Soldat am Steuer eines Lastkraftwagens

Alexander Wartekin im Kraftfahrereinsatz

Foto: © Bundeswehr / PIZ Heer

Von der Schulbank zum Luftlandefernmelder

Der 20 jährige Alexander Warkentin hatte schon in seiner Jugend den Wunsch, Soldat zu werden. Während der Schulzeit auf der Fachoberschule in Alsfeld erhielt er den Einberufungsbescheid, um als Wehrpflichtiger seinen Dienst bei der Bundeswehr zu leisten. „

Da war für mich klar, dass jetzt der Zeitpunkt ist, den Schritt ins Berufsleben bei der Bundeswehr zu wagen“, erzählt der gerade zum Hauptgefreiten beförderte Soldat.

Mit einem Realschullabschluss in der Tasche ging es für den jungen Mann im Januar 2008 in den hohen Norden in die Nähe von Hamburg zur Grundausbildung. Auch wenn sich von nun an das Leben komplett änderte, freute sich Warkentin auf die Erlebnisse und Eindrücke in einem völlig neuen Umfeld.

„Die militärische Ausbildung wie das Schießen, Übernachten unter freiem Himmel und die gute Kameradschaft machten mir soviel Spaß, dass die drei Monate wie im Flug vorüber gingen.“

Nach seiner Beförderung zum Gefreiten wurde Alexander als Richtkanonier in das Panzerflugabwehrkanonenbataillon nach Hardheim bei Würzburg versetzt.

Heimatnah arbeiten

Soldat Alexander Wartekin im Portrait

Luftlandefernmelder Alexander Wartekin

Foto: © Bundeswehr / PIZ Heer

Durch Informationen eines Nachbarn erfuhr der junge Soldat von der Neuaufstellung des Luftlandefernmeldebataillons Division Spezielle Operationen in seiner Heimat Stadtallendorf. „Fallschirmspringen und die Nähe zu Freunden und Verwandten in der Heimat machten mir die Entscheidung leicht, meine Dienstzeit bei der Bundeswehr von 9 auf 23 Monate zu verlängern“, berichtet Warkentin heute.

Seit September 2008 ist Warkentin in Stadtallendorf im Luftlandefernmeldebataillon Division Spezielle Operationen in einer Einsatzkompanie eingesetzt. Der erste Weg führte ihn zur Fallschirmsprungausbildung nach Altenstadt. „Aufgeregt war ich schon und ehrlich gesagt, hatte ich auch ein wenig Angst vor meinem ersten Sprung.“ Doch die fundierte und harte Ausbildung bereiteten den jungen Luftlandefernmelder auf seinen neuen Auftrag bestens vor. Jetzt trägt er mit Stolz das bordeauxfarbene Barett der Fallschirmjäger auf dem Kopf und das Abzeichen der Fallschirmspringer auf der Brust.

Verbindung steht

Durch seinen Zugführer wurde er in der Satelittenkommunikation ausgebildet. Eines der heute modernsten und leistungsfähigsten Kommunikationsmittel der Bundeswehr, welches für die Soldaten im Einsatz nicht weg zu denken ist. „Es ist unglaublich, wie schnell und einfach eine Satellitenverbindung zwischen Afghanistan und Stadtallendorf aufgebaut ist. All das kann ich mittlerweile.“ Zusätzlich erwarb er noch die Fahrerlaubnis für Lastkraftwagen, um die umfangreiche Ausrüstung auch transportieren zu können.

Immer neue Herausforderungen

„Das abwechslungsreiche und mit immer neuen Herausforderungen gespickte Arbeitsleben bei der Bundeswehr macht mir am meisten Spaß.“, beschreibt der Hauptgefreite seinen Arbeitstag. Schieß- und Sprengausbildung, Geländeübungen und die Vorbereitung auf zukünftige Auslandseinsätze machen den Dienst so abwechslungsreich und außergewöhnlich wie es nur wenige zivile Berufe sein können. Getreu dem Motto der Division Spezielle Operationen – einsatzbereit-jederzeit-weltweit – ist sich Hauptgefreiter Alexander Warkentin der Gefahr im Auslandseinsatz bewusst. „ Es ist wichtig seinen Beitrag für die Sicherheit der Menschen in Deutschland, aber auch im Einsatzland zu leisten.“ Trotzdem oder besser gesagt, genau deshalb hat Warkentin seine Dienstzeit als Soldat auf Zeit für 4 Jahre verlängert. „Die guten Maßnahmen durch den Berufsförderungsdienst ermöglichen mir eine Ausbildung als Solartechniker für meine Zeit nach der Bundeswehr.“