Portrait des Mitarbeiters Daniel Popp

Portrait unseres Mitarbeiters Daniel Popp

Foto: © Bundeswehr / Jani Pushparajah-Hoof

Gebäudemanagement im Dienstleistungszentrum

Daniel Popp, 31 Jahre, Sachbearbeiter im kaufmännischen Gebäudemanagement beim Bundeswehr-Dienstleistungszentrum in Köln, ist Beamter in der Laufbahn des gehobenen nichttechnischen Dienstes bei der Bundeswehrverwaltung.

„Für mich ist die Tätigkeit als Beamter in der Verwaltung sehr attraktiv. Sie ist praxisnah und ich komme viel mit anderen Menschen in Kontakt,  kann mich vielfach weiter bilden und Karriere zu machen. Das ist perfekt.“


„Ich bin Experte für militärische Infrastruktur.“

Daniel Popp stieg nach seiner Laufbahnausbildung im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst gleich als Objektmanager der Mudra-Kaserne in Köln ein. „Das war ein Sprung ins kalte Wasser für mich und gleichzeitig eine Tätigkeit, die mit viel Verantwortung verbunden war“, erklärt der 31-Jährige rückblickend. „Vom ersten Tag an übertrug man mir die Zuständigkeiten für die Planungen und Koordinierung der Hausmeistertätigkeiten, die Reparaturen und geplante Bauvorhaben der gesamten Kölner Liegenschaft. Zudem war ich die beratende Instanz für den Kasernenkommandanten in allen infrastrukturellen Angelegenheiten. Zum Glück wurde ich von meiner erfahrenen Kollegin gut eingearbeitet.“ 

Zwei Männer führen ein Arbeitsgespräch im Flur eines Neubaus.

Außendienstsituation unseres Mitarbeiters beim Planungsgespräch mit dem Bauleiter.

Foto: © Bundeswehr / Jani Pushparajah-Hoof


Zweieinhalb Jahre war er dann für die zwei Cent teure Klorolle genauso verantwortlich wie für ein neues Gebäude für mehrere  Millionen Euro. Dabei unterstützten ihn zwei Bürosachbearbeiter. Handwerklich musste Popp natürlich nicht tätig werden, sondern organisierte die Projekte eigenverantwortlich. „Man ist sein eigener Chef in einem kleinen Bereich. Für den Anfang ist das perfekt, zumal man die Ergebnisse seiner Arbeit immer sofort sieht. Sei es bei einer Heizungsreparatur oder wenn ein altes Gebäude einen neuen Anstrich bekommt.“ So merkte er schnell, dass seine Arbeit sinnvoll ist und die Soldatinnen und Soldaten wie auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr in der Mudra-Kaserne davon profitieren.

Ein Mann und eine Frau betrachten einen Bauplan auf einem Schreibtisch.

Teamwork ist Voraussetzung bei der Planung von Bauvorhaben.

Foto: © Bundeswehr / Sascha Sanders


Am Schreibtisch saß er dafür eher selten. „Ich war mehr draußen und immer unterwegs, um mit den Menschen zu sprechen, die gerne etwas verändert haben wollten. Dazu kamen dann noch die Absprachen mit den Handwerkern und Firmen sowie mögliche Abnahmen und Prüfungen der infrastrukturellen Maßnahmen“, sagt Popp. Natürlich musste er dann auch entscheiden, ob die Wünsche umsetzbar waren oder nicht. Und der normale Papierkram und die Formularbearbeitung gehörten selbstverständlich auch dazu. Insgesamt denkt Popp sehr gerne an seine Zeit als Objektmanager zurück.

Mittlerweile hat Regierungsoberinspektor Popp ein neues Aufgabenfeld  – eines mit noch mehr Verantwortung und einem viel größeren Zuständigkeitsbereich. Im „Facility Management“ des Bundeswehrdienstleistungszentrum Köln ist Popp nun für eine Region zuständig, welche die Standorte Düsseldorf, Hilden, Remscheid, Solingen, Wuppertal, Köln, Hürth, Troisdorf, Pulheim, Siegen und Erndtebrück umfasst.

„Das ist für mich nun eine ganz andere Welt. Jetzt bin ich für die Bearbeitung sehr unterschiedlicher Verträge zuständig. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der richtigen Verwendung von Finanzmitteln. Dadurch sitze ich mehr vor dem Computer an langen Zahlenkolonnen“, sagt Popp.  In seiner aktuellen Funktion schließt er beispielsweise Verträge mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben, die der Bundeswehr die Liegenschaften vermietet oder  er überwacht die Einhaltung der Reinigungs- und Bewachungsverträge der 31 Liegenschaften. Neben dem kaufmännischen fällt noch das infrastrukturelle Gebäudemanagement in seinen Aufgabenbereich.

Ein Mann steht auf dem Dach eines Neubaus und blickt auf einen Gebäudeplan.

Mitarbeiter Daniel Popp führt die Bauaufsicht für die Bundeswehr.

Foto: © Bundeswehr / Jani Pushparajah-Hoof

 „Dabei koordiniere und unterstütze ich die einzelnen Objektmanager vor Ort, wenn es beispielsweise um große Baumaßnahmen wie in der Lüttich-Kaserne geht“, erklärt Popp. Er erfüllt gleichzeitig auch eine wichtige Schnittstellenfunktion in diesem Verwaltungsbereich zwischen der Arbeitsebene und der übergeordneten Ämterebene, wenn es zum Beispiel um Berichte oder Weisungen geht. Besonders im Bereich Beschaffung ist seine Unterschrift gefragt, denn viele Vergabeverfahren laufen nun über seinen Schreibtisch. Dabei vertraut er auch den erfahrenen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeitern, welche die Beschaffungsvorhaben professionell vorbereiten. Popp ist sich seiner wichtigen Rolle wohl bewusst: „Die eigene Verantwortung sieht man mit der Unterschrift schwarz auf weiß. Denn in der Vorlage ist genau aufgeführt, was wann und wo mit welchen finanziellen Mittel verwirklicht wird.  Ich gebe mit meiner Unterschrift grünes Licht, um bestimmte Haushaltsmittel zu verwenden.“ 

Eine Sache ist ihm bei seiner Arbeit besonders wichtig:  was die Truppe dringend braucht, wird zuerst bearbeitet und umgesetzt. Mit der Truppe hat Popp nicht nur im Dienstalltag zu tun, sondern lernte mit den Soldatinnen und Soldaten zusammen.

Ein Zivilbeschäftigter prüft eine Chemikalie auf deren Risiken beim Transport.

Die Gefahrgutklasse ist wichtig für die Transportsicherheit.

Foto: © Bundeswehr / Sascha Sanders


So absolvierte er zwei Wochen lang einen Lehrgang an der Logistikschule der Bundeswehr in Garlstedt, um mit Gefahrgut umgehen zu können. Seit dem erfolgreichen Abschluss hat Popp nun auch die Verantwortung für Gefahrguttransporte in seiner regionalen Zuständigkeit. Meist handelt es sich dabei um Reinigungsmittel. „In erster Linie prüfe ich die Transporte, ob diese regelkonform ablaufen. Die Papiere müssen stimmen und die Ladungssicherung sowie die Kennzeichnung des Gefahrgutes müssen richtig sein. Für den Transport kann ich mich dann auf engagiertes Personal verlassen.“ Letztendlich steht er dann auch in der Verantwortung, dass alles korrekt abläuft.

Zwei Mitarbeiter prüfen eine Chemikalienflasche zur Einstufung vor dem Transport

Prüfen der Gefahrgutklasse vor dem Transport

Foto: © Bundeswehr / Sascha Sanders



Insgesamt begeistert ihn die Vielfalt seiner Aufgaben als Beamter im gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienst  in der Bundeswehr. Häufig kommt etwas Neues auf den Tisch, was er noch nicht kennt und wo er sich einarbeiten muss. Dies kann auch schon mal die Anfrage eines großen Mobilfunkanbieters sein, der gerne seine Antennenmasten auf die Dächer der Bundeswehr-Standorte von Popp platzieren möchte. „Das sind dann Herausforderungen, die mir Spaß machen, weil man so in keinen Alltagstrott verfällt. Ich muss mich dann in die Vorschriften einlesen und prüfen, ob dies möglich ist.“ Für seinen persönlichen Karriereweg ist auch noch einiges möglich, da besonders der Bereich Infrastruktur einige Aufstiegsmöglichkeiten und unterschiedliche Tätigkeitsfelder bietet. „Für mich ist die Tätigkeit als Beamter in der Verwaltung sehr attraktiv. Sie ist praxisnah und ich komme viel mit anderen Menschen in Kontakt,  kann mich vielfach weiter bilden und Karriere zu machen. Das ist perfekt.“

Autor: Björn Jüttner