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Aufklärung vom Fuchs aus

Ein Soldat beobachtet von einem Transportpanzer Fuchs aus die Umgebung mit einem Feldstecher
Ein Soldat kniet vor einem landenden UN-Hubschrauber am Boden und weißt den Hubschrauber ein.

Über weite Distanzen muss die Versorgung der Einsatzkräfte auf dem Luftweg erfolgen.

Foto: Bundeswehr / Daniel Bries

Die Augen und Ohren des Kontingents

Die Soldaten des deutschen Einsatzkontingents MINUSMA (Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali) operieren regelmäßig im Auftrag der Vereinten Nationen um den Stationierungsort Gao. Sie liefern dabei wertvolle Aufklärungsergebnisse und zeigen darüber hinaus Stärke.

Stabilität für die Region

Der Norden Malis ist zu großen Teilen unwirtlich trocken, felsig und daher dünn besiedelt. Große Landstriche sind menschenleer. Außerhalb der Städte sind staatliche Einrichtungen schwer zu finden. Polizei- oder Militärstützpunkte verteilen sich über große Entfernungen. Kriminelle Banden oder Terroristengruppen nutzen diese Situation oft aus. Südlich von Gao verlaufen wichtige Straßenverbindungen in das Nachbarland Niger. 

Hier kommt es immer wieder zu Übergriffen auf Hilfskonvois und Fahrzeuge ziviler Transportunternehmen. Eine militärische Operation der Vereinten Nationen soll die willkürliche Gewaltanwendung stoppen. Blauhelmtruppen der MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali unterstützen hier die malischen Sicherheitsbehörden, den Menschen in der Region Gao Stabilität zu bringen.

Ein Schützenpanzer Fuchs befährt mit andern Fahrzeugen eine staubige Wüstenpiste und verursacht eine große Staubwolke

Auch geringe Geschwindigkeiten verursachen dichte Staubwolken auf den Buckelpisten – eine Herausforderung für die Kraftfahrer.

Foto: Bundeswehr / Daniel Bries

Aufklärung ist erforderlich

Bevor eine militärische Operation ausgeführt werden kann, benötigen die Planer zahlreiche Informationen über das betreffende Einsatzgebiet. Das deutsche Einsatzkontingent in Gao erhält den Auftrag, das Lagebild zu verdichten. Das bedeutet, Antworten auf die Fragen der Planer zu liefern. Mit ihren modernen Sensorsystemen erfassen sie Fahrzeugbewegungen aus der Luft und vom Boden aus. Diese liefern hochauflösende Fotos oder einfach nur Angaben über den Zustand von Wegen und Dörfern.

Zwei Transportpanzer Fuchs parken dicht aneinander um eine "Wagenburg" für die Nacht zu bilden.

Für das Nachtlager wird eine Wagenburg errichtet. Die Sanitäter befinden sich in der Mitte, die Rundumsicherung außen.

Foto: Bundeswehr / Daniel Bries

Herausforderung für Mensch und Gerät

Mehrere Wochen verbringen die deutschen Soldaten in ihrem großräumigen Einsatzgebiet. „Das ist schon eine echte Herausforderung für die Männer und die Fahrzeuge. Das scharfkantige Gestein macht unseren Reifen ganz schön zu schaffen“, gibt Hauptfeldwebel Tim W. seine Eindrücke wieder. Reifenpannen sind keine Seltenheit. Mobilität ist überlebenswichtig, Beweglichkeit ein Element der Operationsführung. Schnellstmöglich werden die Gefechtsfahrzeuge wieder fit gemacht. UN-Hubschrauber bringen Reifen, Ersatzteile und Wasser.

Präsenz schreckt ab

Immer wieder werden festgelegte Positionen bezogen, beobachtet oder mit der Bevölkerung gesprochen. Gleichzeitig zieht hoch am Himmel eine Aufklärungsdrohne ihre Kreise. Ihre Kameras erfassen jede Fahrzeugbewegung. Tim W. ist zufrieden: „Allein unsere Anwesenheit hier schreckt Kriminelle ab.“ Es bleibt deshalb ruhig. Die Operation kann ohne Zwischenfälle beendet werden. Mit gewonnenen Erkenntnissen können die Infanterieverbände der Vereinten Nationen wenig später ihre Missionen planen und für ein Stück mehr Sicherheit in Mali sorgen.



Autor: PAO MINUSMA