Soldat im Portrait

Stabsgefreiter Daniel Q.

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Stabsgefreiter Daniel Q. - Ein vielseitig einsetzbarer Soldat der Luftwaffensicherungstruppe

„Eigentlich wollte ich ja als Panzerrichtschütze zum Heer aber nach einem Gespräch mit dem Karriereberater, schwenkte ich dann zur Luftwaffe – und zwar zur Luftwaffensicherungstruppe – den Infanteristen der Luftwaffe, “ erklärt der sympathische Stabsgefreite lächelnd seinen Weg in diese spezielle Tätigkeit.

Nach der Allgemeinen Grundausbildung in einer Ausbildungseinheit wurde Q. zum II.Objektschutzbataillon der Luftwaffe nach Kerpen versetzt. In der 5.Staffel des Bataillons durchlief er die Ausbildung zum Soldat Luftwaffensicherungstruppe bis hin zum Status „Combat ready“.

Combat ready

Stabsgefreiter Q. bei der Materialkontrolle

Die tägliche Kontrolle des Materials ist ein Muss

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„Dieser Status bedeutet, dass ich die infanteristische Ausbildung, wie zum Beispiel das Schießen mit allen gängigen Handwaffen, den Umgang mit Handgranaten und der Granatpistole oder auch das Panzerfaustschießen während der sechsmonatigen grünen Ausbildung bestanden habe. Dazu kommt natürlich auch alles, was ein Sicherungssoldat im Kampfeinsatz können muss, wie die Ausbildung im Orts- und Häuserkampf. Auf diesen Lehrgängen die auf Truppenübungsplätzen durchführt werden, wird einem die ganze Palette des Infanteriekampfes beigebracht, “ erklärt Q. seine Ausbildung.

Einzigartig in der Luftwaffe

Als sichtbares Zeichen darf der Soldat der Luftwaffensicherungstruppe nach Bestehen der Ausbildung – also dem Status „Combat ready“ - das dunkelblaue Barett der Luftwaffensicherungstruppe tragen. „Man ist schon sehr stolz, das Barett tragen zu dürfen. Denn das ist einzigartig in der Luftwaffe, keine andere Einheit trägt ein Barett als Kopfbedeckung. Man fällt schon auf, “ erklärt Q. und man spürt den Stolz auf diese Leistung, die der junge Soldat erbracht hat.

Patrouillenfahrer

Bei zwei Auslandseinsätzen in Afghanistan war der Stabsgefreite als Fahrer im Patrouillendienst eingesetzt. „Wenn man als Fahrer eines Dingos oder Wolfs eingesetzt wird und bis zu 10 Stunden hinterm Lenkrad sitzt, weiß man abends schon was man getan hat. Der Kraftfahrer einer Patrouille muss gerade im Einsatzland genau die Wegstrecken beobachten und ihm muss natürlich jede Unebenheit (versteckte Minen oder Sprengladungen, Anm. der Redaktion) auf den Wegen auffallen. Da fährt man schon ganz anders als zu Hause,“ sagt Q.

„Bei einer Patrouillenfahrt weiß jeder im Team, dass er sich auf den anderen verlassen kann und das ist ganz einfach ein sehr gutes und beruhigendes Gefühl.

Materialbewirtschaftung

Stabsgefreiter Q. prüft Material auf Vollzähligkeit

Ob Ausgabe oder Rücknahme - die Vollständigkeit wird immer kontrolliert

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In der 5.Staffel des II.Objektschutzbataillons in Kerpen ist Q. mittlerweile in Hauptfunktion als Materialbewirtschaftungssoldat eingesetzt. „Natürlich muss in unserer Kompanie auch Material bewirtschaftet werden. Auch hier arbeitet jede Einheit autark. Für Übungen oder Einsätze braucht man neben Munition natürlich auch Feldbetten, Generatoren, Schanzmaterial wie Spaten, Spitzhaken etc. oder auch Feldtelefone, um in der Sicherung die Verbindung zwischen den einzelnen Gruppen zu halten. Für dieses Material bin ich verantwortlich. Das geht von der ordnungsgemäßen Lagerung bis zur Wartung des Gerätes.

„Das Schöne an dieser Tätigkeit ist, dass man hier sehr selbstständig arbeiten kann. Ich bekomme morgens meine Aufträge vom Materialbewirtschaftungsfeldwebel und habe dann je nach Auftrag eine gewisse Zeit, um diese zu erledigen. Hier zählt dann das Ergebnis – wie ich dahin komme, kann ich meist selbst entscheiden.“ Dass er seine Sache gut macht, wurde ihm nach der letzten Überprüfung dann auch durch seine Vorgesetzten bescheinigt. Q. wurde wegen des sehr guten Ergebnisses bei der Prüfung mit einer Leistungsprämie bedacht. „Wenn die Arbeit Spaß macht und dann auch noch so von den Vorgesetzten gesehen wird, motiviert das natürlich schon“, sagt Q. lächelnd.

Vielseitig einsetzbar

Wie fast jeder Soldat der Luftwaffensicherungstruppe, ist der Stabsgefreite eben vielseitig einsetzbar und steht als Sicherungssoldat, Kraftfahrer oder auch Materialbewirtschafter seinen Mann. Entspannung holt sich Q. am Wochenende beim Angeln. Hier hört man dann auch den Fachmann, wenn er von Angelruten, Haken oder Blinkern spricht. „Für mich ist das Entspannung pur, wenigstens einmal am Wochenende am Angelteich zu sitzen – egal, ob ich an dem Tag was fange oder nicht – hier kann ich die Seele mal baumeln lassen und trete völlig entspannt meinen Dienst am Montag wieder an. Meine Berufswahl habe ich noch nie bereut - im Gegenteil, ich würde diesen Weg immer wieder einschlagen."

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Autor: H. Cabanski