Krankenschwester überprüft Werte auf einem Display

Katja Thomas kontrolliert Vitalfunktionen

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Hauptfeldwebel Katja Thomas – Fachkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie im Bundeswehrkrankenhaus

„Als ausgebildete Krankenschwester mit mehrjähriger Berufserfahrung habe ich ein eigenes Bild vom Gesundheitswesen. Ich arbeite gerne in diesem Bereich, wollte dies aber bei einen Arbeitgeber mit guten Weiterbildungsmöglichkeiten und sozialer Absicherung. Den habe ich bei der Bundeswehr gefunden“, beginnt Hauptfeldwebel Thomas das Gespräch.

„So stieg ich als examinierte Krankenschwester in die Laufbahn der Feldwebel ein. Ich nahm an einer zweijährigen Vollzeitweiterbildung Fachkrankenpflegerin bzw. Fachkrankenschwester für Intensivpflege und Anästhesie teil.

Zurzeit arbeite ich im Bundeswehrkrankenhaus in der Intensivpflege, habe aber durch das Fachexamen die Möglichkeit, ein Studium im Pflegemanagement zu absolvieren“, so Katja Thomas.

Unter einem Hut - privat und dienstlich

Krankenschwester bei der Pflege eines Patienten

Katja Thomas bei der Patientenpflege

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

„Die Arbeit in einem Bundeswehrkrankenhaus ist vergleichbar mit der in einem zivilen Krankenhaus. Hier gibt es zwar mehr Pflegepersonal, dafür müssen wir zusätzlich zu unserer Arbeit auch die militärischen Aufgaben wie z.B.: Marsch, Schießen und Deutsches Sportabzeichen erfüllen“, vergleicht Hauptfeldwebel Thomas. Da der Lebenspartner von Katja Thomas am gleichen Standort wie Sie ist, lassen sich Privates und Dienst ganz gut vereinbaren. „Der Schichtdienst für mich und meinen Freund machen es nicht einfach, aber durch eine Sonderdienstvereinbarung kann ich mich neben dem Beruf auch um meine Tochter kümmern“, sagt Katja Thomas, und ergänzt: „Allerdings würde ich mich sehr darüber freuen, wenn die Bundeswehr im Bereich der Kinderbetreuung für Ihre Angehörigen noch etwas nachlegt.“

Zwischen Routine und Notfallmanagement

Zu den Aufgaben von Hauptfeldwebel Thomas gehört das Betreuen, Überwachen und Versorgen von Intensivpatienten. Ihren Tagesablauf beschreibt die junge Soldatin so: „Zu Beginn meiner Schicht schaue ich, welche medizinische und pflegerische Betreuung meine Patienten benötigen. Im intensivpflegerischen Bereich ist eine genaue Krankenbeobachtung sehr wichtig. Zusammen mit weiteren Elementen der Intensivpflege wie Monitoring, Atemtherapie, Frühmobilisation und dem guten Teamwork mit unseren Ärzten, können unsere Patienten optimal versorgt werden. Routine kommt dabei aber dennoch nie auf, das Notfallmanagement bei akuter Verschlechterung des Zustandes des Patienten fordert schnelles Handeln und umfangreiches Fachwissen.“

Stressfest und Hilfsbereit

Krankenschwester stellt ein Gerät zur Versorgung eines Patienten ein

Katja Thomas beim Einstellen von medizinischem Gerät

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Die erfahrene Soldatin ist als Teileinheitsführerin im Bereich Intensivpflege auch Vorgesetzte von fünf weiteren Soldaten. Sie gibt wichtige Informationen weiter, hat die fachliche Aufsicht, ist aber auch Ansprechpartnerin für ihre Mitarbeiter. „Ich erinnere mich gerne an die Zeit meiner Abschlussprüfung zurück. Ich hatte zeitgleich die Verantwortung für eine Materialüberprüfung auf der Station. Als ich beides positiv abgeschlossen hatte, ist mir ein großer Stein vom Herz gefallen. Da ich diese Art von Herausforderung aber mag, war mir klar, dass ich den richtigen Beruf beim richtigen Arbeitgeber für mich gewählt habe“, beendet die Berufsoldatin Katja Thomas das Gespräch.

Autor: dh