Ein Marinesoldat im Portrait, im Hintergrund ein U-Boot

Oberbootsmann Wagner

Foto: © Bundeswehr / R. de Castro

Oberbootsmann Marcel Wagner - Motorenmeister auf einem U-Boot

Die Dieselmaschine des Bootes wird angelassen und die Systeme werden geprüft. Schlagartig ist es vorbei mit der Ruhe. Hier beginnt heute die Arbeit des Motorenmeisters und seiner zwei Motorenmaate. Auf engstem Raum bewegen sich die Soldaten in ihrem Abschnitt. Manche Arbeiten können nur gebückt oder liegend ausgeübt werden, denn der Maschinenraum befindet sich im Heck des Bootes und auch hier wurde jeder Zentimeter Platz genutzt. Armaturen werden beobachtet, Flüssigkeitsstände geprüft und Daten erfasst. Verantwortlich für die Prüf- und Wartungsarbeiten auf dem U-Boot ist der 29 jährige Oberbootsmann Marcel Wagner.

Der gelernte Zerspanungsmechaniker aus Jena begann seine Karriere in der Maatlaufbahn der Marine am 03.04.2001. bei der 10. Inspektion der Marinetechnikschule in Parow. Im März 2005 endete seine erste Verpflichtungszeit und W. verließ die Bundeswehr, um sich auf einer Fachhochschule zum staatlich geprüften Techniker im Fachbereich Maschinenbau weiterzubilden.

„Die Bundeswehr hat mich schon immer interessiert. Durch meine Familie, die an der Küste lebt, lag es für mich nahe, die Marine als Teilstreitkraft zu wählen“, erklärt W.

Nachdem er die Ausbildung zum staatlich geprüften Techniker bestanden hat, brachte ihn sein Interesse an die Technik zurück zur Marine.

Einstellung als Bootsmann

Am 03.12.2007 trat er wieder in die Bundeswehr ein. Aufgrund seiner zivilberuflichen Ausbildung wurde er als Bootsmann eingestellt. Nach verschiedenen militärischen und fachlichen Ausbildungen, die insgesamt dreizehn Monate dauerten, war W. am Ziel seiner Wünsche. Er wurde als Motorenmeister auf einem U-Boot eingesetzt. Neben dem Beaufsichtigen und Durchführen von Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten an den Diesel- und Elektromotoren, ist auch der Motorenmeister auf dem U-Boot Wechselwächter. Zusätzlich zu seiner Haupttätigkeit wird er im vier Stunden Rhythmus zu Wachdiensten an Bord eingeteilt.

Sonnenuntergang auf hoher See

Seine Freizeit zwischen den Wachen verbringt W. mit Lesen, denn für seine anderen Hobbys dem Snowboarden oder Klettern fehlen an Bord leider die Gelegenheiten. „Es ist schon ein sehr interessanter Arbeitsplatz. Wo bekommt man schon die Möglichkeit, quer durch Europa zu reisen, oder kann einen Sonnenuntergang auf hoher See zu bewundern,“ erzählt W. lächelnd. Auch an manche „Badechance“ im Meer, wie die U-Bootfahrer die Möglichkeit nennen, vom Boot aus im Meer schwimmen zu können erinnert sich W. gerne. "Natürlich ist man lange unterwegs, aber bisher ließ sich meine Beruf gut mit meinem Privatleben vereinbaren", erläutert W. Nach seiner insgesamt vierzehnjährigen Dienstzeit will Wagner Betriebs- und Wirtschaftslehre studieren und in seinen elterlichen Betrieb einsteigen.

Bewerbung

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Autor: H. Cabanski