Dienststellen des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr

Dem Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr sind sechs wehrtechnische Dienststellen, zwei wehrwissenschaftliche Institute, das Marinearsenal, das IT-Zentrum und die Deutsche Verbindungsstelle des Rüstungsbereiches USA/Kanada nachgeordnet.

Das IT-Zentrum der Bundeswehr

Das IT-ZentrumBw realisiert Projekte zur Ausstattung und Ausrüstung der Streitkräfte und der Wehrverwaltung mit aufgabengerechten, modernen und wirtschaftlichen IT-Verfahren und IT-Systemen. Es ist damit zentraler Dienstleister für die Streitkräfte und die Bundeswehrverwaltung. Dies umfasst die Konzeption, die Analyse, die Projektierung und die Einführung sowie das Nutzungsmanagement. Das IT-ZentrumBw schafft so die Rahmenbedingungen für ein zeitgemäßes Informationsmanagement in der Bundeswehr.

Die wehrtechnischen Dienststellen

Die Wehrtechnische Dienststelle für Kraftfahrzeuge und Panzer (WTD 41) in Trier ist das technische Kompetenzzentrum für das Bundesministerium der Verteidigung, das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, die Streitkräfte und andere amtliche sowie zivile nationale und internationale Kunden auf dem Gebiet landgebundener Fahrzeugsysteme der Bundeswehr (Rad- und Kettenfahrzeuge, Spezialfahrzeuge und Fahrzeuge mit unterschiedlichen Anbauten und Sonderaufbauten) und der zugehörigen Fahrzeugkomponenten (Antriebs- und Fahrwerkskomponenten; elektrochemische Energiequellen und -speicher; Kraftfahrzeug-Elektrik, -Prüftechnik und Vetronics).

Die Wehrtechnische Dienststelle für Schutz- und Sondertechnik (WTD 52) in Oberjettenberg ist Ansprechpartner für Fragen des direkten und indirekten Schutzes und bearbeitet eine Vielzahl von sondertechnischen Fragestellungen. Die Kernkompetenzen umfassen Schutzaspekte für die Bereiche Land, Luft und See. Zukunftsweisende Aufgaben werden mit modernster Technik und Unterstützung der numerischen Simulation bearbeitet. Durch die Möglichkeiten der besonderen Erprobungsinfrastruktur der Dienststelle, den Sonderprüfständen der Untertageanlage und dem Bergerprobungsplatz auf dem Hochplateau der Reiteralpe in 1700 Metern Höhe, kommt auch der Sondertechnik bei der WTD 52 eine besondere Bedeutung zu.

Die Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge - Musterprüfwesen für Luftfahrtgerät der Bundeswehr (WTD 61) in Manching trägt innerhalb der Bundeswehr die Verantwortung dafür, dass - zur Sicherheit der Bevölkerung und der fliegenden Besatzung - nur sicheres und leistungsfähiges Fluggerät zum Einsatz kommt. Diese Aufgabenstellung setzt voraus, dass die WTD 61 an allen nationalen und internationalen Programmen der militärischen bemannten und unbemannten Luftfahrt für die Bundeswehr beteiligt ist. Die Zusammenarbeit findet auf nationaler und internationaler Ebene mit anderen wehrtechnischen und militärischen Dienststellen, Firmen, Forschungsinstituten, Universitäten und Programmbüros statt.

Das Aufgabenspektrum der Wehrtechnischen Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen, Maritime Technologie und Forschung (WTD 71) in Eckernförde deckt die gesamte Bandbreite maritimer Wehrtechnik in allen Phasen des Entstehungsganges von Wehrmaterial ab. Die Aktivitäten sind in erster Linie ausgerichtet auf das Gesamtsystem Schiff und das Zusammenwirken unterschiedlicher Komponenten auf und mit diesem System in maritimem Umfeld.

Die Kernaufgaben der Wehrtechnischen Dienststelle für Informationstechnologie und Elektronik (WTD 81) in Greding gliedern sich in die integrierte Nachweisführung von Systemen und Geräten, die F&T-Bearbeitung mit Aufgaben aus dem Forschungs- und Technologieprogramm des BMVg sowie die fachtechnische Unterstützung und Zuarbeit zu Vorhaben aus dem BAAINBw. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben verfügt die WTD 81 unter anderem über Europas größte vollabgeschirmte Halle für Untersuchungen der elektromagnetischen Verträglichkeit und Effekte (EMV). Als EMV-Test-Zentrum ist die WTD 81 die zentrale Ansprechstelle für elektromagnetische Verträglichkeit und Effekte im Bereich der Bundeswehr.

Mit ihren circa 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist die Wehrtechnische Dienststelle für Waffen und Munition (WTD 91) in Meppen das Technologiezentrum für die Bereiche Waffen und Munition der Bundeswehr. Die WTD 91 ist mit einer Fläche von 200 Quadratkilometern der größte instrumentierte Schießplatz Westeuropas. Die Wehrtechnische Dienststelle für Waffen und Munition führt experimentelle und analytische Untersuchungen und integrierte Nachweisführungen im Rahmen des Customer Product Management (CPM) durch, bearbeitet Forschungs- und Technologievorhaben (F&T), leistet fachtechnische Unterstützung zu Rüstungsvorhaben und ist verantwortlich für die technische Betreuung während der Nutzung des Wehrmaterials.

Die wehrwissenschaftlichen Institute

Das Wehrwissenschaftliche Institut für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeB) in Erding erarbeitet und nutzt wissenschaftliche und technologische Grundlagen und Methoden bei der Untersuchung und Beurteilung der anwendungsbezogenen chemischen, physikalischen und sicherheitstechnischen Eigenschaften von Werkstoffen und Betriebsstoffen sowie von Textilien und Chemikalien.

Das Wehrwissenschaftliche Institut für Schutztechnologien, ABC-Schutz (WIS) in Munster ist das einzige größere deutsche Institut, das sich mit dem Schutz vor der Wirkung biologischer, chemischer oder nuklearer Massenvernichtungswaffen beschäftigt.

Das Marinearsenal

Das Marinearsenal führt alle Materialerhaltungsmaßnahmen an den schwimmenden und landgebundenen Einheiten der Marine oberhalb der Ebene der Truppeninstandhaltung durch. Damit obliegt dem Marinearsenal die Materialerhaltung aller Schiffe, Boote und Landanlagen der Marine. Hierzu gehören das Management zur Abwicklung der Vorhaben und die Instandsetzung, insbesondere der Führungs- und Waffeneinsatzsysteme der Schiffe.

Die Deutsche Verbindungsstelle des Rüstungsbereiches USA/Kanada

Die Deutsche Verbindungsstelle des Rüstungsbereiches USA/Kanada (DtVSt USA/CA) in Reston/USA vertritt als nachgeordnete Dienststelle des BAAINBw wehrtechnische und rüstungswirtschaftliche Belange gegenüber amerikanischen und kanadischen Stellen der Amtsseite sowie der Industrie.


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