Portrait eines Soldaten der Luftwaffensicherungstruppe

Hauptgefreiter Petruzzelli

Foto: © Bundeswehr / R. de Castro

Hauptgefreiter Marco Petruzzelli – Luftwaffensicherungssoldat - was sonst?

„Ich bin zum Karriereberater genau mit diesem Tätigkeitswunsch gegangen. Nach meiner zivilen Ausbildung zum Fahrzeuglackierer, hatte ich vor, mal was ganz Anderes zu machen. Ich wollte eine Anstellung, die mich körperlich und geistig fordert. Die Arbeit mit anderen Soldaten und natürlich das relativ hohe Einstiegsgehalt spielten auch eine Rolle. Für mich kam irgendein Schreibtischjob gar nicht in Frage, “ erklärt uns P.“ Nach dem Gespräch mit dem Karriereberater wusste ich dann auch haargenau, dass ich mit meinem Wunsch richtig lag."

Nach seiner Grundausbildung war es dann soweit. Mit der Versetzung in die 6.Staffel des II.Objektschutzbataillons in Kerpen, wurde er als Sicherungssoldat eingesetzt.

Ausbildung zum Luftwaffensicherungssoldat

Zwei Soldaten der Luftwaffensicherungstruppe bei einer Übung

Objektschutz - immer eine Teamsache

Foto: © Bundeswehr / R. de Castro

„Das war ich damals aber nur auf dem Papier. Um wirklich Luftwaffensicherungssoldat zu werden, musste ich nach der Grundausbildung noch die sechsmonatige Ausbildung zum Soldat Luftwaffensicherungstruppe bestehen. Das war wirklich kein Geschenk, denn die Ausbildung ist vergleichbar mit der, die das Heer auch für die Jägertruppe durchführt. Alles, was man als Infanterist braucht, wird hier vermittelt und natürlich auch in praktischen und theoretischen Übungen abgefragt. Sei es die Waffen- und Schießausbildung, die Ausbildung im Infanteriekampf oder auch der Gebrauch von Karte und Kompass im Gelände – bis zum Ende der Ausbildung muss alles sitzen. Auch wenn es sich ein wenig altmodisch im Zeitalter des anhört – gerade das Orientieren im Gelände mit dem alt hergebrachten Kompass und der Karte bleibt wichtig, denn auch das modernste GPS kann mal ausfallen und dann muss man schon wissen, wie der Kompass zu benutzen ist oder eine Karte eingenordet wird,“ erläutert P.

„Wenn man diese Ausbildung hinter sich gebracht und bestanden hat, gehört man endgültig dazu. Ich war schon stolz, das geschafft zu haben. Als sichtbares Zeichen, dass wir jetzt „combat ready“ waren, bekamen wir die Erlaubnis, das dunkelblaue Barett der Luftwaffensicherungstruppe zu tragen – für mich ein sehr ergreifender Moment,“ erklärt P.

Soldatsein

„Wie schon gesagt, wird mir in dieser Truppe wirklich das geboten, was ich mir schon vor Eintritt in die Bundeswehr unter Soldatsein vorgestellt habe. Mein Tagesablauf in der Einheit gestaltet sich verschieden, aber immer steht das drillmäßige Üben der erlernten Fähigkeiten im Vordergrund. Ist eigentlich auch logisch, denn nur was immer wieder drillmäßig geübt wird, sitzt auch und jeder weiß instinktiv, was er im Ernstfall zu tun hat," sagt P.

Ein Highlight war die Ausbildung auf der Nahkampfbahn. „Hier wurde uns der waffenlose Kampf beigebracht. Neben dem Überwinden von Hindernissen, wie man es von einer normalen Hindernisbahn kennt, gab es Einlagen, wie das Abwehren von Stichwaffen oder Verteidigungsgriffe, um einen Gegner am Boden halten. Ich kam dabei schon ganz schön ans schwitzen Ein großes Thema in der Objektschutztruppe ist natürlich die sportliche Fitness. Wir bekommen täglich die Gelegenheit, uns fit zu halten oder unsere Fitness zu verbessern. Hier zeigt sich dann auch der besondere Zusammenhalt. Unter dem Motto der Objektschützer „semper communis“ (immer gemeinsam) wird bei der Ausbildung auch der vielleicht noch konditionell schwächere Kamerad von der Gruppe mit durchgezogen, bis er es dann auch alleine schafft. Bei uns ist Team nicht nur ein Wort, “ erklärt P.

Traumverwendung gefunden

Ein Soldat der Luftwaffensicherungstruppe mit Gewehr bei einer Übung

Volle Konzentration - auch bei der Ausbildung

Foto: © Bundeswehr / R. de Castro

Durch die relative Nähe zu seinem Wohnort, hat sich in seinem privaten Umfeld nicht viel geändert. Dadurch, dass er, wenn nicht gerade Dienste oder Truppenübungsplatzaufenthalte anstehen, jeden Tag nach Hause fährt, kann er sich jeden Tag mit seinen Freunden treffen. „Im Gegenteil – mein Freundeskreis hat sich noch erweitert, denn in meiner Einheit habe ich sehr schnell neue Freunde gefunden und wenn ich mal in der Kaserne bleibe, findet man immer irgendwas, was man gemeinsam unternehmen kann. Bei uns gibt es viele Hobbykicker oder man geht in den Fitnessraum und stemmt Eisen" sagt P., der sich – wen wundert es - auch in seiner Freizeit dem Sport verschrieben hat. „Ich habe hier meine Traumverwendung gefunden. Neben meiner Ausbildung zum Luftwaffensicherungssoldat, habe ich noch die Ausbildung zum Kraftfahrer durchlaufen. Im Januar 2012 kommt meine erste Auslandsverwendung in Afghanistan. Für mich noch mal eine persönliche Herausforderung. Meine Zukunft sehe ich weiter in meiner Tätigkeit. Ich habe vor, meine Verpflichtungszeit zu verlängern und dann vielleicht Feldwebel in der Luftwaffensicherungstruppe zu werden."

Bewerbung

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Autor: H. Cabanski