Portrait eines Marinesoldaten

Hauptbootsmann Franz H. an Deck eines Flottendienstbootes

Foto: © Bundeswehr / R. de Castro

Sprechfunkaufklärungsbootsmann auf einem Flottendienstboot

„Was mir an meinem Beruf gefällt? Als Spezialist gefragt zu sein!“, erklärt Hauptbootsmann Franz H. gelassen, während er auf dem Deck des Flottendienstbootes steht, auf dem er seinen Dienst versieht.

Vielseitige Ausbildung

„Schon während meiner Schulzeit habe ich mich sehr für alles Technische interessiert“, erklärt Hauptbootsmann Franz H. seine Entscheidung als Sprechfunkaufklärungs-Bootsmann bei der Deutschen Marine seinen Dienst zu leisten. Dass er neben der technischen Ausbildung noch weitere Qualifikationen erlangen konnte, wie zum Beispiel Sprachausbildung in Russisch und Chinesisch, macht den Beruf für ihn noch interessanter. Nach der Grundausbildung dauerte die Fachausbildung ca. zwölf Monate, hinzu kamen insgesamt 6 Monate militärische Ausbildung zum Maat (Unteroffizier) und später zum Bootsmann (Feldwebel). Die Sprachausbildung dauerte noch einmal ca. zweieinhalb Jahre.

Verantwortung übernehmen

Ein Marinesoldat sitzt in einer Operationszentrale mit Kopfhörern vor einer Konsole

Hauptbootsmann Franz H. an seinem Arbeitsplatz

Foto: © Bundeswehr / R. de Castro

„Zu Beginn meines Arbeitstages, verschaffe ich mir einen Überblick über die Geschehnisse der vorangegangenen Schicht der mir unterstellten Soldaten. Danach begebe ich mich in der Messraum an meinen Platz. Dort erfasse und übersetze ich Sprechfunkverkehr.“ Er ist als sogenannter Dauerwächter für seinen Bereich eingeteilt. Das bedeutet, dass er nicht in einem Schichtsystem Dienst hat, sondern für den Bereich ständig die Verantwortung trägt. Soldaten, die neu in seinem Arbeitsbereich eingesetzt werden, bildet er an ihrem Arbeitsplatz aus. Die Verantwortung für sein spezielles Arbeitsumfeld sieht Hauptbootsmann Franz H. als den besonderen Unterschied und die Herausforderung im Vergleich zu einem Beruf bei einem zivilen Arbeitgeber.

Das Element Wasser gehört zu seinem Leben

„Trotz meiner bereits über 50 Seefahrten, die zwischen zwei Wochen und fünf Monaten dauerten, hat sich mein Beruf nicht negativ auf mein Privatleben ausgewirkt“, antwortet Franz H. auf die Frage, wie sich die Seefahrt mit dem Privatleben vereinbaren lässt. Franz H. lebt in einer festen Partnerschaft, und möchte in naher Zukunft eine Familie gründen. In seiner Freizeit ist er dem Element Wasser auch sehr verbunden, was sich in Hobbys wie Tauchen und Aquaristik zeigt.

Zusammenhalt der Besatzungen

„Das Schönste an meinem Beruf ist die Zeit auf See. Nicht nur die Eindrücke der Natur, sondern gerade der Zusammenhalt der Bordbesatzungen ist schon etwas besonderes“, so Franz H.

Aus diesem Grund hatte er sich bereits früh dazu entschieden, sich zum Berufssoldaten zu bewerben und war dabei erfolgreich. Eines seiner nächsten beruflichen Ziele sieht H. in einer Verwendung im Ausland, zum Beispiel in einer NATO-Dienststelle - einem sogenannten Integrierten Stab - oder auch in einer Botschaft. Sein Spezialwissen wird auch hier gefragt sein.

Bewerbung

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Autor: dh