Eine Transportsoldatin der Luftwasffe steht an einem Transportflugzeug

Feldwebel Romina Jähne

Foto: © Bundeswehr / Nina Schober

Mit großer Motivation auch mal zupacken

„Diesen Weg würde ich jederzeit wieder gehen“, betont Romina Jähne mit überzeugtem Gesichtsausdruck.

Sie hat sich trotz sicherer Arbeitsstelle für den freiwilligen Dienst bei der Bundeswehr entschieden. „Ich hatte mich bereits während meiner Berufsausbildung zur Bürokauffrau vom Karriereberater in Jülich über meine Möglichkeiten bei der Bundeswehr beraten lassen. Insofern wusste ich was auf mich zukommt“, sagt die 24-jährige Soldatin und zeigt auf die vielen Paletten in der großen Abfertigungshalle.

Eine Soldatin belädt mit einem Spezialladefahrzeug ein Transportflugzeug

Feldwebel Jähne rangiert mit einem Highloader an einen Airbus A310

Foto: © Bundeswehr / Nina Schober

Abwechslungsreiche Aufgaben

Romina Jähne ist Lufttransportfeldwebel und leistet seit 2007 Dienst in der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung in Köln-Wahn. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem das Zusammenstellen der Fracht für den Transport, die Abfertigung und Beladung von Flugzeugen, die Frachtausgabe und Frachtannahme und die Bearbeitung von Ladelisten und Begleitpapieren. Von Köln-Wahn erfolgt der weltweite Transport von Personal und Gütern der Bundeswehr mit sieben Airbus A 310, aber auch mit den guten alten C-160 Transall der Lufttransportgeschwader. Feldwebel Jähne leistet ihren Dienst im Wechsel in Früh- und Spätdienst.

Teamarbeit und Weiterbildung standen im Vordergrund

Eine Soldatin und ein Soldat ziehen einen kleine Anhänger in eine Halle

Feldwebel Jähne packt mit an

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Auf die Frage, warum sie die Bundeswehr als Arbeitgeber gewählt hat, überlegt Jähne nicht lange: „Mir waren insbesondere der Umgang mit Menschen, das Arbeiten im Team und die Möglichkeiten der zivilberuflichen und militärischen Aus- und Weiterbildung wichtig. Aber auch die bei der Bundeswehr angebotene sportliche Betätigung und Ausbildung hat mich gereizt“, bemerkt die sportliche Soldatin, die seit ihrem sechsten Lebensjahr begeistert Fußball spielt.

Die Einstellung in die Bundeswehr als Soldat auf Zeit für 12 Jahre erfolgte am 02.01.2007 auf Grund ihrer beruflichen Qualifikation im höheren Dienstgrad als Stabsunteroffizier (Feldwebelanwärter). Der Grundausbildung und Ausbildung zum Unteroffizier folgte der militärische Feldwebellehrgang und schließlich die fachliche Ausbildung zum Lufttransportfeldwebel Luft an der Luftlande und Lufttransportschule in Altenstadt. Der Erwerb verschiedener Führerscheine gehörte ebenfalls zum Ausbildungsprogramm. „Der militärische Feldwebellehrgang war zwar sehr anspruchsvoll aber gleichzeitig auch ein sehr schöner Lehrgang, den ich jeder Zeit wieder machen würde, zumal sich die Lehrgangsdauer inzwischen von zwei auf fünf Monate verlängert hat“, sagt Feldwebel Jähne mit begeistertem Gesichtausdruck.

„Das war für mich ein echtes Erlebnis, an das ich gerne zurück denke“, fügt sie hinzu.

Soldatenberuf und Privatleben gut vereinbar

Romina Jähnes Dienst in Köln-Wahn beginnt grundsätzlich mit einer Lagebesprechung in der Einsatzsteuerung mit dem Teileinheitsführer des Luftumschlagszugs; das sogenannte Briefing. Hier werden alle Abfertigungsdetails festgelegt, d.h. welche Maschine muss wann, womit beladen oder welche Güter müssen zuerst entladen werden, um alle Zeitpläne und Vorgaben einzuhalten? Trotz Schichtdienst und häufigen Lehrgängen lässt sich für Feldwebel Romina Jähne ihr Beruf mit ihrem Privatleben gut vereinbaren. „Mein Privatleben wird sogar durch das Kennenlernen vieler neuer Menschen bereichert, vor allen Dingen auf den Lehrgängen“, sagt sie und sieht diesem Umstand gelassen entgegen. „Zu viele kleine und große Highlights gibt es, die ich im zivilen Berufsleben nicht in dem Maße hätte. Dazu gehört sicherlich auch der eine oder andere Flug, auf dem ich aber nicht nur zum Vergnügen mitfliege“, erklärt der weibliche Lufttransportfeldwebel augenzwinkernd.