Mach, was wirklich zählt.

Dienststelle 81 für Informationstechnologie
Der Gredinger Dom

Der Gredinger Dom

Foto: © Bundeswehr

DER IT-TÜV DER BUNDESWEHR

In der Informationstechnologie und Elektronik gibt es keinen Stillstand: neue Technik, neue Entwicklungen, neue Herausforderungen. Die Bundeswehr muss dabei mithalten und oft sogar noch weit voraus sein. Das Motto lautet: in die Zukunft denken, testen, Möglichkeiten ausloten. Alles mit dem Ziel, den Auftrag der Bundeswehr zu erfüllen und dabei die Sicherheit der Angehörigen der Bundeswehr zu verbessern. Dafür gibt es insgesamt sechs „Wehrtechnische Dienststellen“ (WTD). Jede ist auf einen bestimmten Bereich spezialisiert.

Bei der WTD 81 im mittelfränkischen Greding dreht sich alles um IT und Elektronik. Rund 260 Beschäftigte – überwiegend Technikerinnen und Techniker sowie Ingenieurinnen und Ingenieure – entwickeln, testen und prüfen alles, was in der Bundeswehr mit Mensch und Technik zu tun hat. Denn Computer und IT gibt es überall, gleich, ob etwa im Heer, im Sanitätsdienst oder im zivilen Bereich. Bevor etwas aus dem Bereich Elektrotechnik für die Bundeswehr beschafft oder modifiziert wird, sind immer die Expertinnen und Experten in Greding gefragt. Und egal, ob ein einzelner Kompass getestet oder ein Hubschrauberflug simuliert wird: Die WTD 81 verfügt über die nötige Infrastruktur.

Der IT-TÜV der Bundeswehr.

Der IT-TÜV der Bundeswehr.

Foto: © Bundeswehr

DER „GREDINGER DOM“: EINZIGARTIG IN EUROPA

Ein besonderer Ort für die Forschung ist der „Gredinger Dom“ in der WTD 81. Seine silberne Kuppel ist mit einem Außendurchmesser von 46 Metern größer als die des Petersdoms in Rom. Im Inneren des „Doms“ verbirgt sich eine einzigartige Zielsimulationsanlage. Realitätsnahe Gefechtsszenarien werden hier wie in einem IMAX-Kino auf die speziell beschichteten Kuppelwände projiziert – selbst Überflüge lassen sich auf einer Fläche von 2.200 Quadratmetern mit 27 Projektoren problemlos simulieren. Tests können so jederzeit wiederholt werden und sind damit immer vergleichbar. Das vermeidet Kosten und schont die Umwelt.


DIESE KOMBINATION VON SIMULATOREN IST IN DEUTSCHLAND EINMALIG

Hubschrauber im Test

Hubschrauber im Test

Foto: © Bundeswehr

Die WTD 81 verfügt außerdem über eine von Europas größten voll abgeschirmten Hallen für Untersuchungen der elektromagnetischen Verträglichkeit. Im Fokus steht dann die Frage: Stören die elektromagnetischen Effekte beispielsweise eines Waffensystems andere eingesetzte Geräte? Sogar größtes Gerät kann hier getestet werden: Auch Hubschrauber und Panzer passen durch das zehn mal zehn Meter großes Schiebetor und können auf einer Hubdrehbühne von neun Metern Durchmessern und einer Tragkraft von 60 Tonnen untersucht werden. Je gründlicher und frühzeitiger die elektromagnetische Verträglichkeit geprüft werden kann, desto besser. So tragen die Expertinnen und Experten in Greding dazu bei, den Einsatz von Technik in der Bundeswehr sicher zu machen.