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Mach, was wirklich zählt.

Erprobung moderner Seenotrettungsmittel.

Erprobung moderner Seenotrettungsmittel.

Foto: © Bundeswehr / WTD 71

Die Wehrtechnische Dienststelle 71 in Eckernförde

Spitzentechnologie für die Deutsche Marine.

Erprobungsfahrt der Fregatte Klasse 125 „Baden-Württemberg“ im Skagerrak.

Erprobungsfahrt der Fregatte Klasse 125 „Baden-Württemberg“ im Skagerrak.

Foto: © Bundeswehr / Carsten Vennemann

Sowohl über als auch unter Wasser: Die Wehrtechnische Dienststelle für Schiffe und Marinewaffen, maritime Technologie und Forschung (WTD 71) in Eckernförde erprobt und erforscht Hightech für die Deutsche Marine.

Die Exportnation Deutschland ist auf den freien Welthandel angewiesen. Ungestörte Seewege sind die wirtschaftlichen Lebensadern. Die Deutsche Marine trägt mit ihrem vielfältigen, leistungsstarken Tätigkeitsspektrum weltweit zu ihrem Schutz bei. Ihr für diese Aufgaben funktionsfähige und betriebsbereite Geräte und Systeme zur Verfügung zu stellen, ist der Auftrag der WTD 71. Beispiele dafür sind die neuen Fregatten der Klasse 125 und die Uboote der Klasse 212A.

Uboot der Klasse 212A während der Erprobung hinter einem Mehrzweckschiff der WTD 71.

Uboot der Klasse 212A während der Erprobung hinter einem Mehrzweckschiff der WTD 71.

Foto: © Bundeswehr / WTD 71

Weithin in der Eckernförder Bucht sichtbar: der Torpedoschiessstand der WTD 71.

Weithin in der Eckernförder Bucht sichtbar: der Torpedoschiessstand der WTD 71.

Foto: © Bundeswehr / WTD 71

Fokus auf den Unterwasserbereich

Im Jahr 2016 lag der Fokus auf dem Unterwasserbereich. Mit den Ubooten der Klasse 212 A, deren Antriebsanlage auf Brennstoffzellen basiert, steht Deutschland weltweit an der Spitze der nicht-nuklearen Uboote. Am 10. Oktober 2016 konnte das sechste Boot, die U 36, beim 1. Ubootgeschwader in Eckernförde in Dienst gestellt werden. Voraus gegangen war eine intensive Funktionsprüfung der WTD 71. Rund 100 Tage war "U 36" in See, sowohl im flachen Wasser der Ostsee als auch zu Tieftauchversuchen vor Norwegen.

Die rund 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bearbeiten maritime Forschungs- und Technologieaufgaben, prüfen Muster und Typen, beraten bei Beschaffungsprojekten und betreuen die im Einsatz befindlichen Waffensysteme. Die rund 200 Wissenschaftler und Ingenieure sowie versierte Techniker, Handwerker und See­leute greifen dabei auf ein jahrzehntelang erworbenes Know-how zurück. 

Maritime Wehrtechnik

Für ihre anspruchsvollen Aufgaben nutzt die WTD 71 hochspezialisierte Erprobungseinrichtungen an der Nord- und Ostseeküste. Dazu zählen u.a. ein Torpedoschießstand, eine Anlage zur Vermessung des Wasserschalls von Schiffen und Geräten, ein Erd­mag­net­feld­simu­la­tor sowie ein Gelände für waffen- und sprengtechnische Untersuchungen. Für die Erprobung von Ubooten wird im norwegischen Heggenes eine auf Tiefwasser spezialisierte Messstelle zusammen mit Norwegen und den Niederlanden betrieben. Die beiden zentralen Faktoren – die Kompetenzen der Mitarbeiter und die besonderen Einrichtungen – bilden als wesentliche Elemente den Grundstein für die Entwicklung maritimer Spitzentechnologie.

Projekte der WTD 71

Das Hauptprojekt 2017 ist die Abnahme und Indienststellung der neuen Fregatten-Klasse 125. Mit ca. 150 Metern Länge, 19 Metern Breite und einer Verdrängung von 7.200 Tonnen werden sie die größten Kampfschiffe der Deutschen Marine sein. Sämtliche technische Komponenten sind auf Nutzungsintensität ausgelegt und weisen einen hohen Automatisierungsgrad auf – denn alle Anlagen sollen mit möglichst wenig Personal betrieben und gewartet werden können. Die Mitarbeiter der WTD 71 unterstützen das Projekt F125 in allen Phasen. Diese begannen mit begleitenden Studien während der Analyse, gefolgt von Erprobungen von Komponenten im Rahmen der Risiko­minimierung, beispiels­weise beim Multi­funktions­radar und dem mobilen Taucherdetektionssonar.

Derzeit stellt die WTD 71 mit dem Leiter und den fachtechnischen Mitarbeitern aus den Bereichen „Schiffstechnik“ und „Einsatzsystem“ den größten Anteil der Abnahmekommission dar. Diese führt die Prüfungen aller Geräte und Schiffskomponenten durch, zu denen auch Bereiche wie etwa die Akustik, Magnetik und elektrische Sicherheit gehören. Die „Baden-Württemberg“ wird in naher Zukunft abgenommen und an die Marine übergeben. Alle vier Schiffe der Klasse werden beim 4. Fregattengeschwader der Einsatzflottille 2 in Wilhelmshaven beheimatet sein.