Unsere Verwaltungsfachangestellte am Telefon in der Ausbildung

Portrait unserer Auszubildenden

Foto: © Bundeswehr / Stephan Ink

Verwaltungsmanagement auf Standortebene

Jennifer Strelow, 27 Jahre, Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten: „Als alleinerziehende Mutter einer 20 Monate alten Tochter konnte ich meine Ausbildung bei der Bundeswehr von Vollzeit auf Teilzeit umstellen lassen“


Glück und Chance

Eine Telefon-Gesprächssituation am Schreibtisch

Telefonisch klären wir Details

Foto: © Bundeswehr / Stephan Ink


Alleinerziehende Mutter sein und eine dreijährige Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten machen – wie soll denn das gehen? Jennifer Strelow gelingt beides beim Bundeswehr-Dienstleistungszentrum in Köln. „Ich hatte nicht erwartet, dass die Bundeswehr so große Rücksicht auf mich als alleinerziehende Mutter einer 20 Monate alten Tochter nimmt und mich auch aktiv unterstützt“, sagt die 27-Jährige. Ihre Ausbildung konnte sie in kurzer Zeit von Vollzeit auf Teilzeitarbeit umschreiben lassen. Nun geht sie nur noch 30 Stunden in der Woche arbeiten. „Diese Umstellung war überhaupt kein Problem, was eine unglaubliche Erleichterung für mich ist. So habe ich viel mehr Zeit für meine Tochter. Wenn mein Kind krank oder die Kita geschlossen ist, kann ich anrufen und gemeinsam finden wir eine Lösung für das Problem“, ist Jennifer Strelow begeistert. Dazu kommen geregelte Arbeitszeiten, die Gleitzeit und eine sichere, gute Vergütung. „Es hört sich wie Werbung an, aber was ich hier gerade genießen darf, habe ich zuvor noch nie gehabt“, ist die Auszubildende aus Bergisch-Gladbach begeistert.


Quer durch's Land

Eine Recherche in den Angebotsunterlagen in einem Aktenschrank

Recherche in den Angebotsunterlagen

Foto: © Bundeswehr / Stephan Ink


Nach zwei Jahren bei der Automobilverladung im Emdener Hafen ging die junge Frau wieder ins Rheinland zurück, da sie nicht mehr bei Wind und Wetter draußen arbeiten wollte. „Das war einfach nicht mein Ding. Es war eine Erfahrung, aber das wollte ich nicht mein Leben lang machen“, sagt die junge Frau. Ihre Eltern waren total aus dem Häuschen, als sie hörten, dass ihre Tochter in Köln eine Ausbildung bei der Bundeswehr beginnen würde. „Die Bundeswehr ist einfach ein Top-Arbeitgeber in Deutschland“, sagt Jennifer Strelow. Das ist nicht nur wichtig für sie selbst, sondern auch für ihre Tochter, schließlich muss sie ja mittlerweile für zwei sorgen.


Abwechslung statt Klischee

Eine Ausbildungssituation der Verwaltungsfachangestellten am Arbeitsplatz

Ausbildung am Arbeitsplatz

Foto: © Bundeswehr / Stephan Ink


Eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten hört sich für viele Menschen sicherlich nach einem extrem langweiligen Bürojob an. Strelow sieht das ganz anders. Zum einen bearbeitet sie jeden Tag im Bereich Beschaffungswesen oder im Facility Management wechselnde Aufträge. Zum anderen hat sie bei der Bearbeitung der Reisekosten immer den direkten Kontakt mit Soldaten, Beamten und Zivilangestellten und im Personalbereich rufen immer wieder interessierte Menschen an, die sich bei der Bundeswehr bewerben wollen. „Das Gute daran ist, allen kann ich immer irgendwie helfen“, sagt Strelow.


Verwaltung von innen

Die Annahme von Warenmustern in einer Poststelle

Annahme von Warenmustern

Foto: © Bundeswehr / Stephan Ink


Ihre schönste Tätigkeit ist die Bestellung von Materialien. „Vom kleinsten Büromaterial bis zum Bagger muss ja alles von uns beschafft werden“, sagt Jennifer Strelow. Bei Großprojekten arbeitet sie dann, mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums in Köln, deutschlandweite Ausschreibungen aus. „Wir schauen dann bei den Firmenangeboten, was das wirtschaftlichste Angebot ist, welches den Zuschlag bekommt.“

Für ihre Zukunft hat sie auch schon einen Plan: Zuerst die Ausbildung und die Prüfung bestehen und dann mittelfristig die „Verwaltungsfachprüfung II“ plus Lehrgänge, um als „Verwaltungsfachangestellte II“ in der Bundeswehr zu bleiben. Letzteres wäre ein absoluter Traum für sie.

Autor: Björn Jüttner