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Mach, was wirklich zählt.

Der Truppführer (l.) weist dem Granatmaschinen-Bediener die Ziele zu.

Der Truppführer (l.) weist dem Granatmaschinen-Bediener die Ziele zu.

Foto: © Bundeswehr / Mario Leinen

Fallschirmjäger: Bereit für den Einsatz in Mali

Vom 9. bis 19. April haben Soldatinnen und Solda­ten des Fall­schirm­jäger­regi­mentes 26 und der Luftlandeaufklärungskompanie 260 im Gefechts­übungs­zentrum Heer in Letzlingen gemeinsam geübt.

Es war der Abschluss ihrer einsatzvorbereitenden Ausbildung. Gemeinsam stellen sie Kräfte der Objektschutzkompanie des 8. Einsatz­kontin­gentes MINUSMA in Mali.

Die Fallschirmjäger und die Luftlandeaufklärer haben sich bereits Anfang des Jahres im Schießausbildungszentrum Munster auf die abschließende Übung vorbereitet.

​Unter realitätsnahen Bedingungen mussten die Kompanien in verschiedenen Szenarien bestehen. Im Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ) gab es für die Soldaten der Luftlandebrigade 1 erneut viele herausfordernde Situationen.


Schnelles Handeln gefragt
Schnelles Reagieren: der Verwundete muss umgehend aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.

Schnelles Reagieren: der Verwundete muss umgehend aus dem Gefahrenbereich gebracht werden.

Foto: © Bundeswehr / Mario Leinen

Eine Patrouille fährt über eine unbefestigte Straße. Plötzlich ein lauter Knall – überall ist Rauch. Ein Fahrzeug der Patrouille ist auf eine Sprengfalle aufgefahren. Zwei Soldaten der Besatzung sind verwundet.

Sofort wird die Anschlagsstelle abgeriegelt und die Soldaten beginnen mit der Erstversorgung ihrer verwundeten Kameraden. Einige Verwundungen sind so schwerwiegend, dass die Hilfe vor Ort nicht ausreicht.

Der Zugführer befiehlt die Alarmierung eines Rettungshubschraubers, der die Verwundeten ausfliegen soll.


Luftunterstützung durch NH-90 FAM
Ein schneller Abtransport des Verwundeten steigert die Überlebenschance - auch hier ist Teamwork gefragt.

Ein schneller Abtransport des Verwundeten steigert die Überlebenschance - auch hier ist Teamwork gefragt.

Foto: © Bundeswehr / Mario Leinen

Wenig später sind die erlösenden Rotorengeräusche zu hören. Zwei Mehrzweckhubschrauber NH-90 FAM (Forward Air MedEvac), die speziell für solche Aufträge ausgestattet sind, nähern sich. Ein Soldat markiert die Landezone mit Rauch. Ein NH-90 FAM landet, der andere fliegt zum Schutz kreisend über ihm.

In kürzester Zeit haben die Soldaten die Verwundeten in den Helikopter gebracht. Der Hubschrauber hebt ab und fliegt die Kameraden zur weiteren Behandlung aus.


Hart aber erfolgreich

Ziel war es, durch komplexe Lagen das Zusammenwirken der verschiedenen Elemente zu festigen. Immer wieder mussten sich die Soldaten herausfordernden Situationen wie IED-Anschläge, Hinterhalte und das Retten und Bergen von Verwundeten unter simuliertem Feindbeschuss stellen. Bei Übungsende hieß es dann: "Auftrag erfüllt".

Die Soldaten der Luftlandebrigade 1 stellen die Kräfte der Objektschutzkompanie des 8. Einsatzkontingentes MINUSMA. Beginnend ab Mitte Mai wird die Verantwortung von den Seedorfern an die Zweibrücker Fallschirmjäger übergehen. Derzeit befinden sich etwa 400 Soldaten der Brigade im 7. Einsatzkontingent MINUSMA in Mali.

Autor: Andy Enderlin