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Mach, was wirklich zählt.

Symbolbild
Ein blonder Soldat lächelt in die Kamera

Portrait

Foto: © Bundeswehr / Marc Tessensohn

Als CIMIC-Analyst nah an den Menschen

Hallo, ich bin Hauptmann Dominik D., 28 Jahre alt und wohne seit kurzem in Kopenhagen. Ich habe meine ersten Erfahrungen mit der Bundeswehr von 2008 bis 2009 während meines freiwilligen Wehrdienstes machen können und leiste seit 2012 regelmäßig Reserveübungen im Bereich der Zivil-Militärischen Zusammenarbeit (CIMIC). Hier kann ich mein Wissen aus dem Studium der humanitären Hilfe perfekt in die Praxis umsetzen. Normalerweise arbeite ich in einer Forschungsgruppe im Bereich der Konfliktforschung in Tromsö, Norwegen. Während einer Forschungsreise nach Mali konnte ich letztes Jahr bereits erste Eindrücke über diesen Einsatz sammeln.


Zwei Soldaten knien vor eine einer großen Tafel und besprechen sich.

Im Planungsbüro

Foto: © Bundeswehr / Marc Tessensohn

Das ist meine Aufgabe im Einsatz

Hier im Einsatz gehöre ich der Aufklärungskompanie des deutschen Einsatzkontingentes an und arbeite in der ASIC. Dahinter verbirgt sich die „ALL SOURCE INFORMATION CELL“ in der wir mit Kameraden aus verbündeten Staaten und Partnerländern zusammenarbeiten. Bei uns landen alle Informationen von Soldaten, die im Kontakt zur einheimischen Bevölkerung stehen. Das kann im Rahmen von CIMIC sein, was auch den Schwerpunkt meiner Arbeit darstellt. Dazu gehören aber auch die Informationen unserer anderen Kräfte, die in der Region unterwegs sind. Mein Schwerpunkt liegt hierbei speziell im Bereich der zivil-militärischen Zusammenarbeit. Nachdem wir alle Informationen gesammelt haben, beurteilen wir diese und legen der Führung unsere Analysen vor.

Das macht meine Tätigkeit hier besonders

Für mich ist diese Tätigkeit hier in Gao besonders, weil ich eine Kombination meiner normalen Arbeit und dem Dienst habe. Hier kann ich die Theorie aus meiner Forschungsgruppe in der Praxis ausüben und habe eine „Real Picture Experience“. Durch mein Studium im Bereich der Humanitären Hilfe in Tromsö habe ich ein breitaufgestelltes Netzwerk, wodurch ich sogar im UN Force Headquarters in Bamako einen alten Kommilitonen „sitzen“ hatte. Dadurch konnte ich schon einige Kontakte zwischen der Bundeswehr mit sogenannten NGOs (Nichtregierungsorganisationen) vermitteln. Das Arbeiten mit so vielen verschiedenen Nationen und NGOs ist immer eine Herausforderung. Trotzdem sieht man hier im Land einen guten Ansatz der vernetzten Arbeitsweise zwischen MINUSMA und zivilen Organisationen.

Dominik D. kniet neben einigen Kindern in der Wüste

Im Außeneinsatz

Foto: Bundeswehr

Das vermisse ich hier am meisten

Am meisten vermisse ich hier meine Familie und Freunde. Ich denke, dass ich während der Zeit hier in Mali viele neue Eindrücke sammle und mich persönlich weiterentwickle. Das kann aber nicht ganz die sozialen Aspekte in der Heimat, auf die ich im Einsatz verzichte, aufwiegen und daher freue ich mich auf das Wiedersehen mit allen meinen Lieben. Dazu vermisse ich als Triathlet natürlich ausgiebige Laufstrecken, die es hier in einem relativ kleinen Camp nicht gibt. Zudem vermisse ich die skandinavische Kühle und Wandertouren in meiner nordischen Heimat.



Das sind meine Pläne, meine Wünsche und Grüße
Zwei Soldaten stehen auf einer Dorfstraße.

Auf der Straße

Foto: Bundeswehr

Nach meinem Einsatz werde ich, bevor ich die Forschung für meine Promotion weiter verfolge, eine zweimonatige Auszeit im Norden von Norwegen und Schweden nehmen. Für die Zukunft strebe ich weiterhin an, für die Bundeswehr im Bereich CIMIC und Friedensoperation tätig zu werden. Meinen Kameraden im Einsatz wünsche ich eine erfolgreiche Zeit und dass alle unbeschadet nach Hause zurückkehren werden.

Autor: Dominik D.