Zwei Luftransportbegleiter der Luftwaffe kontrollieren eine Checkliste

Das Bearbeiten der Checklisten ist einer der wichtigsten Aufgaben vor dem Flug

Foto: © Bundeswehr / Jörg Frerichs

Lufttransportbegleiter bei der Flugbereitschaft des Bundesministerium der Verteidigung

Das Briefing für den nächsten Flug liegt hinter der Crew. Der Airbus A-310 mit Namen „Kurt Schumacher“ steht bereits auf der Rollbahn. Es wird Zeit für das gesamte Team, an Bord zu gehen. Es liegt noch eine Menge Arbeit vor ihnen, bevor der Flieger Richtung Termez in Usbekistan abheben kann. Mit zum Team gehören heute die Lufttransportbegleiter Janine Immel und Björn Steenbock.

„Etwas, was unsere Aufgabe so besonders macht, ist die große Flexibilität, die man für unseren Job mitbringen muss“, erzählt Feldwebel Björn Steenbock.


Zwei Lufttransportbegleiter der Bundeswehr stehen auf einer Flugzeugtreppe

Die Lufttransportbegleiter auf dem Weg zu ihrem Arbeitsplatz

Foto: © Bundeswehr / Jörg Frerichs

„Kein Flug und kein Auftrag ist wie der andere.“ Der 23jährige ist Lufttransportbegleiter bei der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung in Köln-Wahn. Zusammen mit Feldwebelanwärterin Janine Immel bildet er einen Teil des Teams. Sie werden heute rund 200 Soldaten eines Jägerregiments betreuen, die als internationale Sicherheitsunterstützungstruppe (International Security Assistance Force, kurz ISAF), über Usbekistan nach Afghanistan aufbrechen. „Wir fliegen ständig in neue Länder, die Reisezeiten dauern unterschiedlich lange und die die Crew wechselt auch ständig“, berichtet die gebürtige Hannoveranerin. In der Regel betreuen die beiden Flugbegleiter Soldaten, aber es steht auch häufiger der Name des Bundespräsidenten oder eines anderen hohen Politikers auf der Passagierliste.

„Mein erster Flug mit einem Prominenten war sehr aufregend. Ich war etwas nervös und wollte keine Fehler machen!“, erzählt die gelernte Versicherungskauffrau.

Feldwebel Steenbock lächelt – es ging ihm genauso.

Steenbock und Immel sind ausgebildet wie ihre Kollegen von privaten Fluggesellschaften. Zusätzlich haben sie einige militärische Lehrgänge absolviert. Während des Fluges sind sie für die Sicherheit an Bord verantwortlich. Jeder von ihnen hat in der Maschine einen festen Aufgabenbereich. Bei einem Notfall leitet der Pilot alle Maßnahmen ein, dann übernehmen sie: Jeder Handgriff muss sitzen – es hängen Menschenleben davon ab. Mit dieser Verantwortung können beide hervorragend umgehen, denn dazu wurden sie ausgebildet.

Eine Soldatin und ein Soidat stehen auf einer Treppe vor einem Flugzeug

Lufttransportbegleiter der Flugbereitschaft BMVg

Foto: © Bundeswehr / Jörg Frerichs

Vor jedem Flug führen beide Flugbegleiter den „Emergency Check“ durch, denn Sicherheit steht bei jedem Flug an oberster Stelle. Dazu überprüfen sie die Notfallausstattung an Bord mit Hilfe von Checklisten. Außerdem übernehmen sie die Verpflegung für den Flug, das von einem Catering-Unternehmen angeliefert wird. Der Service gehört ebenfalls zu ihrem Aufgabengebiet: „Immerhin dauert der heutige nach Usbekistan über sechs Stunden. Da bekommen die Soldaten auch Hunger“, erklärt Steenbock.

Feldwebel Björn Steenbock ist gelernter Bürokaufmann. Er wurde im September 2005 in seiner Heimat Schleswig Holstein als Stabsunteroffizier eingestellt. Direkt im Anschluss ging es für den begeisterten Fußballer zur Lufttransportstaffel der Flugbereitschaft. „Ich wollte in jungen Jahren viel Verantwortung übernehmen. Das hat mich besonders an der Bundeswehr gereizt und konnte mir kein anderer Arbeitgeber bieten.“ Eine besondere Aufgabe erwartet Steenbock schon im nächsten Jahr. Dann wird er für drei Monate in Termez/Usbekistan eingesetzt. „Dann werde ich für die Passagierabfertigung der ISAF-Soldaten, die in Afghanistan eingesetzt werden, verantwortlich sein“.

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