• Neuer Inhalt
  • Zum Beratungsstellenfinder
  • Suche

Mach, was wirklich zählt.

Feuerwehrleute sitzen mit Schutzanzügen und Atemmasken in einem Raum an dessen Decke Flammen zu sehen sind.

Bundeswehrfeuerwehr am Flughafen Köln/Wahn

Zum Video über Tim Rösner und seine Arbeit.

TIM RÖSNER

FEUERWEHRMANN & BEAMTER

„Feuerwehrmann war schon immer mein Traumberuf. Zuerst habe ich aber eine Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker gemacht. Schon damals war ich in der Freiwilligen Feuerwehr aktiv“ Dario Krecklow, Beamtenanwärter

Rollover im Container - Ausbildung im Zentrum Brandschutz der Bundeswehr 

Foto: © Bundeswehr / Jürgen Leutner

Raus aus den Löschfahrzeugen! Der Gruppenführer gibt klare Anweisungen an die Trupps. Dario Krecklow und Feldwebel Frank Arnold sind als Maschinisten eingeteilt. Sie sind für die Anschlüsse, die Technik und das Equipment des Löschfahrzeugs verantwortlich. Im Einsatz zählt jede Sekunde. Dario Krecklow ist Beamtenanwärter im mittleren feuerwehrtechnischen Dienst. Feldwebel Arnold macht die gleiche Ausbildung, jedoch zum Brandschutzfeldwebel. Beide werden nach bestandenem Abschlusslehrgang und 18-monatiger Ausbildungszeit bei der Bundeswehr-Feuerwehr eingesetzt. Während Krecklow in einer der 60 Feuerwachen der Bundeswehr seinen Dienst antritt, wird Feldwebel Arnold als Feuerwehrmann für die Auslandseinsätze der Bundeswehr bereitstehen.

Foto: © Bundeswehr / Jürgen Leutner

„Ich habe einen Realschulabschluss und bin ausgebildeter Zimmermann. Den Einstieg in die Bundeswehr habe ich als Freiwillig Wehrdienstleistender gemacht und mich dann als Mannschaftssoldat für 12 Jahre verpflichtet. Da ich bei der Bundeswehr bleiben wollte, aber mit einer Perspektive, die mir nach dem Ausscheiden aus der Bundeswehr im zivilen Berufsleben eine gute Möglichkeit gibt, habe ich mich auf die Stelle als Brandschutzfeldwebel beworben“, so der 27-Jährige. Mit bestandenem Lehrgang und nach Ende seiner Verpflichtungszeit hat der Feldwebel die Möglichkeit, bei der Bundeswehrfeuerwehr als ziviler Beamter weiterzumachen. Die Bundeswehr hat mit rund 3.000 Männern und Frauen sowie 60 Feuerwachen eine der größten Feuerwehren in Deutschland. Nur die Berliner Feuerwehr ist größer.

Foto: © Bundeswehr / Jürgen Leutner

Typische Standorte der Bundeswehrfeuerwehr sind Flugplätze, Untertageanlagen, Marinelandanlagen, Truppenübungsplätze, logistische Einrichtungen oder wehrtechnische und wehrwissenschaftliche Dienststellen. In der Ausstattung ist die Bundeswehrfeuerwehr vergleichbar mit zivilen Berufsfeuerwehren. Die Ausbildung verlangt den Anwärterinnen und Anwärtern einiges ab. Einen ersten Härtetest erfahren die angehenden Feuerwehrfrauen und -männer bei der Atemschutzausbildung. Am Ende müssen alle durch einen Parcours und dabei die Zeit einhalten. Körperliche Fitness ist dazu Voraussetzung aber auch psychische Belastbarkeit. „Die Theorie ist auch nicht ohne“, so Krecklow. Wir unterstützen uns dabei aber sehr gut gegenseitig. 


Foto: © Bundeswehr / Jürgen Leutner

Trotzdem muss man auch abends hinsetzen und den Stoff aufarbeiten“, ergänzt Arnold. Eine der modernsten Ausbildungsanlagen Europas. Die Ausbildung am Zentrum Brandschutz der Bundeswehr findet in einer der modernsten Aus­bildungsanlagen Europas statt. Die rund 50 Millionen teure Einrichtung simuliert die unterschiedlichsten Szenarien. Vom Flugzeug- und Hubschrauberbrand, Zugunglück, Auto- oder Gefahrstoffunfall, Waldschäden bis hin zur Rauchgasdurchzündung – dem sogenannten Rollover – spielen die Brandschützerinnern und Brandschützer die Szenarien unter realistischen Bedingungen durch. „Wenn man einen Rollover im Simulationscontainer am eigenen Leib erfährt, dann ist das beeindruckend für die Anwärter“, weiß Major Roberto Kirstein, der Inspektionschef am Zentrum Brandschutz ist.


Foto: © Bundeswehr / Brandschutz- Ausbildungszentrum

Die Ausbilderinnen und Ausbilder zeigen was passiert, wenn bei einem Zimmerbrand plötzlich die Tür geöffnet wird. Durch die Luftzufuhr entzünden sich die Rauchgase und rollen als Feuerwalze über die Köpfe der am Boden sitzenden Auszubildenden hinweg. Dario Krecklow und Feldwebel Arnold sind überzeugt, dass sie die richtige Berufswahl gemacht haben und eine der besten Ausbildungen zum Brandschutzmeister erhalten. Bei der Berufsfeuerwehr der Bundeswehr.



Autor: Matthias Duchscherer