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Mach, was wirklich zählt.

Mit einem Hubschrauber wird ein Verletzter in Sicherheit gebracht
Maat Tristan Werth steht freudestrahlend vor dem Wappen mit der Aufschrift Communis Fortis

Retter im Einsatz

Foto: © Bundeswehr / Rosenbohm

Retter im Einsatz

Der Einsatzsanitäter der Bundeswehr reagiert auf Notfallsituationen. Er rettet und versorgt Patienten, steuert Fahrzeuge, vom Rettungswagen bis hin zum schwer gepanzerten Sanitätskraftfahrzeug „Boxer“. Im Notfall arbeitet er mit verschiedenen medizinischen Geräten und reagiert in Krisensituationen schnell und flexibel, um Menschenleben zu schützen. Maat Tristan Werth versieht seinen Dienst im Sanitätsregiment 2 in Koblenz. Der 25-jährige Zeitsoldat ist Sanitätsunteroffizier und Einsatzsanitäter aus Überzeugung. „Eine Arbeit, die einen immer wieder an seine körperlichen und geistigen Grenzen bringt“, so Werth. 


Zwei Sanitätssoldaten versorgen einen Verwundeten

Versorgung durch Sanitätspersonal

Foto: © Bundeswehr / Rosenbohm

Communis fortis – Gemeinsam stark

„Ein eingespieltes Team kann viel für den Patienten tun“, erzählt Werth weiter. „Team heißt: zusammen mit Notfallsanitäter und Notarzt Leben retten. Beiden assistiere ich, indem ich beispielsweise venöse Zugänge lege, EKG anschließe oder Medikamente für die Verabreichung vorbereite“, erklärt der Maat sichtlich motiviert. In seiner Einheit schult er Soldatinnen und Soldaten des Regiments in Erster Hilfe. „Im Auslandseinsatz sind Einsatzsanitäter Kraftfahrer der gepanzerten Sanitätsfahrzeuge und tragen dafür Sorge, dass diese jederzeit für den Ernstfall bereit sind“, so Werth. „Deshalb lege ich, wie mein Name schon sagt, sehr viel Wert (er lächelt) darauf, die mir anvertrauten „Lebensretter“ adäquat auszubilden.“


Lernen für den Notfall

Die Ausbildung zum Einsatzsanitäter dauert vier Monate. „Meine Ausbildung begann an der Rettungsdienstschule des Bundeswehrzentralkrankenhauses in Koblenz . Meine Mitstreiter und ich lernten hier unter anderem den Aufbau des menschlichen Körpers und die Funktionen der Organe, die wir mit lateinischen Fachbegriffen zu kennen haben, bis hin zur praktischen Ausbildung. Medizinisches Knowhow, wie beispielsweise das Legen von venöse Zugängen oder Personen aus Fahrzeugen zu retten, standen an der Tagesordnung, und ich übte dies bis zum Abwinken mit meinem Teampartner, der auch mein Stubenkamerad war“, erinnert sich Werth. „Viele praktische Ausbildungen waren an militärische Szenarien angelehnt.“ 

Anschließend ging es in ein vierwöchiges Praktikum am Evangelischen Krankenhaus Unna. „Dort konnte ich das erlernte Wissen zum ersten Mal real am Menschen in der dortigen Notaufnahme, auf der Intensivstation und in der Anästhesie anwenden“, so Werth. Während des zweiten Praktikums bei der Feuerwehr-Wache in Unna fuhr er mit erfahrenem Rettungsdienstpersonal zu seinen ersten Notfalleinsätzen, um Menschleben zu retten. Werth erinnert sich: „Ein prägender Moment für mich war meine erste Reanimation. Den werde ich nie vergessen, denn wir konnten die Patientin leider nicht mehr zurückholen, und sie verstarb. Wer im Rettungsdienst arbeiten will, der sollte sich darüber im Klaren sein, dass wir nicht jeden retten können“, erklärt Werth.

Maat Werth am Steuer

Einsatzbereit

Foto: © Bundeswehr / Rosenbohm

Auf das Schlimmste vorbereitet

„Regelmäßig trainieren wir mit unserer Kompanie die Rettung und Versorgung von Patienten, um für den Ernstfall gewappnet zu sein“, so Werth. „Und einmal im Jahr müssen alle Einsatzsanitäter an einer einwöchigen Fortbildung teilnehmen, in der das Wissen aufgefrischt und Neuerungen in der Notfallmedizin vermittelt werden.“

Die Arbeit als Einsatzsanitäter ist für Tristan Werth ein Zwischenstopp „Mein Ziel ist es, die Laufbahn der Feldwebel einzuschlagen und die Ausbildung zum Notfallsanitäter zu durchlaufen.“, so Maat Tristan Werth. „Mir macht Spaß, was ich tue, aber ich freue mich immer wieder auf neue Herausforderungen“, so der Einsatzsanitäter abschließend

Autor: Timo Rosenbohm