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Mach, was wirklich zählt.

Symbolbild
Profilbild des Soldaten Sebastian Fröbel

Oberfeldwebel Sebastian Fröbel

Foto: © Bundeswehr

Mein Beruf: Mechatroniker und Instandsetzer

Oberfeldwebel Sebastian Fröbel dient in der Einsatzkompanie Multinationales Kommando Operative Führung in Ulm. Er ist seit 2010 Soldat und sagt: „Ich bin Mechatroniker und Instandsetzer für Stromerzeugeraggregate und Klimaanlagen. Mein Job im Gefechtsschaden-Instandsetzungszug ist sehr vielfältig und ich bin froh, ihn ausüben zu dürfen.“ 



Mechatroniker statt Offizier

Schon als Jugendlicher wollte der Thüringer zur Bundeswehr und am liebsten im Bereich Elektrotechnik arbeiten. „Für mich war nach dem Abitur schnell klar, dass ich zur Bundeswehr gehen werde. Ich wollte Mechatroniker werden. Allerdings habe ich zuvor eine Ausbildung zum elektrotechnischen Assistenten gemacht. Für mich war in der Schule schon klar, dass ich beim Arbeiten Hirn und Hand verwenden möchte. Elektrotechnik und vor allem die Automatisierungstechnik lag da natürlich nah. Es gefällt mir, wenn sich etwas bewegt, nachdem ich es programmiert habe“, erklärt Fröbel.

Nach dem Gespräch mit dem Wehrdienstberater führte ihn sein Weg nach Köln. Dort sollte er auf seine Offizierseignung geprüft werden. „Auf Grund meines Abiturs und meiner Ausbildung bestand für mich die Möglichkeit Elektrotechnik zu studieren. Allerdings habe ich festgestellt, dass ich näher am Soldaten arbeiten möchte. Die administrativen Aufgaben eines Offiziers liegen mir nicht. Deswegen habe ich mich für die Laufbahn des Feldwebels entschieden.“ Statt zu studieren, wurde er zum Mechatroniker ausgebildet.

Vielschichtige Ausbildung
In der Werkstatt abreiten zwei Soldaten

In der Werkstatt

Foto: Bundeswehr / J. Pushparaja- Hoof

Der Oberfeldwebel erläutert: „Meine gesamte Ausbildung bei der Bundeswehr hat bisher fünf Jahre gedauert. Im November dieses Jahres bin ich voll ausgebildet. Dazu gehört natürlich der militärische Teil, wie die Grundausbildung, der Feldwebelanwärterlehrgang und der militärfachliche Teil für die Heereslogistikgruppe. Das dauert sechs Monate. Dazu habe ich natürlich noch einen Englisch-Lehrgang absolviert. Selbstverständlich habe ich die Meisterausbildung zum staatlich geprüften Elektrotechniker gemacht. Und hierzu kamen noch einige weiterführende Lehrgänge, die mich auf meine Fachrichtung Stromerzeuger und Klimaaggregate spezialisiert haben.“ In Ulm arbeitet er mit einer kleinen Gruppe Kameraden an vielen unterschiedlichen Aufgaben. Sein Dienst ist jeden Tag anders und ab und zu auch nicht mit seinem Beruf verbunden.

Zwei Soldaten arbeiten mit einer Flex.

Bei der Arbeit

Foto: @ Bundeswehr / J. Pushparaja-Hoof

Abwechslungsreicher Dienst

„Mein Tagesdienst besteht normalerweise daraus, das gesamte elektrotechnische Material am Standort zu prüfen, zu warten und Instand zu setzen. Allerdings variiert das auch. Manchmal weiß ich erst frühs, ob ich im Büro sitze und Aufträge verteile, also eine klassische Meisterarbeit mache, selbst schraube oder ob ich auf der Schießbahn bin. Dort bilde ich dann die Soldaten im neuen Schießausbildungskonzept aus. Trotz einer gewissen Routine wird es nicht langweilig“, stellt Fröbel fest.

 

Sein Job ist aber nicht immer einfach. Immer wieder treten Konflikte auf, die gelöst werden müssen. Das sieht der 29-Jährige aber gelassen: „Vor Konflikten habe ich keine Angst. Es gibt sie immer wieder, sei es logistisch, materiell oder personell. Obwohl wir alle Soldaten sind, können zwischenmenschliche Probleme auftreten. Die räumt man bei einem Gespräch aus dem Weg. Alles andere wird durch das Fachwissen und Können aller gelöst. Nichts ist zufriedenstellender, wenn man abends im Bett liegt und man sich sagen kann, welche Hindernisse man heute überwunden hat. Wäre alles einfach, wäre meine Arbeit irgendwann langweilig und ich wäre unmotiviert.“

Nächstes Ziel: Einsatz

Seiner Zukunft bei der Bundeswehr sieht Sebastian Fröbel positiv entgegen und hat auch schon genaue Vorstellungen davon: „Ich führe eine Verwendung aus, die mir Spaß macht. Ich glaube, jedem Meister macht es Spaß, das zu tun, wofür er gemacht wurde. Und ich hoffe, dass das auch so bleibt. Sobald ich im November vollausgebildet bin, möchte ich so schnell wie möglich in einen Einsatz. Ich hoffe nächstes Jahr die einsatzvorbereitende Ausbildung machen zu können, um dann im Kosovo oder in Mali meinen Dienst zu leisten.“

Sein Weg

2009Einstieg in die Bundeswehr und Feldwebelanwärterlehrgang
2009-2011Ausbildung zum Mechatroniker
2013Einsatzkompanie Multinationales Kommando Operative Führung
2013Lehrgang zum Elektroinstallateur für Stromerzeuger- und Klimaaggregate
2014Meisterprüfung


Autor: Franziska Braeschke