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Mörsertruppe in Aktion

Spezialisierte Einsatzkräfte
Soldaten hinter einer Stellung mit Ferngläsern

Von der Beobachtungsstelle aus werden Ziele aufgeklärt und bekämpft.

Foto: © Bundeswehr / Ronny Thomas

Grafenwöhr unter Feuer – Joint Fire Support Woche 2018

Schnellst möglich – dieses Ziel verfolgt die streitkräftegemeinsame taktische Feuerunterstützung (Joint Fire Support). Dafür haben im April über 200 Soldaten aus verschiedenen Verbänden der 10. Panzerdivision, unter Führung des Artilleriebataillons 131 aus Weiden, das Aufklären und Bekämpfen von Zielen auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr geübt. Ein Teil der Joint Fire Support Ausbildung kann zwar mit Hilfe von Simulatoren dargestellt werden – die Königsdisziplin ist und bleibt aber der scharfe Schuss.

Ein Soldat mit Fernglas und ein Soldat trägt etwas in der Karte ein

Beobachter koordinieren und lenken das Feuer von Panzerhaubitzen, Raketenwerfern und Mörsern.

Foto: © Bundeswehr / Ronny Thomas

Die Soldatinnen und Soldaten durchliefen während der Übungswoche drei Stationen. An jeder Station wurde den Teilnehmenden Ziele zugewiesen, die sie zu bekämpfen hatten. Hierbei kamen die Wirkmittel Panzerhaubitze 2000 und Raketenwerfer MARS II der Artillerie sowie die Mörser der Infanterie zielgerichtet zum Einsatz. Die Absprache, natürlich auf Englisch, mit Flugzeug- und Schiffsbesatzungen war ebenfalls Bestandteil der Übung, denn auch sie gehört zur streitkräftegemeinsamen taktischen Feuerunterstützung.

Von der Zielmeldung bis zum Schuss

Zur Sicherstellung der Wirkung im Ziel gibt es einen vorgegebenen Ablauf, den die Beobachter der Artillerie- und Infanterietruppe kennen und beherrschen müssen. So klärten die Beobachter zunächst von ihrer Beobachtungsstelle das Ziel im Gelände auf. Anschließend ermittelten sie die Zielkoordinaten und meldeten diese ihrer übergeordneten Stelle – dem Joint Fire Support Coordination Team (JFSCT). Das JFSCT führt die einzelnen Unterstützungsteams mit den Beobachtern.

Rauchbildung auf einem Übungsplatz

Wirkung im Zielgebiet - Die Zusammenarbeit aller Beteiligten ist gelungen.

Foto: © Bundeswehr / Ronny Thomas

Nach der Meldung erhielten die Beobachter den Auftrag, die Ziele zu bekämpfen. Hierbei legte das JFSCT sowohl das Wirkmittel – also Panzerhaubitze, Raketenwerfer oder Mörser – als auch die einzusetzende Munition fest. Die Beobachter nahmen wiederum mit dem Wirkmittel Verbindung auf und leiteten die Bekämpfung der Ziele ein. Treffer – die Ziele wurden erfolgreich bekämpft. Anschließend erfolgte die Treffermeldung an das JFSCT.

Von der Pike auf gelernt

Die Joint Fire Support Woche hat gezeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Beobachtern, Führung und Wirkmitteln vollends funktionierte und sich der hohe Aufwand der Durchführung gelohnt hat. Besonders durch den Austausch zwischen den Verbänden konnten wertvolle Erkenntnisse und Erfahrungen gewonnen werden, die in der Zukunft für die Teilnehmer von Nutzen sein werden.

Autor: Rick Schnell