2015 war ich bereits für viereinhalb Monate in Mazar-e Sharif in Afghanistan.

Drei Soldaten gehen mit Gepäck auf eine Gebäude zu.

Soldaten gehen zum Passenger Terminal der Air Base in Incirlik.

Foto: © Bundeswehr / Andrea Bienert

Ich bin hier in Incirlik hauptsächlich für die Flugbuchungen meiner Kameraden verantwortlich. Ich koordiniere mit dem Einsatzführungskommando in Potsdam ihre Rückflüge nach dem Einsatzende. Dabei versuche ich, ihre Wünsche so weit wie möglich zu berücksichtigen. Darüber hinaus sorge ich dafür, dass alle Soldaten im Rahmen eines feierlichen Appells ihre Einsatzmedaillen vom Kontingentführer verliehen bekommen. Zusätzlich unterstütze ich den Personaloffizier in sämtlichen Personalangelegenheiten.

Ich gehöre zu den ersten Personen, die von den neu ankommenden Soldaten wahrgenommen werden. Sie werden von mir begrüßt und ich helfe ihnen bei der üblichen Administration ihrer Unterlagen.

Eine Soldat sitzt in einem Büro und erklärt einem Kameraden etwas.

Oberfeldwebel Janet Z. berät einen Kameraden.

Foto: © Bundeswehr / Stephan Jeglinski

Der Hauptteil meiner Arbeit geschieht oft im Hintergrund. Durch die Flugbuchungen wird meine Arbeit für die meisten Kontingentangehörigen erst unmittelbar vor ihrer Rückreise nach Deutschland interessant. Natürlich möchten sie wissen, ob ihr Flug pünktlich geht und ob auch der gewünschte Flughafen angeflogen wird.

Leider ist die Flugbuchung manchmal unberechenbar. Zwischenlandungen werden oft kurzfristig eingebaut oder aufgehoben, geplanten Flughäfen werden geändert, oder das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Das sind Dinge, die wir nicht beeinflussen können. Trotzdem versuchen wir alles, damit die Soldaten so schnell wie möglich nach Hause zu ihren Familien kommen. Das ist auch mein Ansporn. Und wenn schließlich alles klappt, freut mich das umso mehr.


Das vermisse ich hier am meisten

Die gute Ausstattung der Luftwaffenbasis Incirlik ermöglicht einen geregelten Tagesablauf. Uns stehen hier viele Freizeitangebote zur Verfügung. Aber natürlich ist man trotzdem von Freund, Familie und Freunden getrennt.

Mir fehlt das Einschlafen zu Hause, unser „Schlafanzugsonntag“ und einfach die ganz normalen, alltäglichen Dinge.

Obwohl wir gute Möglichkeiten haben, mit unseren Lieben zu Hause in Kontakt zu bleiben, ist es etwas anderes, als mit den Mädels zusammen zu sitzen und „Blödsinn“ zu quatschen. Manchmal habe ich das Gefühl, die Trennung lässt einen auch manche Sachen verpassen. Im Einsatz steht für uns Soldaten die Zeit still. Wir machen nach unserer Rückkehr da weiter, wo wir vor unserer Abreise aufgehört haben. Zu Hause dreht sich die Zeit jedoch weiter.


Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße

Nach diesem Einsatz werde ich erstmal mit meinem Freund und unserem Hund nach Dänemark in den Urlaub fahren. Dort werden wir einfach entspannen und die gemeinsame Zeit genießen. Darauf freue ich mich schon sehr. Ebenfalls freue ich mich auf meine Freundinnen, die mich hier jeden Morgen mit zahlreichen Nachrichten geweckt haben. Außerdem freue ich mich auf meine Familie, die sich immer riesig freut, wenn ich wieder da bin. Euch allen danke ich ganz herzlich für die Unterstützung während meines Einsatzes.

Ich wünsche allen Kameraden, die zurzeit im Auslandseinsatz sind, eine sichere Heimkehr und stets viel Soldatenglück.

Autor: Janet Z.