Stabsunteroffizier Eßmann an der Waffenanlage

Stabsunteroffizier Eißmann in seinem Element

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Faszination Technik

„Diese Technik ist einfach faszinierend“, sagt Stabsunteroffizier Steve Eißmann und meint damit die Waffenanlage eines Kampfpanzer Leopard 2. „Man braucht schon eine erstklassige Ausbildung, um an diesem Gerät arbeiten zu können.“ Der in Bad Frankenhausen stationierte gebürtige Karl-Marx-Städter befindet zur Zeit auf einer vierwöchigen Weiterbildung bei der HeeresinstandsetzungslogistikLink öffnet sich in neuem Fenster im lippischen Augustorf.

„Hier, wo die Panzerbrigade 21 mit ihren vielen Kampfpanzern stationiert ist, gibt es die optimalen Voraussetzungen, um sich weiterzubilden“, so der 22-Jährige, der schon vor seiner Zeit als Soldat von Militärtechnik begeistert war.

Berufsausbildung stand im Vordergrund

Schließlich trat er seinen Dienst beim Instandsetzungsbataillon 131 in Bad Frankenhausen an. „Im Vordergrund stand bei mir eine Berufsausbildung als Mechatroniker Anlagentechnik, um nach meinen acht Dienstjahren bei der Bundeswehr ein Standbein für meine weitere berufliche Karriere zu habe“, sagt Eißmann, der am liebsten bei einem zivilen Dienstleister der Bundeswehr weiter an der Waffenanlage des Leo 2 schrauben würde.

Nach seiner Grundausbildung und der Ausbildung zum Unteroffizier begann er seine Lehre als Mechatroniker Anlagentechnik bei der Zivilberuflichen Aus- und Weiterbildungsstelle in Unna, die er nach 21 Monaten mit der Prüfung vor der zivilen Industrie- und Handelkammer erfolgreich abschloss.

Soldat sein ist mehr

Um 07.00 Uhr beginnt der Alltag bei Stabsunteroffizier Eißmann mit dem Antreten vor dem Kompaniegebäude. Anschließend geht es ans Gerät. „Routinemäßig überprüfen wir die Waffenanlage des Leo 2 vor und nach jeder Übung. Das geht bei diesem hohen Technikstand nur mit einem Computer, ähnlich wie bei privaten PKws in der Werkstatt. Dabei stellen wir fest ob, Bauteile der hochempfindlichen Anlage defekt sind und ausgetauscht werden müssen“, erklärt er.

Das Soldat sein besteht jedoch nicht nur aus schrauben. Viel Sport und auch die Gefechtsausbildung im Gelände gehören dazu.

„Die Herausforderung körperlich an seine Leistungsgrenze zu gehen, die Kameradschaft und die Abwechslung, das ist es was den Soldatenberuf ausmacht,“ sagt Eißmann.

Noch während seiner Dienstzeit will er alle Möglichkeiten des Berufsförderungsdienst der Bundeswehr ausschöpfen, um sich weiterzubilden und nach acht Jahren ins Zivilleben zurückzukehren.

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Autor: Volker Schnittger