Mach, was wirklich zählt.

Getarnte Spähfahrzeuge der Bundeswehr stehen auf einem Waldweg
Ein Soldat schaut aus einer Fahrzeugluke heraus

Oberstabsgefreiter Rene Basler

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Fünf Streifen für Erfahrung - der Oberstabsgefreite

Oberstabsgefreiter Basler hat es bis zum höchsten Dienstgrad in der Laufbahn der Mannschaften geschafft. Er ist der Fahrer eines Fenneks und ein erfahrenes Mitglied seines Aufklärungsteams.

Der Fennek sucht sich seinen Weg durch das Unterholz. Mühelos nimmt er jede Bodenwelle. Leise surrt der Motor. Die Flache Silhouette des Spähwagens verschwimmt mit den Kiefernstämmchen. Oberstabsgefreiter Basler steuert sein Gefährt in eine Beobachtungsstellung auf dem Übungsplatz in Augustdorf. Das ist der Standort der Aufklärungskompanie 210. Sie gehört zur Panzerbrigade 21 und hat den Auftrag die Spähaufklärung für die Brigade sicherzustellen. Zur Bodengebundenen Aufklärung stehen der Kompanie drei Fennekzüge mit jeweils vier Fahrzeugen zur Verfügung.


Vom Maurer zum Aufklärer

Gepanzertes Fahrzeug im Feld

Der Fennek beobachtet aus seinem Versteck

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Rene Basler kommt gebürtig aus Köthen, das ist bei Halle. Vor seiner Bundeswehrzeit absolvierte er eine Maurerlehre. Von meinen Freunden erhielt ich die ersten Informationen über den Dienst bei der Bundeswehr. "Ich wollte die geschilderte Kameradschaft auch erleben“, sagt der heutige Oberstabsgefreite rückblickend. Bei seiner Musterung unterschrieb er für den freiwilligen Wehrdienst auf 23 Monate. Am 1. Januar 2003 trat er dann seinen Dienst in Sontra, bei der 5. Kompanie des Panzeraufklärungsbataillons 5, an. Es folgte die Allgemeine Grundausbildung und die Fahrschulausbildung Klasse C (LKw). Mit der Versetzung in die Panzeraufklärungskompanie 210 war Basler als Kraftfahrer auf dem Spähpanzer Luchs eingesetzt.


Die Umgliederung brachte Veränderungen

Der Innenraum eines Spähfahrzeuges der Bundeswehr

Der Innenraum des Fennek

Foto: © Bundeswehr / FMZ ArtSchule

"Das war eine sehr schöne Zeit. Es hat Spaß gemacht, das Klima in der Kompanie hat gestimmt und ich bin mit den Leuten gut klargekommen“, sagt Basler.

Das sei letztlich der Grund für seinen Antrag auf Soldat auf Zeit für vier Jahre gewesen. Der Wunsch immer in der gleichen Kompanie zu verbleiben erfüllte sich für ihn, jedoch mit einem Standortwechsel. Im Oktober 2006 zog er mit dieser von Sontra nach Augustdorf in Westfalen. Anschließend wurde die Kompanie in Aufklärungskompanie 210 umbenannt. Die neuen Spähwagen Fennek waren dann die Gefechtsfahrzeuge. Für Basler ergab sich die Möglichkeit Soldat auf Zeit auf acht Jahre zu werden und diese ließ er sich natürlich nicht entgehen


Schön war die Zeit

Basler wurde am 1. August 2007 zum Oberstabsgefreiten befördert. Ein Dienstgrad der nicht oft in der Truppe zu sehen ist. Die fünf Streifen auf seiner Schulterklappe zeigen jedem nach außen seine Diensterfahrung. So hat Basler bereits an zwei Auslandseinsätzen teilgenommen: einen in Bosnien und den zweiten in Afghanistan. „Ich habe viel dabei gesehen, auch Elend, seitdem bin ich um Einiges nachdenklicher geworden“, blickt der Oberstabsgefreite zurück. Neben den Einsätzen seien Übungen und die Bewachung von US- Liegenschaften nachhaltige Erlebnisse gewesen. Basler kann am 1. Oktober 2009 in seine Berufsausbildungszeit gehen. 15 Monate während der Dienstzeit und 21 Monate danach stehen ihm zur Verfügung um sich wieder für seinen Eintritt ins Zivilleben fit zu machen. Was er letztendlich daraus machen wird, müsse er sich noch überlegen. Bis dahin hat er aber noch Zeit. Er wird weiterhin zwischen Kaserne und seinem Heimatwohnort pendeln und an noch vielen Ausbildungen und Übungen teilnehmen. „Ich habe bislang die Zeit beim Bund nicht bereut. Das lag mit daran, dass ich immer in derselben Kompanie war und nicht zuletzt das ich auch einen tollen Spieß (Kompaniefeldwebel) hatte“, lächelt Oberstabsgefreiter Basler.


Autor: PIZ Heer