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Wassersprung Impressionen

Die Sportsoldaten Stephan Feck (re) und Patrick Hausding beim Wasserspringen im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft in Rostock,.

Die Sportsoldaten Stephan Feck (re) und Patrick Hausding beim Wasserspringen im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft in Rostock,.

Foto: © Bundeswehr / Sebastian Wilke

Das Turmsprung-Trio für Rio

Die Sportsoldaten Hauptfeldwebel Sascha Klein, Stabsunteroffizier Patrick Hausding und Stabsunteroffizier Stephan Feck bilden im Wasserspringen ein vielversprechendes olympisches Trio. Da sich Klein und Feck ihren Sprungpartner Hausding teilen, führen die Drei im Synchronspringen eine Art „olympische Dreiecksbeziehung“. Ihr Beziehungsstatus ist jedoch keineswegs kompliziert, sondern erfolgreich: Die ersehnte Olympia-Qualifikation gelang dem Trio zwar erst mit leichter Verspätung im Februar dieses Jahres, dafür aber umso beeindruckender. 

Beim Weltcup in Rio errang Hausding mit Klein die Silbermedaille vom Zehnmeterturm. Mit Feck holte er vom Dreimeterbrett sogar Gold. „Wir hatten ja schon bei der WM in Kazan, die Chance, den Quotenplatz zu holen. Damals haben wir das leider verpasst. Von diesem Tiefschlag haben wir uns aber gut erholt“, erklärt Klein, der Dienstälteste im Trio. Sein Kamerad Feck ergänzt:„Der Weltcup war unser erstes großes Ziel in dieser Saison. Ich persönlich freue mich riesig, dass es so gut gelaufen ist. Jetzt gilt es, den Fokus auf Rio zu richten.“

Die Sportsoldaten Stephan Feck (re) und Patrick Hausding beim Wasserspringen im Trainingslager.

Die Sportsoldaten Stephan Feck (re) und Patrick Hausding beim Wasserspringen im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft in Rostock.

Foto: © Bundeswehr / Sebastian Wilke

Präzision, Kraft und Geschwindigkeit

Zurück in Deutschland standen im Trainingslager in der Rostocker „Neptun-Schwimmhalle“ zunächst einige Trockenübungen auf der Turnmatte und dem Trampolin an. Vor den Sprüngen ins Wasser wird dort akribisch an der Technik und der Choreografie gefeilt. Alles muss auf die Millisekunde genau passen. „Ich glaube das Faszinierende an unserer Sportart ist diese Präzision – gepaart mit Kraft und Geschwindigkeit“, so Feck.

Wasserspringen gehört zu den Sportarten, in denen man sehr jung anfangen muss, um später ganz oben mithalten zu können. Hausding fing mit sechs Jahren an, sein Partner Feck sogar schon mit Fünf. 


Klein war mit acht Jahren bereits spät dran, konnte dafür aber schon Erfahrungen im Turnen vorweisen. In diesem Alter war die Sportförderung­ der BundeswehrLink öffnet sich in neuem Fenster natürlich noch kein Thema. Doch spätestens als Jugendlicher stellte sich die Frage nach dem weiteren Werdegang. „Ich habe mir mit 17 Jahren die ersten Gedanken darüber gemacht“,erinnert sich Hausding.

Sein Sprungpartner vom Zehnmeterturm Klein erzählt: „Bei mir kam eines Tages der Trainer auf mich zu und erklärte, dass ich ein Niveau erreicht hätte, wo ich mich für eine Förderung entscheiden müsse. Abends nach der Arbeit zu trainieren, würde nicht reichen, um in die Weltspitze aufzurücken.“ Auch für Feck, Hausdings Partner vom Dreimeterbrett, ist die Förderung der Bundeswehr unverzichtbar. „Ansonsten würden viele Sportarten einfach aussterben und darunter würde dann auch die Vielfalt des Breitensports leiden“, so Feck.

Die Sportsoldaten Stephan Feck und Patrick Hausding (re) beim Wasserspringen im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft in Rostock.

Die Sportsoldaten Stephan Feck und Patrick Hausding (re) beim Wasserspringen im Trainingslager der deutschen Nationalmannschaft in Rostock.

Foto: © Bundeswehr / Sebastian Wilke

Sportliche Botschafter der Bundeswehr

Alle drei wünschen sich nicht nur eine Medaille in Rio, sondern auch, dass der permanente Leistungsdruck, der auf den Sportsoldaten lastet, mehr Anerkennung findet. Denn was viele nicht wissen: Die Förderplätze sind streng limitiert und der Konkurrenzdruck ist entsprechend hoch. Außerdem werden die Verträge nicht auf eine bestimmte Verpflichtungszeit festgelegt, sondern nur von Jahr zu Jahr verlängert – und dass auch nur, wenn die Leistung stimmt.
„So wie andere innerhalb der Bundeswehr ihren jeweiligen Auftrag haben, erfüllen auch wir den unsrigen und geben dafür alles“, so Hausding.


„Nimmt man den Slogan 'Wir. Dienen. Deutschland.', dann dienen auch wir Deutschland. Schließlich repräsentieren wir unser Land weltweit.“