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Hauptfeldwebel Christopher D. blickt vor einem Dingo stehend in die Kamera

Hauptfeldwebel Christopher D. ist als Sicherungssoldat in Afghanistan eingesetzt

Foto: Bundeswehr / PAO Resolute Support

Ein „Schutzengel“ in Afghanistan

Von Afrika bis zum Kosovo, auf zwei Weltmeeren und in Afghanistan: In unterschiedlichen Einsatzgebieten leisten unsere Soldaten täglich ihren Dienst. Doch was tun sie genau vor Ort? Was ist ihre spezielle Aufgabe? Was bewegt sie, was treibt sie an?

Hauptfeldwebel Christopher D. kommt zum Beispiel aus Sachsen-Anhalt. "Stationiert bin ich im thüringischen Bad Salzungen in der dritten Kompanie des Panzergrenadierbataillons 391", sagt er, "eingetreten in die Bundeswehr im Jahr 2005 beim Panzerflugabwehrkanonenbatallion12 in Hardheim, Baden-Württemberg. Nach der Auflösung der Flugabwehreinheiten im Deutschen Heer wechselte ich zur Panzergrenadiertruppe. Ich war bereits 2009/2010 im Einsatz in Afghanistan – auch damals zum Schutz von Personen.

Das ist meine Aufgabe im Einsatz

Als stellvertretender Zugführer und Gruppenführer bin ich gemeinsam mit meinen Kameraden aus dem Panzergrenadierbataillon 391 zum Schutz von Personen eingesetzt. Als sogenannte „GuardianAngels“ schützen wir die multinationalen Berater des Train, Advise and Assists Command North, die täglich unsere afghanischen Partner beraten. Im Vorfeld treffen wir uns zu einer Lagebesprechung, um den Weg und den Auftrag im Einzelnen abzustimmen. Wir weisen in die aktuelle Sicherheitslage ein, legen die Aufteilung auf die Fahrzeuge fest und besprechen detailliert das richtige Verhalten bei Störungen oder Angriffen jeglicher Art", so Christopher D. weiter. 

Eine Gruppe von Soldaten steht auf einer geschotterten Fläche neben einem gepanzerten Fahrzeug und hält eine Besprechung ab

Gemeinsam mit seinen Kameraden aus dem Panzergrenadierbataillon 391 schützt er die Berater des Train, Advise and Assists Command North auf ihren Dienstreisen

Foto: Bundeswehr / PAO Resolute Support

"Für unsere Fahrten in Mazar-e Sharif nutzen wir verschiedene geschützte Fahrzeuge, unter anderem das Transportfahrzeug Dingo und die gepanzerten Geländefahrzeuge Enok und Wolf. Neben unseren Handwaffen sichern wir uns durch die Turmwaffen unserer Fahrzeuge – die Granatmaschinenkanone und das schwere Maschinengewehr. In Kunduz begleiten wir die Berater die wenigen hundert Meter zu Fuß aus dem besonders geschützten Bereich des Feldlagers ("Safe Heaven") zu den Gebäuden, in denen die afghanischen Partner arbeiten. Am Zielort bleiben wir in der Nähe der Schutzpersonen und sichern beispielsweise vor dem Gebäude. Hier ist es wichtig, dass das Zusammenspiel zwischen den Beratern und uns funktioniert. Alle Zeichen und Signale sind vorher genau abgesprochen."

Gefragt nach den Besonderheiten seiner Aufgabe antwortet er: "Meine Aufgabe hier in Afghanistan ist in erster Linie von Geschicklichkeit und Erfahrung geprägt. Bisher sind alle unsere Aufträge störungsfrei verlaufen. Regelmäßig bekommen wir ein positives Feedback von den Beratern, die sich gut geschützt fühlen. Das motiviert uns, beim nächsten Auftrag nicht nachzulassen und weiterhin professionell den Auftrag zu erfüllen. Ich bin froh darüber, dass wir in Deutschland die Einsatzvorausbildungen als Team zusammen durchlaufen haben und als eingespieltes Team in unseren Einsatz nach Afghanistan gegangen sind. Das gemeinsam Erlebte wird auch später in der thüringischen Heimat in Bad Salzungen den Zusammenhalt fördern."

Sechs Soldaten knieen um eine Karte herum auf dem Boden und besprechen die Lage

Lagebesprechung, um den Weg und den Auftrag im Einzelnen durchzugehen- alle Zeichen und Signale sind vorher genau abgestimmt

Foto: Bundeswehr / PAO Resolute Support

Das vermisse ich hier am meisten

"Besonders vermisse ich meine Freundin, meine Familie und Freunde", bestätigt Hauptfeldwebel Christopher D., "aber auch die gute deutsche Küche fehlt mir, wenn ich in Kunduz täglich meine Einsatzverpflegung selbst zubereiten muss. Als passionierter Fußballspieler fehlen mir meine Sportkameraden und meine gelegentlichen Besuche der Spiele des Hamburger Sportvereins im Stadion."

Das sind meine Wünsche 

Was er sich wünscht, wird er schließlich noch gefragt. "Ich wünsche mir, dass wir alle von der Force Protection Kompanie heil und gesund in die Heimat zurückkommen", antwortet Christopher D.  

Autor: Christopher D.