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Katholische und evangelische Militärseelsorge

Der Staat gewährleistet auch unter den besonderen Bedingungen des soldatischen Dienstes das Recht auf freie Religionsausübung. Die Evangelische und die Katholische Militärseelsorge stellen hierzu ein umfangreiches Angebot bereit.

Die Militärseelsorge beruht auf Rechtsgrundlagen, in denen die Zusammenarbeit zwischen Staat und Evangelischer und Katholischer Kirche für die Seelsorge der Soldatinnen und Soldaten geregelt wird. Sie wird seit Jahrzehnten durch eine bewährte partnerschaftliche Praxis ergänzt.

Militärseelsorge wird vom Bundesministerium der Verteidigung, der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Katholischen Kirche partnerschaftlich verantwortet. Als Teil kirchlicher Arbeit wird die Militärseelsorge im Auftrag und unter Aufsicht der Evangelischen und Katholischen Kirche ausgeübt. Der Staat sorgt für die Organisation und trägt die Kosten der Militärseelsorge. Militärseelsorger, Militärseelsorgerinnen, Pfarrhelfer und Pfarrhelferinnen stehen vor Ort als Ansprechpartner bereit.

Das rechtliche Fundament der Militärseelsorge ist die im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland festgeschriebene Freiheit des Glaubens, des Gewissens und religiösen Bekenntnisses und der ungestörten Religionsausübung. Dies gilt selbstverständlich auch für Soldatinnen und Soldaten als "Staatsbürger in Uniform".

Die Aufgabe

An der Schnittstelle von Kirche und Staat tätig ist die Militärseelsorge mit ihrer spezifischen Ausrichtung auf den Lebens- und Arbeitsbereich der Soldatinnen und Soldaten sowie deren Familien Teil des gesamtkirchlichen Seelsorgeauftrages. Überall wo Soldaten sind, bieten Militärseelsorger ihre Dienste an - an Land oder auf See, zu Hause oder im Auslandseinsatz.

Die Menschen da abholen, wo sie stehen - das ist für die Seelsorge, die den Zugang zum Menschen sucht, eine Selbstverständlichkeit. Die Militärseelsorge garantiert dies seit nunmehr fünf Jahrzehnten.

Auslandseinsätze

In Krisenregionen auf drei Kontinenten sind vom Balkan bis Afghanistan und in Syrien derzeit etwa 7.000 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr im Auslandseinsatz.

Sie werden von Militärpfarrern beider Konfessionen seelsorgerisch begleitet, welche die möglichen Bedrohungen und Einschränkungen des täglichen Lebens mit ihnen teilen, aber auch kameradschaftliche Nähe, Freud und Leid erfahren.

Als Priester feiern sie die Heilige Messe und spenden Sakramente. Sie hören zu, nehmen Anteil an Sorgen, Nöten und Konflikten, die ein solcher Einsatz mit sich bringt. Auch in der extremen Erfahrung von Verwundung, Sterben und Tod sind sie den Bundeswehrangehörigen nahe.

Auch in der Heimat zurückgebliebenen Angehörigen gilt die besondere Zuwendung der Militärseelsorger. Sie arbeiten daher eng mit den Familienbetreuungszentren der Bundeswehr zusammen.