Soldat in einer Portraitaufnahme

Stabsgefreiter Hasheminasab im Portrait

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Stabsgefreiter Domenik Hasheminasab – Waffen- und Gerätewart im Wachbataillon

An seinem Arbeitsplatz riecht es nach Waffenöl, und bei der technischen Materialüberprüfung klappern die einzelnen Baugruppen der Gewehre G36 während des Zerlegen und Zusammensetzens wie in allen Waffenkammern der Bundeswehr. „Trotzdem ist die Verwendung als Waffen- und Gerätewart im Wachbataillon schon etwas Besonderes“, erzählt Stabsgefreiter Domenik Hasheminasab über seine Motivation im Beruf.

„Nach abgeschlossener Ausbildung zum Fliesen-, Platten- und Mosaikleger und einigen Jahren im Beruf, wurde ich zum Grundwehrdienst eingezogen. Da ich direkt für das Wachbataillon eingeplant wurde, war meine Grundausbildungseinheit gleichzeitig auch von Anfang an meine Stammeinheit“, so Hasheminasab zu seinen ersten Tagen bei der Bundeswehr. Da ihm der Dienst gefiel und die Arbeitsatmosphäre angenehm war, entschied er sich schnell für den freiwilligen Wehrdienst für 23 Monate.

Verantwortung auch in der Laufbahn der Mannschaften

„Für die meisten Soldaten des Wachbataillons beginnt die Bundeswehrzeit mit einer dreimonatigen Ausbildung im protokollarischen Ehrendienst. Danach folgen drei Monate infanteristische Ausbildung. Das waren auch meine ersten Schritte im Wachbataillon“, erzählt Hasheminasab.

"Danach wurde ich für 12 Monate in einem Protokollzug eingesetzt“.

Nach seiner Weiterverpflichtung zum Soldat auf Zeit für vier Jahre wurde dem Stabsgefreiten Hasheminasab ein neues Aufgabengebiet zugewiesen. Neben seiner Verwendung als Protokollsoldat, wurde er in einer einmonatigen Ausbildung am Arbeitsplatz zum Waffengerätewart geschult.

Ein Soldat in der Waffenkammer überprüft ein Gewehr

Stabsgefreiter Hasheminasab bei der Waffenprüfung

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Trotz geregeltem Tagesablauf kein Routinejob

„Mein Tag beginnt um ca. 6:50 Uhr mit der Waffenausgabe für die geplanten Vorhaben des Zuges. Danach beschäftige ich mich mit Dingen wie Bestandsprüfungen, dem Ermitteln von Schäden an Waffen und je nach Aufwand dem Beheben dieser Schäden. Zudem müssen auch immer wieder Waffenanforderungen anderer Einheiten abgearbeitet werden. Nachdem die morgens ausgegebenen Waffen abends zurückgebracht und überprüft wurden, endet um ca. 16:30 Uhr mein Dienst“, erklärt der Stabsgefreite seinen Tagesablauf. „Das hier keine Routine aufkommen darf ist klar, wir arbeiten schließlich mit Waffen“, ergänzt der junge Soldat.

Internationales Publikum

Der Protokolldienst ist für den Stabsgefreiten Hasheminasab schon etwas Besonderes. „Bei einem Staatsbesuch eines hochrangigen ausländischen Politikers zeigen zu können was man kann, lässt einen das vorangegangene lange und anstrengende Üben der verschiedenen Formationen und Bewegungsabläufe schnell vergessen“, so der Stabsgefreite. Ein besondertes Highlight war der Einsatz bei einer internationalen Veranstaltung: „Bei einem Militärmusikfestival in Canada waren wir Teil der Drillshow. Um mit den Einheiten der anderen Nationen zu trainieren, waren wir schon einige Tage vorher angereist. Die ganze Atmosphäre beim Trainieren mit den Kameraden, aber vor allem während des Events war einfach Spitze“, schwärmt Hasheminasab.

In den Hafen der Ehe und zurück ins alte Handwerk

Auf seine Zukunft angesprochen, antwortet der Stabsgefreite, dass er plant, noch in diesem Jahr zu heiraten und eine Familie zu gründen. Die Zeit bei der Bundeswehr habe ihn positiv geprägt. Doch jetzt freue er sich auf einen neuen Lebensabschnitt. „Nach meinem Dienstende möchte ich in meinen alten Beruf. Zunächst werde ich ein sieben monatiges Einführungsseminar besuchen, und danach bei meinem ehemaligen Meister wieder in den Betrieb einsteigen. Die praktische Arbeit hat mir immer gelegen. Und statt der Waffen höre ich in Zukunft wieder die Ziegel klappern“.

Autor: dh