Ein Soldat übt das Suchen einer Mine mit einem Spezialgerät

Suchen mit der Minensuchnadel

Foto: © Bundeswehr / Ulrich Reinecke

Kampfmittelerkunder im Heer

Mit Knieschützern, Gefechtshelm und Splitterschutzweste kniet Stabsgefreiter Dominik Roßmann im Sand. Er sucht nach Minen. Der 26-jährige ist beim 2. Panzerpionierbataillon 701 in Gera stationiert.

Seine Ausbildung zum Pionierunteroffizier hat er gerade erfolgreich abgeschlossen. Mit Stolz trägt er den Dienstgradzusatz „mit bestandenem Lehrgang“. Täglich rechnet er mit seiner Beförderung zum Unteroffizier. „Die allgemeinmilitärische Ausbildung in Schwanewede dauerte vier Wochen“, erinnert sich Roßmann. Momentan besucht er den Lehrgang „Erkunden und Suchen von Pionierkampfmitteln mit Mitteln des Kampfmittelräumzuges“. Auf diesem Lehrgang an der Pionierschule und Fachschule des Heeres für Bautechnik der Bundeswehr in Ingolstadt erwirbt er das Fachwissen für seine neue Verwendung als Kampfmittelerkunder.

Suchen und identifizieren

Soldaten lernen das Erkennen von Kampfmitteln in einer Halle

Kampfmittel zu identifizieren will gelernt sein

Foto: © Bundeswehr / Ulrich Reinecke

So erlernt er verschiedenartige Minen und Sprengfallen zu suchen, zu erkennen und zu identifizieren. Mit seinem Erkundungsergebnis sind die Kampfmittelräumer in der Lage, die Mine fachgerecht und gefahrminimiert zu räumen. Auf Patrouillen steht der Erkunder mit seinem Fachwissen über sämtliche Minen und Pionierkampfmittel der Truppe mit Rat und Tat zur Seite. Seine Laufbahn hat der Stabsgefreite aus Gera als Munitions- und Betriebsstoffswart begonnen. „Mit der bevorstehenden Beförderung und dem Bestehen dieses Lehrganges werde ich in meinem Bataillon als Kampfmittelerkunder im Minensperrzug eingesetzt“, erklärt Roßmann.

 

Die erste Zeit war hart

"Nach meiner Ausbildung zum Elektriker habe ich mich beim Kreiswehrersatzamt als freiwillig länger dienender Wehrpflichtiger beworben", sagt der 26-Jährige. Er wurde dann mit einer festgesetzten Dienstzeit auf 23 Monate in Gera zum ehemaligen 7. Pionierbataillon 701 einberufen. „Die Grundausbildung war schon hart, anstrengend und fordernd, aber eine tolle Kameradschaft hatten wir“, blickt Roßmann zurück. Nach der Grundausbildung wurde er zum Munitionswart ausgebildet und verpflichtete sich als Soldat auf Zeit für vier Jahre. Es folgte ein Lehrgang für Gefahrguttransport. Mit dieser Qualifikation konnte er Munition für die Truppe zu den Schieß- und Ausbildungsvorhaben transportieren. Nach der Umstrukturierung seines Verbandes zum heutigen Panzerpionierbataillon 701 wurde ihm eine freie Unteroffizierstelle angeboten.

„Mit der Weiterverpflichtung als Soldat auf Zeit für acht Jahre werde ich auf den neuen Dienstposten Kampfmittelerkunder versetzt“, freut er sich auf die neue Verwendung.

Erste Einsatzerfahrung folgt

Ein Soldat wir zum Aufspüren von Minen ausgebildet

Minenfund

Foto: © Bundeswehr / Ulrich Reinecke

Als Kampfmittelerkunder soll er auch in seinen ersten Auslandseinsatz gehen. Ab August 2009 ist er für einen Einsatz eingeplant. „Früher war ich schon einmal für einen Einsatz geplant, dazu kam es dann aber doch nicht“, erinnert sich der Pionier. Weitere vorbereitende Ausbildungen für seinen bevorstehenden Einsatz folgen noch, bevor er im Sommer fertig ausgebildet ist. „Ich bin schon einigermaßen aufgeregt, schließlich muss ich mein erworbenes Wissen dort in meinen Auftrag mit einbringen. Eine verantwortungsvolle Aufgabe, trotzdem heißt es einen klaren Kopf zu bewahren“, ist sich Roßmann seines neuen Aufgabenbereiches bewusst.

Erster Erfolg

Ein Soldat übt das Freilegen einer Mine

Fachgerechtes Freilegen einer Mine

Foto: © Bundeswehr / Ulrich Reinecke

„Minenfund“, Roßmann hat eine Mine mit der Minensuchnadel aufgespürt. Nach dem sehr vorsichtigen Freilegen mit einem Pinsel hat er sie, noch halb vom Sand bedeckt, richtig identifiziert. „Eine PMN 58 oder 59, russisches Modell oder Nachbau“, meldet er dem Ausbilder. “Richtig gehandelt und gut erkannt“, bekommt er sein Lob. Erster Erfolg auf dem Weg, Kampfmittelerkunder zu werden. „Nach der Bundeswehrzeit möchte ich gerne in eine Beamtenlaufbahn beim Zoll oder der Bundespolizei wechseln“, sagt Dominik Roßmann. Wir wünschen ihm viel Glück für den Einsatz und auf seinem weiteren Lebensweg!