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Stabsarzt Kira Opitz ist Assistenzärztin in der Urologie.
Noch bis Ende Dezember arbeitet Bredemeyer als Zahnarzt

Noch bis Ende Dezember arbeitet Bredemeyer als Zahnarzt

Foto: Bundeswehr / Henning/Uwe Henning

Neues Jahr – neue Herausforderung: Als Zahnärztin zur Bundeswehr

Cynthia Bredemeyer ist seit 2016 Zahnärztin in einer Fuldaer Gemeinschaftspraxis. Doch in den letzten Monaten bereitete sich die 26-Jährige auf einen neuen Lebensabschnitt vor: Sie geht mit dem Jahreswechsel als Offizieranwärterin zur Bundeswehr und wird Humanmedizin studieren. Bereits während ihres Zahnmedizinstudiums und später in der Zahnarztpraxis reifte der Wunsch, Fachärztin für Mund-Kiefer- und Gesichtschirurgie zu werden. Nun sind es nur noch wenige Arbeitstage für Cynthia Bredemeyer in der modernen Zahnarztpraxis mitten in der Fuldaer Altstadt. 


Gerade zum Ende des Jahres herrscht hier Hochbetrieb. „Ich habe gerne in dem Team gearbeitet, und dennoch freue ich mich schon auf den neuen Lebensabschnitt bei der Bundeswehr.“ Auch wenn ihr derzeitiger Chef mit dem Abschied eine lieb gewonnene Mitarbeiterin verliert, hat ihn dieser Schritt nicht wirklich überrascht. „Cynthia habe ich damals beim Surfen kennen- und schätzen gelernt. Sie ist sehr strukturiert, und ich habe keinen Zweifel, dass sie ihre Ausbildung bei der Bundeswehr packt“, so Dr. Joachim Lomb.

Grundausbildung in Feldkirchen ist die erste Herausforderung

Nun heißt es für Bredemeyer wieder ganz von vorne anzufangen. Zuerst muss sie sich als Rekrutin während der dreimonatigen Grundausbildung im niederbayerischen Feldkirchen bewähren. Doch die Zeit in der „Schlammzone“ beirrt die sportliche junge Frau nicht. „Ich habe mir das reiflich überlegt und nehme gerne die Herausforderung an.“

Start mit Vorsprung

Neben ihrem Zahnmedizinstudium und ihrer Lebenserfahrung hat sie den mehrheitlich deutlich jüngeren Rekrutinnen etwas voraus: Sie studiert seit Oktober 2017 Humanmedizin an der Universität Würzburg. „Dank der Anrechnungszeiten durch das Zahnmedizinstudium kann ich im Moment Studium und Vollzeitjob vereinbaren.“ Anders wäre dies für die ehrgeizige Frau wohl auch nicht möglich.

Bredemeyer bei einem Wettkampf im Brazilian Jiu Jitsu

Bredemeyer bei einem Wettkampf im Brazilian Jiu Jitsu

Foto: private Quelle Bredemeyer

Erste Bewerbung bei der Bundeswehr schon mit 18 Jahren 

Dabei hat die junge Frau schon mit 18 Jahren versucht, zur Bundeswehr zu gehen. „Damals wollte ich Pilotin werden. Doch Brille und fehlende Körpergröße ließen den Traum platzen.“ Dass ein Zahnmedizinstudium auch über die Bundeswehr möglich gewesen wäre, hat Bredemeyer erst während ihres Studiums erfahren. Doch missen möchte sie ihre Studienzeit in Rostock nicht. „Eigentlich ist Rostock ein besonderer Ort zum Studieren. Die Zahnmedizin ist dort ein relativ kleiner Studiengang. Die fast schon familiäre Atmosphäre hat mich beeindruckt.“

Keine halben Sachen - auch beim Sport

Vollen Einsatz zeigt sie auch beim Sport: sei es beim ganzheitlichen Kraft- und Ausdauertraining CrossFit, sei es bei diversen Kampfsportarten. Seit ihrer Zeit während eines Hilfsprojektes in Brasilien schlägt ihr Herz für Brazilian Jiu Jitsu. „Dieser Nahkampfsport ist ideal für kleine und leichte Personen wie mich“, erklärt Bredemeyer mit einem Lächeln.

Autor: Uwe Henning