Ein Portrait unserer Mitarbeiterin Sabine Limbach

Portrait unserer Mitarbeiterin Sabine Limbach

Foto: © Bundeswehr / Daniel Dinnebier

Rechnungen für Patienten abwickeln

Sabine Limbach, Regierungssekretärin, 27 Jahre, ist Rechnungsführerin für Patienten im Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz


„Langweilig ist der Verwaltungsdienst als Rechnungsführerin für die Patienten nie.“


Nach über sieben Jahren als zivile Mitarbeiterin im nichttechnischen Verwaltungsdienst weiß ich, dass der Schritt in die Bundeswehr der richtige war. Ich habe einen sicheren Arbeitsplatz, die Bezahlung ist sehr gut, die Arbeit macht mir Spaß und ist abwechslungsreich. Zudem konnte ich zur Beamtin aufsteigen, nach dem ich die Laufbahnausbildung absolviert hatte.

Dabei waren meine Eltern anfangs von meiner Idee zur Bundeswehr zu gehen nicht vollständig begeistert, hatte ich doch Zusagen von anderen Stellen im Öffentlichen Dienst, beispielsweise in unserer Verbandskammer. Der Job war sehr viel näher an meinem Heimatort. Ich entschied mich damals für die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten in der Standortverwaltung Koblenz, jetzt Bundeswehr-Dienstleistungszentrum Koblenz. Das sind 30 Kilometer weiter zu fahren. Zu meiner Mama habe ich gesagt: 'Ich höre auf mein Herz und gehe zur Bundeswehr.'


Zwei Personen in einem Büro bei der Abrechnung

Check-out eines Patienten

Foto: © Bundeswehr / Daniel Dinnebier

Den Weg wäre ich sowieso gegangen, mein Plan B bestand darin, dass ich mich sonst für eine Feldwebellaufbahn beworben hätte. Nun bin ich schon eine erfahrene Verwaltungsfachkraft. Zuerst war ich für vier Jahre in der Patientenaufnahme im Bundeswehrzentralkrankenhaus in Koblenz eingesetzt, habe danach im Bereich Haushalt die Rechnungsbearbeitung und Erfassung für das Krankenhaus gemacht und sitze nun als Rechnungsführerin für die Patienten in der meist letzten Station und entlasse die Soldatinnen und Soldaten. Was ich da mache?

Ein Kassengerät bei der Mitarbeiterin Sabine Limbach

Abrechnung im Bundeswehrkrankenhaus

Foto: © Bundeswehr / Daniel Dinnebier


Vom Gefreiten bis zum Generalleutnant kommt eigentlich jede Soldatin oder jeder Soldat zu mir, die oder der hier stationär im Krankenhaus aufgenommen wurden, um das Verpflegungsgeld zu bezahlen. In der Regel geschieht dies mit EC-Karte. Ich rufe die Patienten in meinen Sprechzeiten vor- und nachmittags auf und rechne ab. Außerhalb dieser Zeiten schreibe ich Rechnungen oder Mahnungen an die ehemaligen Patienten, die nicht bei mir waren oder noch nicht überwiesen haben. Das gleiche ich mit unserem Computersystem jeden Tag ab.


Langweilig ist dieser Verwaltungsdienst nie. Hier habe ich direkten Patientenkontakt, kann ihnen helfen und bekomme auch ein meist freundliches Feedback. Das macht Spaß, schließlich haben die Menschen, die zu mir kommen, immer eine andere Geschichte. Von der sie auch erzählen, wenn sie und ich die Zeit dafür haben. Meist sind sie glücklich, wenn sie gesund entlassen werden. Zudem ist diese Aufgabe etwas völlig anderes, als bei der reinen Rechnungsbearbeitung im Haushalt, wo man nur sieht, dass der Papierstapel kleiner wird.

Als nächstes würde ich gerne mal in den Auslandseinsatz gehen, beispielsweise in den Kosovo, um auch dort als Rechnungsführerin zu arbeiten. Die militärische Grundausbildung, die unter anderem dazugehört, würde mich nicht abschrecken. Schließlich wollte ich ja eh mal Feldwebel werden. In meiner Position könnte ich dann womöglich als Feldwebel in den Einsatz gehen. So würde sich für mich in der Zukunft auch dieser Wunsch erfüllen.

Autor: Björn Jüttner