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Ein Soldat am Computer mit dem Bordsystem auf einem Schiff

Hauptgefreiter K. am Computer mit dem Bordsystem

Elektrotechnik-Gast an Bord der Fregatte HAMBURG

Hauptgefreiter Mogens K. Ist seit Ende 2013 bei der Marine und seit Anfang 2014 Besatzungsmitglied der Fragatte HAMBURG. Zur See fahren, das war der Wunsch, den er sich jetzt bei der Bundeswehr erfüllen kann.

Schon früh kam er durch seinen Großvater und Vater mit der Marine in Berührung. Seefahrt ist für ihn nicht fremd - "meine Eltern sind Segler", sagte er.

In den über 2 Jahren, die Mogens jetzt zur See fährt, hat er bereits 80.000 + Seemeilen gesammelt. Dabei waren zwei große Törns, die jeweils über fünf Monate dauerten. Dazu kamen kleinere Fahrten, die meist zwei bis drei Wochen dauerten. "Man kommt weit rum und sieht viele Länder" sagte er kurz, das sei es auch, was ihn an der Seefahrt so begeistert.

Nach der Schule hat Hauptgefreiter K. eine Lehre als Elektroniker für Betriebstechnik abgeschlossen und auch als solcher gearbeitet. Bewusst hat sich Hauptgefreiter K. für die Laufbahn der Mannschaften entschieden und hat sich als Soldat auf Zeit für vier Jahre verpflichtet. Obwohl er seine berufsnahe Wunschverwendung hat, sieht K. seine berufliche Zukunft nicht bei der Marine.

Ein Soldat bedient eine Schalttafel

Hauptgefreiter K. bei seinem Kontrollgang

Foto: © Bundeswehr / S. Ink

Doch das Arbeiten an Bord mit Kameraden gefällt ihm besser als in der zivilen Wirtschaft. "Die jungen Vorgesetzten verstehen einen meist sehr gut".

Auch die Tagesabläufe an Bord, vor allem auf See, sind mit den recht geregelten Abläufen an Land nicht zu vergleichen. "Das war für mich die größte Umstellung" merkt er an. "Auch wenn man fest zu Diensten eingeteilt ist, passieren unvorhergesehene Dinge", schloss er ab.

An Tagen wo die Fregatte ablegt, ist häufig um 5:45 wecken, gefolgt von Körperhygiene, Rasieren oder Bartpflege. Frühstücken.
Danach ist Auslaufmusterung (Anmerkung der Redaktion: Antreten) – hier wird bekanntgegeben wie der weitere Tagesablauf ist und was in den nächsten Tagen geplant wird.

Dann wird die Fregatte seeklar gemacht: Dabei hat Mogens K. Aufgaben wie, Lampen einholen, die am Oberdeck angebracht worden sind, in Zusammenarbeit mit der Brücke wird die Rudermaschine geprüft, um sicherzustellen, dass das Schiff manövrierfähig ist.

Ein Soldat wechselt die Leuchtstoffröhren einer Deckenleuchte

K. beim Wechsel der Leuchtstoffröhren

Foto: © Bundeswehr / S. Ink

Mogens befindet sich danach im sogenannten schiffstechnischen Leitstand. Hier wird die Technik auf dem Schiff überwacht und gesteuert. Laufen die Motoren einwandfrei, funktioniert die Lüftung und arbeiten die Pumpen? Auflaufende Fehlermeldung werden dort aufgenommen und falls erforderlich, sofort abgearbeitet.

Bei Fehlern im E-Schalttafelraum/ E-Diesel führt ihn der Weg tief ins Schiffsinnere. Hier ist es laut und es riecht nach Diesel. Mehrere tonnenschwere Aggregate sorgen dafür, dass auf dem Schiff nicht das Licht ausgeht. Auch die Schaltkästen befinden sich hier unten. Defekte Teile werden in der E-Werkstatt instand gesetzt oder direkt am Schaltkasten geprüft und repariert. "Manchmal ist einfach eine Klemme verrutscht", sagt Mogens.

Ein Soldat wechselt die Sicherungen eines Schiffes

Auch Sicherungen müssen geprüft oder getauscht werden

Foto: © Bundeswehr / S. Ink

 

An Bord teilt sich der Dienst in sogenannte Wachen ein. Schichten, die in der Regel etwa vier bis sechs stunden dauern. Ist Hauptgefreiter K. zu keinem Sonderdienst eingeteilt, ist Zeit für Sport – "zwischen den Wachen lässt sich das aber nicht immer realisieren", merkt er an. Wachdienste sorgen dafür, dass bestimmte Bereiche rund um die Uhr besetzt sind, wie zum Beispiel der Leitstand. „Während des Tagesdienstes, ein regulärer Arbeitstag von 7:00 bis 16:15 Uhr, erlauben aber viele Vorgesetzte dann, dass man Sport macht". Routinemäßig werden alle wichtigen Teile geprüft oder repariert. Liegen keine weiteren Aufträge an, wird Reinschiff gemacht – täglich.

 

Autor: S. Sanders