• Neuer Inhalt
  • Suche
  • Zum Beratungsstellenfinder

Raketenartillerie

Raketenwerfer auf Fahrt in die FeuerstellungDer Raketenwerfer fährt auf einer verschneiten Straße rungsum Dickicht

Hier geht es zum Video

Der Raketenwerfer mit grün-blauem Feuer beim Abschuss

Auf dem Heuberg wird scharf geschossen: Der Raketenwerfer MARS II kann Einzel- und Flächenziele in bis zu 85 Kilometer Entfernung bekämpfen.

Foto: © Bundeswehr/Oliver Richter

Raketenartillerie im scharfen Schuss

Für die Soldatinnen und Soldaten der 4. Batterie des Artilleriebataillons 295 aus Stetten am kalten Markt gab es Ende Februar eine Premiere: Erstmals haben sie es auf dem Übungsplatz Heuberg so richtig knallen lassen – und zwar mit dem Raketenwerfer MARS II im scharfen Schuss. 48 Raketen feuerten die Artilleristen zielsicher ab und weihten damit zugleich die Außenfeuerstellung des Übungsplatzes ein.


"Mit der Möglichkeit des Raketenschießens direkt vor unserer Haustür, wurde die letzte Lücke in unseren artilleristischen Ausbildungsmöglichkeiten geschlossen. Ich bin zuversichtlich, dass sich diese positive Entwicklung auch auf die Motivation und die Begeisterung der jungen Soldatinnen und Soldaten für das System Artillerie und den Standort Stetten niederschlagen wird“, so der Kommandeur des Artilleriebataillons 295, Oberstleutnant Kim Oliver Frerichs.

Der Raketenwerfer MARS II fährt über eine schneebedeckte Straße

Der Raketenwerfer MARS II auf der Fahrt in die Feuerstellung.

Foto: © Bundeswehr/Oliver Richter

Dauerfeuer auf dem Heuberg

Es herrscht eine gewisse Anspannung in der Außenfeuerstellung Vogelbühl. Das Thermometer zeigt minus 15 Grad, als sich ein Raketenwerfer MARS II (Mittleres Artillerieraketensystem) mit dröhnendem Motor durch den Tiefschnee wühlt. Kurz nach Beziehen der Feuerstellung wird der Feuerbefehl erteilt. Im Fünfsekundentakt verlassen die 110-Millimeter-Raketen mit einem grün-gelbem Feuerstrahl zischend die Raketenstartbehälter. Sekunden später schlagen sie in neun Kilometern Entfernung punktgenau im Zielgebiet ein. Joint-Fire-Support-Teams (Beobachter für die streitkräftegemeinsame Feuerunterstützung) überwachen und beurteilen dabei die Einschläge im Ziel. Alle Raketen liegen im Zielgebiet und sorgen somit für ein erfolgreiches erstes Schießen.

Viele Soldaten stehen um den Raketenwerfer und geben sich Sichtzeichen

Die Soldaten der 4. Batterie des Artilleriebataillons 295 weihen die Außenfeuerstellung des Übungsplatzes Heuberg ein.

Foto: © Bundeswehr/Oliver Richter

Ein Gewinn für die Artillerie

Seit 2016 befindet sich das Artilleriebataillon 295 an seinem neuen Standort in Stetten am kalten Markt. Er ist damit der größte Bundeswehrstandort im Südwesten Deutschlands. Dank der vorhandenen Möglichkeiten, kann das Bataillon seine artilleristischen Fähigkeiten nun umfangreich in der neuen Heimat üben. Stetten am kalten Markt hat sich zu einem leistungsfähigen artilleristischen Standort entwickelt, der dem breiten Aufgaben- und Fähigkeitsspektrum der modernen Artillerie voll gerecht wird.

Das ist auch ganz im Sinne von Oberstleutnant Frerichs. Er hat sich zum Ziel gesetzt, jede Ausbildung seiner Artilleristen mit dem scharfen Schuss zu krönen. Als Kommandeur des Bataillons will er seinen jungen Soldatinnen und Soldaten gleich zu Beginn der Ausbildung die Möglichkeiten und Wirkungsweise der Artillerie aufzeigen. "Die Frauen und Männer sollen so handlungssicher für das eigene Waffensystem werden. Es ist wichtig, dass die Soldaten eine gewisse Begeisterung für die eigene Truppengattung entwickeln.“


Autor: Christian Abert

Bildergalerie