Mach, was wirklich zählt.

Der Prototyp des Fitnesscontainers ist in einem Frachtcontainer.
Bis zu 20 Soldatinnen und Soldaten können mit dem Fitnesscontainer zeitgleich trainieren.

Bis zu 20 Soldatinnen und Soldaten können mit dem Fitnesscontainer zeitgleich trainieren.

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

ABLADEN, AUFSTELLEN, TRAINIEREN

Fitness im Container: Die Offzierschule des Heeres in Dresden testet einen Prototypen

Der Trainingscontainer bietet den Truppen verschiedene Übungsmöglichkeiten. So können die Soldatinnen und Soldaten Lasten anheben und tragen, mit Übungsgewehren die Anschlagarten und das Schießen unter körperlicher Belastung üben und die allgemeine Fitness erhöhen. 

Ende Januar 2015 hatte die Abteilung Sportmedizin der Universität der Bundeswehr in München den ersten Prototypen einer mobilen Trainings- und Teststation für Soldatinnen und Soldaten in Empfang genommen. Das Besondere daran ist, dass der etwas über 6 Meter lange Containerrahmen jederzeit verlegt werden kann. Außerdem ist die Station freistehend nutzbar, kann aber auch in eine Containeranlage integriert werden.


Berufsspezifisch und einsatznah

Es werden schematisch Übungen gezeigt, die mit dem Fitnesscontainer möglich sind.

Diese Übungen sind mit dem Fitnesscontainer möglich.

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Der Container wurde ursprünglich für ein Forschungsprojekt entwickelt, in dem die körperliche Leistungsfähigkeit untersucht werden sollte. Die Übungsstationen wurden dafür von Sportwissenschaftlern anhand von Videobeobachtungen und Analysen der Einsatzvorbereitung zusammengestellt. Bis zu 20 Soldatinnen und Soldaten können gleichzeitig trainieren. Der Schwerpunkt liegt auf komplexen Ganzkörperübungen sowie Kraft- und Ausdauersport. 

Die Soldatinnen und Soldaten können das Training mit Tauen, Sand- und Rucksäcken, Schlingentrainern, Medizinbällen oder Schutzwesten außerdem noch erweitern und individueller gestalten.

Der Fitnesscontainer kann an einem beliebigen Ort aufgebaut werden.

Der Fitnesscontainer kann an einem beliebigen Ort aufgebaut werden.

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Von Juni bis November 2015 hatte das Panzergrenadierbataillon 112 im Bayerischen Ort Regen den Prototypen getestet.

Das gemeinsame Training in der Gruppe kam gut an: Dreimal pro Woche fand das Zirkeltraining für jeweils 30 Minuten unter Anleitung eines Sportausbilders oder selbstständig statt.

Auch die dem CrossFit ähnliche Atmosphäre mit Musik und Intervallbelastungen gefiel den Soldatinnen und Soldaten. Für die Sportausbildung tragen sie den Sportanzug, für Military Fitness den Feldanzug. 



Die ersten Ergebnisse des Forschungsprojekts sind erfolgversprechend. In einem zweiten Durchgang wird die Offizierschule des Heeres in Dresden den Container testen, damit die Universität der Bundeswehr in München das Forschungsprojekt im Sommer 2016 abschließen kann. Dann wird sich zeigen, ob derartige Fitness-Container künftig die Trainingseinrichtungen der Bundeswehr in den Standorten oder im Einsatz ergänzen können.