Ein Portrait unserer Mitarbeiterin Nicole Pili

Portrait unserer Mitarbeiterin

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Objektmanagement im Dienstleistungszentrum

Nicole Pili, 42 Jahre, Objektmanagerin im Facility Management beim Bundeswehr-Dienstleistungszentrum in Augustdorf


„Wir wollen bei Reparaturen und Neubauten von Gebäuden für alle Beteiligten eine gute und sinnvolle Lösung finden.“

Unsere Objektmanagerin Nicole Pili prüft mit einem Mann eine Baumaßnahme

Die Objektmanagerin begeht mit dem Meister die Baustelle

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr


Meine Arbeit ist wahrlich kein reiner Bürojob. Als Objektmanagerin nehme ich viele Ortstermine wahr und gehe zu zahlreichen Bau-, Arbeitsschutz- sowie Brandschutzbegehungen innerhalb der Generalfeldmarschall-Rommel-Kaserne in Augustdorf. Eigentlich bin ich fast immer unterwegs, um mich entweder um den Bauerhalt an einem der von mir betreuten 90 Gebäude zu kümmern, oder etwas an einem Neubau zu erledigen. Wir koordinieren zwischen der Truppe und den Firmen, die Arbeiten umsetzen. Ein großes Projekt, der Neubau des Sanitätsversorgungszentrums, haben wir grade erst abgeschlossen.


Von Anfang an waren wir vom Objektmanagement bei dem Neubau, die Federführung hatte hier der Bauliegenschaftsbetrieb, bei den Besprechungen und Begehungen mit eingebunden. Wir begleiteten den Bau in allen Phasen und nahmen nach der Fertigstellung  an der für uns wichtigen Abnahme teil. Nach dieser wurde das bezugsfertige Sanitätszentrum schlüsselfertig an uns übergeben.

Zwei zivile Beschäftigte auf dem Weg zur Baustelle

Verwaltungsmitarbeiter auf dem Weg zur Baustelle

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr


Bevor wir dies an die Ärzte und Pflegekräfte übergeben konnten, stand der Umzug der einzelnen Fachärzte samt medizinischem Gerät auf meiner To-do-Liste. Bei so einem größeren Auftrag sind echte Managementfähigkeiten gefragt. Unser Team plante den gesamten Umzug, beauftragte die Umzugsfirmen und übernahm die Detailabsprachen beispielsweise mit den Zahnärzten, wo genau welcher Zahnarztstuhl stehen sollte. Da musste bis zum letzten Übergabetermin wirklich alles zeitlich passen.

Neben den Neubauten koordinieren wir viele Bauerhaltungsmaßnahmen  - vom kleinen kaputten Lichtschalter bis zur Sanierung von Gebäuden. So kümmern wir uns um alle Reparaturen, die in der Störannahmestelle ankommen und in unsere Zuständigkeit fallen. Der Nutzer ruft dazu einfach die bundeswehrinterne Rufnummer 2777 für den Bereich Minden, Höxter und Augustdorf an und meldet die Störung oder die Schäden. Diese wird in das SAP-System aufgenommen. Dann kommen wir.


Zwei zivile Beschäftigte bei einem Planungsgespräch vor dem Gebäudeplan

Planungsgespräch vor dem Gebäudeplan

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Zusammen mit unserem Meister schaue ich mir vor Ort alles an und entscheide, ob die Arbeiten notwendig sind und wie groß der Umfang ist. Unser Meister beauftragt danach eine Firma, die die Arbeiten erledigt. Ich kümmere mich dann mit unserem Team um die Kleinigkeiten, wie Möbel ausräumen, reinigen und wieder einräumen. Nach dem die Arbeiten fertig sind, nehmen wir diese dann wieder ab.


Insgesamt ist die Kooperation mit den Soldatinnen und Soldaten, den Firmen und dem Bauliegenschaftsbetrieb immer sehr freundlich. Alle Parteien zeigen Verständnis, wenn manches nicht sofort geht, oder umständlich über den Anforderungsweg geschehen muss. Manchmal muss ich mich auch mal gegenüber Bataillonskommandeuren durchsetzen, wenn wir bestimmte Vorstellungen aufgrund von Baubestimmungen nicht umsetzen können. Wer im Objektmanagement bei der Bundeswehr anfangen will, muss daher gut mit Menschen umgehen und sich durchsetzen können. Beides ist hier  ganz wichtig, schließlich wollen wir für alle Beteiligten eine gute und sinnvolle Lösung finden.


Unsere Mitarbeiterin Nicole Pili im Arbeitsgespräch

Mitarbeiterin Nicole Pili im Arbeitsgespräch

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

 

Meine tägliche Arbeit finden alle aus meinem Umfeld interessant. Viele fragen mich natürlich, ob ich bei meiner Arbeit Uniform tragen muss. Ich erzähle ihnen, dass ich in der Bundeswehrverwaltung beschäftigt bin und keine Uniform trage. Eigentlich ist es ähnlich wie bei der Stadtverwaltung.

Ich finde es faszinierend, was ich bei der Bundeswehr für Möglichkeiten habe. Ich kann sogar in das Ausland gehen, ohne in einen Einsatz zu müssen. Mich würde es sehr reizen, als Objektmanagerin beispielsweise nach Zypern in eine Auslandsverwendung zu gehen, um etwas Neues kennen zu lernen.

Autor: Björn Jüttner