Soldatin in einer Portraitaufnahme

Portrait Feldwebel Nadine K.

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Feldwebel Nadine K. – eine echte Allrounderin im Fachsanitätszentrum Köln-Wahn

Welcher Soldat kennt sie nicht, die sich ca. alle drei Jahre wiederholende Untersuchung durch den Betriebsmediziner der Bundeswehr? Ob man am Computer sitzt, am Flugzeug schraubt oder in der Versorgung eingesetzt ist – irgendwann erscheint jeder, der in den Zuständigkeitsbereich des Fachsanitätszentrum Köln-Wahn fällt, mit einem Überwachungsblatt in der Hand am Arbeitplatz von Feldwebel K. Die sympathische 26 jährige Soldatin aus Jena ist die Medizinisch Technische Assistentin der Abteilung Arztgruppe Betriebsmedizin der Sanitätseinrichtung.

„Nach meiner Lehre als Pharmazeutisch Kaufmännische Angestellte habe ich mehrere Jahre mit ständig auf ein Jahr begrenzten Arbeitsverträgen in einer Apotheke gearbeitet. Daher stammte wohl auch mein Wunsch, einen Arbeitgeber zu finden, der mir von Anfang an für mehrere Jahre eine sichere Anstellung bietet, ich Aufstiegsmöglichkeiten habe und wo es auch Weiterbildungsmöglichkeiten gibt, die ich nicht selbst finanzieren muss,“ sagt K.

Alle Fragen losgeworden

Soldatin am Schreibtisch

Feldwebel Nadine K. bei der Terminplanung

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Feldwebel K. fand dann auch schnell den Weg zum Wehrdienstberater. Dort wurde sie bei persönlichen Gesprächen ausführlich beraten. „Ich hatte insgesamt zwei Beratungsgespräche und konnte wirklich alle Fragen loswerden. Alles, was ich wissen wollte, wurde von A-Z erklärt. Der Wehrdienstberater hat sich wirklich Zeit für mich genommen. Zum Schluss riet er mir, aufgrund meiner zivilen Ausbildung eine Feldwebellaufbahn im Sanitätsdienst der Bundeswehr einzuschlagen. Zusätzlich wurde mir eine zivilberufliche Aus- und Weiterbildung zur Medizinisch technischen Assistentin angeboten. Ein zweiter Beruf? Für mich hieß das zugreifen, “ erinnert sich Feldwebel K..

Eine völlig fremde Welt

„Ein mulmiges Gefühl hatte ich schon vor dem Einstellungstest beim Zentrum für Nachwuchsgewinnung in Düsseldorf. Man taucht schließlich in eine völlig fremde Welt ein," gesteht K.. Aber auch diesen Test bestand die selbstbewusste Soldatin. Sie trat ihren Dienst als Mannschaftsdienstgrad in der Paracelsus Kaserne in Hamm an.

„Aus heutiger Sicht war das „Hochwachsen“ aus dem Mannschaftsdienstgrad bis zum Feldwebel für mich genau der richtige Weg. Ich konnte so in den verschiedenen Laufbahnen meine Erfahrungen sammeln und Erlerntes vertiefen“, erklärt uns Feldwebel K.

Dass sie Erlerntes sehr gut vertiefen kann, bewies Feldwebel K. schließlich beim Abschluss ihrer dreijährigen ZAW-Maßnahme. Sie bestand ihr Staatsexamen mit Auszeichnung! Vorweg absolvierte Sie noch die fachlichen Ausbildungen, den Unteroffizier- und den Feldwebellehrgang.

Fordernder Beruf

Soldatin mit einem Patienten

Ein Teil der erforderlichen Untersuchung - ein Sehtest

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

„Ich wollte immer einen fordernden Beruf – körperlich wie auch geistig – und das wurde mir bei der Bundeswehr geboten. Dazu kommt die Vielseitigkeit in diesem Beruf. Natürlich bin ich in erster Linie Soldat und habe stets das nötige Engagement auch hier die Vorgaben wie Teilnahme an Schulschießen, Märschen oder Sportausbildungen zu erfüllen. Trotzdem bleibt der Fachdienst nie außen vor,“ erläutert sie. Der Arbeitstag der jungen Soldatin beginnt in der Regel um 07.00 Uhr mit den ersten Vorsorgeuntersuchungen, die sie selbstständig durchführt. Je nach Art dieser Untersuchung werden hier Sehtests wie z.B. die Untersuchung auf Farbtauglichkeit oder Hörtests sowie Blutentnahmen durchgeführt.

Zusätzlich zu ihren Aufgaben in der Teileinheit Betriebs- und Arbeitschutz soll Feldwebel K. zukünftig in der Funktionsdiagnostik mit den Fachrichtungen HNO, Kardiologie, Pneumologie und Neurologie eingesetzt werden.

Zusammengehörigkeit

„Es gab schon Probleme im Freundes- und Bekanntenkreis. Man ist eben nicht so oft wie früher zu Hause und muss auch auf längere Sicht mit Versetzungen rechnen, aber ich habe mir schließlich diesen Beruf ausgesucht und während meiner bisherigen Bundeswehrzeit habe ich auch viele interessante Menschen kennengelernt und Freundschaften geschlossen. Ich denke da zum Beispiel an meine Lehrgänge. Dort herrschte vom ersten Tag an ein Zusammengehörigkeitsgefühl und eine Stimmung untereinander, wie ich sie noch nie erlebt habe,“ erzählt K.. Ihre berufliche Zukunft kann sich Feldwebel K. schon als Berufssoldat bei der Bundeswehr vorstellen, aber auch eine zivile Anstellung in der Funktionsdiagnostik als Ausbilder wäre für sie eine Alternative.

Autor: H. Cabanski