Soldat vor der Panzerhaubitze 2000

Oberfeldwebel Jens Oppermann

Foto: © Bundeswehr / Jung

Feldwebellaufbahn im Truppendienst bei der Artillerie

Durch ihre Größe ist die Panzerhaubitze 2000 eines der auffälligsten Kettenfahrzeuge des deutschen Heeres. Sie ist das modernste Waffensystem der deutschen Artillerie. Oberfeldwebel Jens Oppermann (27) ist Kommandant solch einer Haubitze.

Oppermann ist in Berlin aufgewachsen. Dort machte er eine Lehre zum Gas- und Wasserinstallateur. Am 1. April 2002 wurde er dann als Wehrpflichtiger zur Bundeswehr einberufen. Die allgemeine Grundausbildung von drei Monaten Dauer machte Oppermann in Lehnitz, beim Panzerartilleriebataillon 425. Danach wurde er zum Geschützkanonier auf der Panzerhaubitze M 109, dem Vorgängermodell der Panzerhaubitze 2000, ausgebildet.

„Der Geschützdienst bei der Artillerie hat mir gefallen und die Übungsplatzaufenthalte haben mir Spaß gemacht“, sagt Oppermann.

Dies sei dann der Grund für seine Entscheidung gewesen, die Feldwebellaufbahn im Truppendienst einzuschlagen.

Umfangreiche Ausbildung zum Feldwebel

Seinen Unteroffizierlehrgang besuchte Oppermann an der Artillerieschule in Idar-Oberstein. Nach der erfolgreichen Teilnahme konnte er sich als Zeitsoldat auf vier Jahre verpflichten. Den Feldwebelanwärterlehrgang Teil 1 legte er an der Unteroffizierschule des Heeres in Delitzsch ab, den Teil 2 wiederum in Idar-Oberstein. Seit diesem Zeitpunkt ist Oppermann Zeitsoldat auf zwölf Jahre. Zusätzlich hat er einen Lehrgang zum Sicherheitsoffizier besucht. Mit dieser Ausbildung übernimmt er beim scharfen Schießen mit den Haubitzen die Verantwortung für die Sicherheit auf der Schießbahn. Die Sportschule der Bundeswehr in Warendorf und deren Außenstelle in Sonthofen waren weitere Stationen seiner Karriere. Dort erwarb er den Sportleiter in den allgemeinen Sportarten und Fachsportleiter Kondition und Fitness. Mit dieser Ausbildung ist er befähigt auch den Sport in seiner Einheit zu leiten. Die Sportlehrgänge seien für ihn leicht gewesen, so Oppermann. Klar. War er doch 1993 Deutscher Vize Jugendmeister im Ringen und hält sich bis heute fit mit Sport.

"Die Verantwortung für Menschen und Material macht mir Freude"

Im Juli 2006 wurde der nun Oberfeldwebel nach Augustdorf zum Panzerartilleriebataillon 215 versetzt, denn im Zuge der Umgliederung hatte man den Standort Lehnitz geschlossen. Heute ist er im 2. Zug der 4. Batterie als Geschützfeldwebel und Erkunder eingesetzt, verantwortlich für eine Panzerhaubitze und vier Soldaten. Der Dienst macht ihm Spaß. „Die Haubitze überzeugt mich. Der 1000 PS starke Motor bewegt die rund 55 Tonnen Gewicht mühelos, schnell und wendig, auch im Gelände. Das Waffensystem ist vollgestopft mit Technik, das macht die Arbeit umso interessanter“, schwärmt Oppermann. Mittlerweile hat er einen Antrag auf Übernahme zum Berufssoldat gestellt. „Ich möchte weiterhin bei der Bundeswehr bleiben. Die Verantwortung für Menschen und Material erfüllt mich“.