Mach, was wirklich zählt.

Fahrzeuge bei der Abfahrt
Eine Gruppe Militärpolizisten vor ihren Einsatzwagen im Kosovo

Feldjaegerzug

Foto: ©Bundeswehr / H. Dritan

Gerade im Einsatz stehen die Frauen und Männer der Militärpolizei ihren Kameraden zur Seite. 

„Wir sind in allererster Linie Dienstleister für die Truppe, auch wenn das häufig anders gesehen wird“, erklärt Hauptmann Ferdinand S., Zugführer des deutschen Feldjägereinsatzzuges  in Prizren. Die Militärpolizisten unterstehen im Einsatz direkt dem Kontingentführer und sind für die Aufrechterhaltung der militärischen Ordnung und Disziplin verantwortlich. 


Die Einhaltung von Straßenverkehrs- und Verhaltensregeln gehört zum Aufgabenbereich des Militärischen Ordnungsdienstes. „Wir leben hier im Einsatz auf engerem Raum zusammen als in der Heimat. Da ist es wichtig, dass man Rücksicht nimmt und beispielsweise die Nachtruhe einhält, damit am nächsten Tag alle gut ausgeruht ihrem Dienst nachgehen können“, so Ferdinand S., der Zugführer. Wenn nötig, setzen sie die Verhaltensregeln durch bestimmtes Auftreten durch.


Der verantwortliche Feldjägeroffizier lehnt an seinem EInsatzwagen.

Hauptmann Ferdinand S.

Foto: ©Bundeswehr / H. Dritan


Spurensuche wie bei der Kripo

Die Feldjäger können jedoch noch deutlich mehr. Sie sind beispielsweise dafür ausgebildet, ein komplettes Disziplinarverfahren, bis hin zur abschließenden Entscheidung des jeweiligen Disziplinarvorgesetzten zu führen. Dazu ermitteln sie im Auftrag des zuständigen Disziplinarvorgesetzten und nutzen dabei die gesamte Bandbreite ihres Fachgebiets der Erhebungen und Ermittlungen. 

Zwei der Soldaten des Feldjägereinsatzzuges sind dafür speziell ausgebildet. Als Erheber und Ermittler lassen sie sich im Vergleich zur Polizei hinsichtlich ihrer Qualifikation zwischen der Spurensicherung und der Kriminalpolizei einordnen. Bei Gefahr im Verzug oder zur allgemeinen Gefahrenabwehr können sie Beweismittel auch selbständig sichern, etwa bei einem Fund von nicht zur Wirkung gelangter Munition.

Ein Feldjäger überprüft die Ladungssicherheit in einem militärischen Kleinbus.

Kontrolle

Foto: ©Bundeswehr / H. Dritan


Tempokontrollen und Ladungssicherung

Der Militärische Verkehrsdienst umfasst nicht nur die Überwachung von Tempo und Abstand der deutschen -Fahrzeuge. Bei jeder Verkehrskontrolle werden auch die Fahrerlaubnis des Fahrers, der schriftliche Fahrauftrag und die Ladungssicherung überprüft. „Das Fahrverhalten und die Unterlagen stimmen meist, jedoch wird die Ladungssicherung von einigen Kameraden manchmal noch etwas stiefmütterlich gehandhabt. Bislang mussten wir aber keine Meldungen erstellen, mündliche Belehrungen waren ausreichend“, resümiert der Feldjägeroffizier. 

Bei Bedarf erklären die Militärpolizisten geduldig, wie ein Ladungssicherungsnetz sinnvoll genutzt und die Ladung möglichst sicher verstaut werden kann. Auch hier geht es ihnen darum, dass alle Soldaten zunächst sicher in das Feldlager und – nach ihrem Einsatz – zu Familie und Freunden zurückkehren können. Zu den Aufgaben der Feldjäger gehört auch der Bereich des Personenschutzes. Vollwertigen Personenschutz können und müssen die deutschen Feldjäger bei  zwar nicht leisten, hochrangige Besucher werden jedoch im Rahmen des Lotsendienstes und des Begleitschutzes unterstützt.

Ein Feldjäger bespricht sich mit zwei kosovarischen Polizisten

Gute Zusammenarbeit

Foto: © Bundeswehr / H. Dritan


Hand in Hand: Feldjäger und Kosovo Police

Dabei gibt es auch immer wieder Berührungspunkte zur lokalen Polizei. Die Zusammenarbeit mit den kosovarischen Kollegen funktioniert gut. So finden regelmäßige Treffen mit dem Chef der Verkehrspolizei und dem Polizeipräsidenten von Prizren statt. In freundschaftlicher Atmosphäre werden dabei Informationen ausgetauscht. Auch gemeinsame Verkehrskontrollen finden statt. Die Polizisten kümmern sich dann um zivile Fahrzeuge, die Feldjäger überwachen den -Verkehr der deutschen -Fahrzeuge. 

„Ein Gebot des Respekts und des Miteinanders ist für uns auch die Information der Kosovo Police über Übungen außerhalb des Feldlagers“, so Hauptmann Ferdinand S., der sich mit den kosovarischen Kollegen auch bei Verkehrsunfällen mit deutscher -Beteiligung austauscht. „Wir erhalten ihren Unfallbericht, der für die weitere Schadensbearbeitung in Deutschland von Bedeutung ist und wichtige Informationen für unseren Bericht liefert. Auch da funktioniert die Zusammenarbeit.“ Bleibt zu hoffen, dass das nicht allzu oft gefordert sein wird.