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Die Laufbahn der Fachunteroffiziere.

Die Laufbahn der Fachunteroffiziere.

Foto: © Bundeswehr

Unteroffizier der Reserve

Als Unteroffizier der Reserve mit vorläufigem Dienstgrad übernehmen Sie Tätigkeiten, die mit denen der zivilen Gesellen- bzw. Facharbeiterebene vergleichbar sind. Diese Laufbahn in der Reserve ist vorrangig für Bewerberinnen und Bewerber gedacht, die als Soldatin/ Soldat eine Spezialtätigkeit anstreben bzw. ihre beruflichen Kenntnisse bei der Bundeswehr anwenden und vertiefen wollen.

Ihr Beruf

Sie sind qualifiziert. Sie sind engagiert. Sie sind Reservist.

Ihre Aufgaben auf einen Blick

Der Einstieg als Unteroffizier der Reserve mit einem vorläufig höheren Dienstgrad bietet Ihnen, wenn Sie über eine Gesellenprüfung in einem zivilen Beruf oder einer vergleichbaren Qualifikation verfügen, die Möglichkeit, sich als Reservistendienst Leistende/ Leistender zu engagieren. 

Die individuelle Verwendung wird mit Ihnen im Verlauf Ihrer Einplanung vorgenommen. Ihre Aufgaben können von der Truppführung bis hin zur fachspezifischen Verwendung wie beispielsweise in der Medienproduktion oder Instandsetzung reichen. Die Verwendung ist abhängig von Ihrer Qualifikation, der Eignung sowie dem Bedarf der Streitkräfte.

Voraussetzungen

Dieses Verfahren richtet sich nach § 22 Absatz 5 der Soldatenlaufbahnverordnung (SLV).
Unter anderem bedeutet das:

Es muss ein dienstlicher Bedarf bestehen, der mit vorhandenen Reservistinnen und Reservisten nicht gedeckt werden kann.
Darüber hinaus muss es sich bei den zu besetzenden Beorderungsdienstposten (Besetzung eines Dienstpostens mit einer Reservistin oder Reservisten) um einen struktursicheren Dienstposten handeln.
Bei den zivilberuflichen Qualifikationen muss es sich um verwertbare Berufsabschlüsse nach dem Berufsbildungsgesetz handeln, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der geplanten militärischen Verwendung stehen.

Diese sogenannte Verwertbarkeit ist in einem streitkräftegemeinsamen Ausbildungs- und Verwendungskatalog geregelt, der einer ständigen Aktualisierung unterliegt.

Einkommen

Als Reservistendienst Leistende/r erhalten Sie unterschiedliche, an Ihre persönlichen Lebensverhältnisse angepasste Leistungen nach dem Unterhaltssicherungsgesetz.

Hier sehen Sie ein Beispiel für die Gewährung einer Mindestleistung, die an die Nettobesoldung von Soldatinnen und Soldaten angeglichen wurde und je nach Dienstgrad, familiärem Status und Verwendungsdauer variiert.

Mindestleistung:

DienstgradTagessatz (netto)
Reservistendienst Leistende/ -r ohne KindReservistendienst Leistende/ -r mit einem unterhaltsberechtigten KindReservistendienst Leistende/ -r mit zwei unterhaltsberechtigten KindernReservistendienst Leistende/ -r mit drei unterhaltsberechtigten Kindern
Stabsunteroffizier, Obermaat61,92 €72,58 €75,43 €84,05 €

Für weitere Informationen zur Besoldung klicken Sie bitte hierLink öffnet sich in neuem Fenster.

Beratung und Bewerbung

Wenn Sie für eine Verwendung als Unteroffizier in Betracht kommen, müssen Sie für diese natürlich individuell ausgebildet werden. Diese Ausbildung erstreckt sich über einen längeren Zeitraum. Die Ausbildung in der Reserve, analog zur aktiven Personalführung, soll grundsätzlich nach drei Jahren abgeschlossenen sein. Dies kann im Einzelfall mehrwöchige Lehrgänge, aber durchaus auch eine mehrmonatige Ausbildung bedeuten. Die Ausbildung lässt sich in einen allgemeinmilitärischen sowie einen militärfachlichen Teil untergliedern. Zu Beginn Ihrer Beorderung wird zusammen mit Ihnen und Ihrem Beorderungstruppenteil eine individuelle Ausbildungsplanung durch das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr erstellt.

Verleihung des endgültigen Dienstgrades

Der vorläufig verliehene Dienstgrad wird nach erfolgreichem Abschluss der Laufbahnausbildung und Zuerkennung der für die Beorderungsverwendung erforderlichen Ausbildungs- und Tätigkeitsbezeichnung, in Verbindung mit der nachfolgenden Voraussetzung, endgültig verliehen:

Sie haben mindestens 24 Tage in der Verwendung, für welche Ihnen der vorläufige Dienstgrad verliehen wurde, geleistet, von denen wenigstens 12 Tage zusammenhängend absolviert wurden.

Ihre Eignung für den Dienstgrad und die Verwendung wurde durch eine Beurteilung Ihres Disziplinarvorgesetzten nachgewiesen.

Den endgültig verliehenen Dienstgrad können Sie, im Gegensatz zu vorläufig verliehenen Dienstgraden, nach Beendigung Ihrer Beorderung nicht wieder verlieren.

Bis zur Verleihung des endgültigen Dienstgrades besteht keine Möglichkeit an besonderen Auslandsverwendungen teilzunehmen oder in anderen Verwendungen Reservistendienst zu leisten.

Ihre Bewerbung

Als Bewerbung schicken Sie uns bitte, neben dem online bereitgestellten Antrag für die Einstellung als Unteroffizier mit vorläufig höheren Dienstgrad, folgende Unterlagen zu:

  • Einverständniserklärung für eine Beorderung
  • Einverständniserklärung zur Anforderung der benötigten Gesundheitsunterlagen
  • Beglaubigter Nachweis über den Berufsabschlusses (z.B. Gesellenbrief)
  • Beglaubigte Kopie des Abschlusszeugnisses der schulischen Ausbildung
  • Tabellarischer Lebenslauf
  • Beglaubigte Kopie der Abstammungsurkunde (bei Ungedienten)
  • Aussagekräftige Beschäftigungsnachweise (z. B. Arbeitszeugnisse) aus denen die Dauer der beruflichen Tätigkeit zweifelsfrei hervorgeht

Bewerbungsanschrift

Senden Sie Ihre Bewerbung bitte an

Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
Sachgebiet VI 1.2.2
Luisenstraße 109
53721 Siegburg


Sollten Sie bereits in Kontakt mit einem bestimmten Truppenteil stehen und der Truppenteil einen geeigneten Dienstposten zur Beorderung (Besetzung eines Dienstposten mit einer Reservistin oder Reservisten) für Sie aufzeigen kann, bitten wir Sie Ihre Bewerbung über den Truppenteil an das Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr zu übermitteln.