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Abschuss: Die „USS Coronado“ verschießt einen Harpoon-Flugkörper.

Abschuss: Die „USS Coronado“ verschießt einen Harpoon-Flugkörper.

Foto: © US Navy / Lt. Bryce Hadley

Minentaucher im Pazifik

Die Deutsche Marine beim weltgrößten maritinen Manöver „Rim of the Pacific“.

Auch deutsche Soldaten aus Eckernförde sind an der größten internationalen Marineübung im Pazifik beteiligt.

Auch deutsche Soldaten aus Eckernförde sind an der größten internationalen Marineübung im Pazifik beteiligt.

Foto: © US Navy / Curtis D. Spencer

Östlicher Pazifik. Mitternacht.

Die riesige Heckklappe der fast zweihundert Meter langen „USS Pearl Harbor“ senkt sich langsam ab. Wellen schlagen an das teilweise geflutete Zwischendeck und fast lautlos gleiten drei schwarze Schlauchboote ins Wasser. Bemannt sind sie mit australischen, japanischen und deutschen Minentauchern. Sie setzen östlichen Kurs und ihre Silhouetten verschwinden augenblicklich in der sternklaren Nacht.

Ihr Auftrag ist das Lokalisieren, Identifizieren und gegebenenfalls Beseitigen von Seeminen und Hindernissen im Flachwasserbereich. 


Hierdurch soll die „Freedom of Navigation“, die Bewegungsfreiheit und die Sicherheit für die nachfolgenden amphibischen Kräfte, sichergestellt werden. Die Marinesoldaten aus Eckernförde üben beim weltweit größten maritimen Manöver „Rim of the Pacific“, kurz RIMPAC. Insgesamt nehmen in diesem Jahr 26 Nationen mit 45 Schiffen, fünf U-Booten, mehr als 200 Flugzeugen sowie 25 000 Soldaten teil. Unter ihnen: 20 Minentaucher und weiteres Unterstützungspersonal des Seebataillons der Deutschen Marine. Die hochkomplexe Übung, die nur alle zwei Jahre stattfindet, läuft derzeit zwischen den Hawaii-Inseln und dem südlichen Kalifornien. Als größte Marineübung der Welt, von der United States Pacific Fleet geplant und durchgeführt, bietet RIMPAC einzigartige Trainingsmöglichkeiten: Wie grundsätzlich alle militärischen Manöver dient es auch dazu, Kooperationen zu trainieren und zu vertiefen. So bekommen auch die Soldaten einen Einblick in die Arbeitsweise anderer Marinen – nur eben in einem ungewöhnlich großen Maßstab. Ziel des Manövers ist es, in einem breiten Spektrum militärische Flexibilität zu demonstrieren. Das realistische Trainingsprogramm umfasst amphibische Operationen, Anti-U-Boot und Luftverteidigungsübungen sowie Pirateriebekämpfung und Minenräumoperationen. Erstmals fand RIMPAC im Jahr 1971 statt. In diesem Jahr sind Dänemark, Italien und Deutschland das erste Mal dabei. Eine weitere Premiere wird es auch für den Ausrichter, die US Navy, geben: der scharfe Schuss mit einer Harpoon-Anti-Schiff-Rakete von einem der Küstenkampfschiffe der Independence-Klasse. Zudem leitet eine singapurische Fregatte erstmals den Verband. Nach den vorherigen Spannungen zwischen der Volksrepublik China und den USA stehen in diesem Jahr, durch die Teilnahme fünf chinesischer Schiffe, besonders die militärischen Beziehungen zwischen den beiden Nationen im Mittelpunkt.