Soldat in einer Portraitaufnahme

Oberfeldwebel Mathias Dahlmann

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Gefechtsschadeninstandsetzungsfeldwebel, ein Meister seines Faches

„Mit Nichts ein beschädigtes Fahrzeug wieder zum Laufen zu bringen, das ist mein Ding“, sagt Oberfeldwebel Mathias Dahlmann. In seiner zehnmonatigen zivilberuflich anerkannten Meisterausbildung zum Kraftfahrzeugtechniker an der Technikschule des Heeres in Aachen lernte der gebürtige Querfurter die Gefechtsschadeninstandsetzung.

Einfallsreichtum ist hier gefragt, um mit einfachsten Mitteln die im Gefecht beschädigten Fahrzeuge provisorisch wieder einsatzbereit zu machen“.

Soldat beugt sich in den Motorraum eines Fahrzeugs

Oberfeldwebel Dahlmann bei der Eingangsprüfung eines Wolfes

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Eingesetzt ist der 27-Jährige beim Panzerartilleriebataillon 215 im lippischen Augustdorf. Wohnhaft in Bielefeld hat er im normalen Dienstbetrieb kurze Wege, um täglich nach Hause zu seiner Frau und seinem Kind zu kommen. „Meine Familie gibt mir den nötigen Rückhalt, um auch mal längere Zeit auf Lehrgänge und auch in den Einsatz zu gehen“, sagt Dahlmann, der als Hobby in seiner Freizeit den einen oder anderen Kilometer in Sportschuhen oder auf dem Fahrrad zurücklegt.

Seinen nicht alltäglichen Werdegang begann der gelernte Kraftfahrzeugmechaniker als Grundwehrdienstleistender beim Instandsetzungsbataillon 410 in Hennickendorf. Als freiwillig länger Dienender machte er seine ersten Einsatzerfahrungen als Kraftfahrer eines Transportpanzer Fuchs im Kosovo. „Bei den Entbehrungen der Menschen in dem Land habe ich unser Leben in Deutschland zu schätzen gelernt“, so Dahlmann. Nach diesen Erlebnissen stand für ihn fest:

“Ich mache weiter und möchte was bewegen“.

Soldat vor einem Fahrzeug der Bundeswehr

Oberfeldwebel Dahlmann bei Wartungsarbeiten

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Er bewarb sich als Soldat auf Zeit und durchlief nach seiner Ernennung die erforderliche Ausbildung zum Unteroffizier. Die Grundlage für seine spätere Meisterausbildung legte er in einer 21-monatigen zivilberuflichen Aus- und Weiterbildung, die mit einer Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer endet und somit zivilberuflich anerkannt ist. Dort erlernte er den Beruf des Kraftfahrzeugmechatronikers. „Die Lehrgangsteilnehmer kamen aus ganz Deutschland. Hier habe ich sehr viele Freundschaften geschlossen, die auch jetzt noch Bestand haben“, schwärmt er noch immer über die Zeit in Augustdorf.

Im Instandsetzungszug des Panzerartilleriebataillon 215 bildet er jetzt als Gruppenführer seine Soldaten für den nächsten Einsatz aus.

„Die Zusammenarbeit mit vielen Leuten, die gute Kameradschaft und die nicht alltäglichen Herausforderungen machen diesen Beruf so einmalig. Ich habe jeden Tag das Gefühl, etwas bewegt zu haben“, sagt Oberfeldwebel Dahlmann. Er hofft seinem Ziel, Berufssoldat zu werden, jeden Tag einen Schritt näher zu kommen.

Autor: Volker Schnittger