Portrait eines Luftwaffensoldaten, der ein Laptop bedient

Luftfahrzeugavionikfeldwebel Andy B.

Foto: © Bundeswehr / R. de Castro

Vom Schraubendreher zum Datenbus - Luftfahrzeugavionikfeldwebel Modernster Kampfjet der LuftwaffeEurofighter

„Schon als Kind habe ich am Zaun die startenden und landenden Flugzeuge beobachtet. Die Faszination am Fliegen, aber vor Allem an der Technik, die dahintersteckt, hat mich auch später nicht mehr losgelassen“, sagt Oberfeldwebel Andy B. aus Nörvenich und man spürt förmlich die Faszination, mit der er von seinen ersten Berührungspunkten mit der Luftwaffe erzählt. Der 29 jährige Soldat aus Nörvenich ist Luftfahrzeugavionikfeldwebel für den Eurofighter in der Instandsetzungs- und Elektronikstaffel des Jagdbombergeschwaders 31 „Boelcke“.

Ein Luftwaffensoldat prüft mechanische Anbauteile eines Kampfjets

Oberfeldwebel B. beim Vorflug-Check

Foto: © Bundeswehr / R. de Castro

Nach seinem Realschulabschluss und einer Lehre als Elektroinstallateur erfüllte er sich seinen Traum und trat in die Bundeswehr ein. Nach einer Grundausbildung beim Luftwaffenausbildungsregiment in Germersheim wurde er zum Jagdbombergeschwader 31 "Boelcke" nach Nörvenich versetzt. Zunächst am Waffensystem Tornado zum Luftfahrzeugavionikfeldwebel ausgebildet, fand er schließlich seinen Weg zum derzeit modernsten Luftfahrzeugmuster der Luftwaffe - dem Eurofighter.

Hochwertausbildung

Nach einer zweieinhalbjährigen Musterausbildung auf den neuen Fighter und mehreren Englischlehrgängen ist B. mittlerweile einer der erfahrenen Soldaten seiner Staffel, die sich in die drei Fachgruppen Regelungstechnik, Hochfrequenztechnik und Rechnernavigation- und Waffenelektronik gliedert. Die Tätigkeiten des Luftfahrzeugavionikfeldwebels Fachrichtung Flugsteuerung und Triebwerksregelung – so die genau Bezeichnung seiner Tätigkeit – vergleicht B. mit den Arbeitsabläufen im Kraftfahrzeughandwerk.

Wie eine Teststation in der Kfz-Werkstatt

Ein Soldat prüft Verschlusskappen eines Kampfjets

Das Waffensystem Eurofighter

Foto: © Bundeswehr / R. de Castro

„Wir sind so was, wie die Teststation bei der Motortechnik in einer Kraftfahrzeugwerkstatt. Beim Eurofighter handelt es sich um ein hochkomplexes, mit Elektronik und Technik vollgestopftes Flugzeug. Wenn hier was zu Testen oder zu reparieren ist, rücken wir nicht mehr mit Phasenprüfern oder Schrauberdrehern an, sondern haben unser Testgerät, ähnlich einem Laptop, unterm Arm. Fehlerspeicher werden ausgelesen, Software neu geladen oder das System wird - wie bei einem Computer - neu gebootet und fährt anschließend hoffentlich fehlerfrei wieder hoch. Alles lässt sich - wie beim Pkw auch - elektronisch auslesen und gegebenenfalls vor Ort beheben“, erklärt B. seine Tätigkeit.

Einsätze und Übungen

Der sympathische Oberfeldwebel hat schon mehrere Auslandseinsätze abgeleistet. Zu seinen Einsatzgebieten gehörten unter anderem Afghanistan oder das Baltikum. Dazu kommen mehrere Übungen in Kanada und Italien. Aber genau das ist für B. das Interessante an seinem Beruf. „Die Herausforderung, die Flugzeuge auch unter schwierigen Bedingungen zu reparieren und so den Flugauftrag zu gewährleisten ist schon eine „sportliche Aufgabe“ aber man ist ganz einfach stolz, wenn man es hinbekommt. Natürlich bekomme ich auch Rückendeckung von meiner Frau. Sie hat mich als Soldat kennengelernt und wusste also, was auf sie zukommt“, erzählt B. schmunzelnd.

Freizeit und Weiterbildung

Ein Luftwaffensoldat prüft Anbauteile eines Kampfjets

Ein wichtiger Arbeitsschritt des Technikers ist die Vorflugkontrolle

Foto: © Bundeswehr / R. de Castro

Seine Freizeit verbringt B. am liebsten auf dem Fußballplatz. Er ist aktiver Fußballer und Trainer einer Jugendmannschaft. Auch mehrere Marathonläufe hat der Soldat schon absolviert. Im Moment wird seine Freizeit aber durch ein Fernstudium zum Techniker bestimmt. Seine Weiterbildungsmaßnahme wird durch den Berufsförderungsdienst der Bundeswehr gefördert. 

„Meine Zukunft plane ich weiter bei der Bundeswehr. Ich habe vor, den Antrag auf Übernahme zum Berufssoldaten zu stellen. Darüber hinaus möchte ich in die Laufbahngruppe der Offiziere des Militärfachlichen Dienstes wechseln, um vielleicht einmal als Prüfoffizier für den Eurofighter eingesetzt zu werden", erklärt uns Oberfeldwebel B. Dann wird B. hoffentlich weiter seinen Kindheitstraum von der Faszination der Flugzeugtechnik ausleben können.

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Autor: H. Cabanski