Ein Portrait unseres Bachelor-Studenten Tino K.

Portrait unseres Studenten Tino K.

Foto: © Bundeswehr / Jani Pushparajah-Hoof

Das Bachelor-Studium Technik - Tino Künstler im Mitarbeiterportrait

„Es ist beeindruckend zu sehen, mit welchen teuren Maschinen und Material wir arbeiten und was für ein Vertrauen uns entgegengebracht wird.“

Tino Künstler, 31 Jahre alt, absolviert den Vorbereitungsdienst für die gehobene technische Laufbahn in der Bundeswehrverwaltung – Fachrichtung Wehrtechnik mit integriertem Studium im Bereich Maschinenbau - Schwerpunkt Luftfahrzeugtechnik - an der Universität der Bundeswehr in München.

MATHE, MATHE, MATHE. DAS IST DAS ALLERWICHTIGSTE.

Bachelor-Student Tino K. zeichnet eine Kurve an die Tafel

Bachelor-Student Tino K. zeichnet eine Kurve

Foto: © Bundeswehr / Jani Pushparajah-Hoof

Wer Mathe in der Schule abgewählt hat und denkt, das Wehrtechnikstudium im Bereich Maschinenbau könne man auch ohne schaffen, ist hier fehl am Platz. Auch ich musste das anfangs erfahren. Denn obwohl ich die Ausbildung zum Fluggerätmechaniker bei Airbus Helicopters über die Bundeswehr absolviert hatte, als Zeitsoldat im damaligen Jagdbombergeschwader in Büchel mehrere Jahre am Kampfflugzeug Tornado gearbeitet habe und sogar dank dem Berufsförderungsdienst der Bundeswehr die Ausbildung zum „staatlich geprüften Luftfahrttechniker“ erfolgreich absolvierte, war es für mich schwer, in das Studium reinzufinden. Die technischen Dinge stellten kein Neuland dar, aber ich war auch schon länger aus der Schule und dem Lernen raus.


Mittlerweile läuft das Duale Studium aber sehr gut für mich. Im Fachhochschulstudium wechseln Vorlesungen, Seminare und Übungen mit den Praktika auf dem Uni-Gelände ab. Bei diesen Praktika gehen wir in verschiedene Labore. In den großen Maschinenhallen befinden sich beispielsweise Windkanal, Gas- und Wasserturbinenteststände, Flugsimulator sowie verschiedenste Messtechnik für Werkstoffprüfung und Fertigungstechnik. Bevor ich meine Testreihen beginne, besorge ich mir alle notwendigen Dokumente, die auf den Uni-Dokumentenservern liegen.


Arbeitskreis von Bachelor-Studierenden in der Bibliothek

Arbeitskreis von Bachelor-Studierenden

Foto: © Bundeswehr / Jani Pushparajah-Hoof


Ich arbeite mich ein, mache mir Gedanken und lese mich in die dazugehörigen Skripte ein. Danach weiß ich alles über den Versuch. In der Halle muss man dann selber den Teststand in Betrieb nehmen, alles einspannen, testen und messen. Zum Beispiel: Welche Drücke und Temperaturen erhalte ich? Das schreibe ich auf und werte es aus. Es ist schon beeindruckend zu sehen, mit welchen teuren Maschinen und Material wir arbeiten und was für ein Vertrauen uns entgegengebracht wird. Unsere Professorinnen und Professoren sowie wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten natürlich die Versuche und beantworten alle Fragen. Ich werde da nicht allein gelassen.


Neben dem Studium an der Universität beinhaltet das Duale Studium noch Praktika an den Wehrtechnischen Dienststellen (WTD) der Bundeswehr und, nicht zu vergessen, die Lehrgänge der Beamtenlaufbahn. Für unser Studium müssen wir mindestens 18 Wochen Fachpraktikum in den drei Jahren des Dualen Studiums nachweisen. Für mich bietet sich da unter anderem die WTD 61 in Manching nördlich von München an. Sie hat die Verantwortung, dass zur Sicherheit der Bevölkerung und der fliegenden Besatzung nur sicheres und leistungsfähiges Fluggerät zum Einsatz kommt. Als Luftfahrttechniker und angehender Ingenieur ist diese Dienststelle der perfekte Praktikumsplatz für mich.


BEAMTENLEHRGÄNGE MIT PRÜFUNGEN IN MANNHEIM SIND DER ZWEITE SCHWERPUNKT IM DUALEN STUDIUM.

Ein Student erklärt eine mathematische Funktion

Bachelor-Studium im gehobenen technischen Dienst

Foto: © Bundeswehr / Jani Pushparajah-Hoof


Hier wird alles unterrichtet, was man als Beamter benötigt: vom Beamtenrecht, den Rechten und Pflichten bis hin zum Projektmanagement. Wer gerade das Abitur absolviert und sich für ein Ingenieurstudium der Fachrichtungen wie beispielsweise Informatik, Elektro- und Informationstechnik oder Maschinenbau interessiert, für diese angehenden Studierenden ist das Duale Studium Wehrtechnik eine wirklich gute Sache. Wo bekommt man sonst ein Bachelorstudium, ein festes Einkommen und hat danach einen technischen Arbeitgeber wie die Bundeswehr sicher? Wenn ich einen Tipp abgeben kann, dann den, dass man nicht zu blauäugig an das Duale Studium Wehrtechnik herangehen sollte. ,Irgendwie wird das schon klappen’, wird hier nicht funktionieren.

Autor: Björn Jüttner