Mach, was wirklich zählt.

Eine junge Soldatin beugt sich über einen so genannten Nao-Roboter.
Eine Soldatin in Dienstuniform im Portrait.

Ganz militärisch: Teresa Schömburg ist Offizier der Bundeswehr.

Foto: © Bundeswehr / Twardy

Offizier, Mutter & IT-Studentin

Mit dem Projekt Digitale Kräfte sucht die Bundeswehr IT-Talente für die verschiedensten Bereiche. Leutnant Teresa Schömburg zum Beispiel kann sich ein Leben ohne die Nao-Roboter „Josefine“ und „Franz-Josef“ nicht mehr vorstellen. Die beiden sind einen halben Meter groß, etwas mehr als fünf Kilo schwer und aus weißem Plastik. „Man sieht so schnell Erfolge“, schwärmt die 25-jährige Soldatin. „Es macht wahnsinnig viel Spaß, mit ihnen zu arbeiten.“ 

Nao-Roboter sind menschenähnliche Maschinen, mit denen soziale Interaktion erforscht wird. Besonders faszinierend für Schömburg: Versuche mit Probanden. „Die einen haben Franz-Josef total ignoriert, die anderen haben ihn wie einen Menschen behandelt“, erzählt sie. „Wieder andere haben ihn nur als ein technisches Hilfsmittel gesehen.“


Optimale Studienbedingungen

Teresa Schömburg studiert Technologiemanagement und Wirtschaftsinformatik an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg bei München, einer Campus-Uni mit 3.000 Studierenden. Grundlagenforschung mit Nao-Robotern wird an vielen Hochschulen betrieben – „aber hier bei uns werden die Studenten viel stärker in die Forschung einbezogen“, sagt die Studentin. „Die Lerngruppen sind klein, das Betreuungsverhältnis ist super und wir werden individuell gefördert.“ Auf einen Hochschullehrer kommen gerade mal 16 Studierende.


Eine junge Soldatin beugt sich über einen so genannten Nao-Roboter.

Ganz begeistert: Die Arbeit mit Roboter Franz-Josef macht der Informatikerin viel Freude.

Foto: © Bundeswehr / Twardy

Doch das war nicht der einzige Grund, warum Leutnant Schömburg sich für ein Studium an der Bundeswehr-Uni entschieden hat. „Ich wollte schon immer etwas Besonderes machen“, sagt sie. Schon in der Schule habe sie gern Verantwortung übernommen und andere motiviert. „Mich hat gereizt, dass ich schon während des Studiums zur Führungskraft ausgebildet werde und von Anfang an weiß, wo es hingeht.“ Die Freiheiten und Rechte, die die deutsche Verfassung garantiere, seien ihr sehr wichtig. Sie zu verteidigen, „ist etwas, womit ich mich sehr identifizieren kann“.


Vielfältiger Arbeitgeber

Teresa Schömburg schätzt aber auch die ganz praktischen Vorteile der Bundeswehr. Beispielsweise, dass sie während des Studiums weiter ihr volles Leutnantsgehalt bekommt. Dieser Aspekt ist für die junge Frau inzwischen viel wichtiger geworden, als sie es bei ihrer Bewerbung selbst erwartet hat, denn vor drei Jahren wurde ihre Tochter Emma geboren, die in die campuseigene KiTa geht. „Ein Kind verändert den Blick auf alles“, sagt die glückliche Mutter. Die Familienfreundlichkeit der Bundeswehr sei heute für sie ein enormer Pluspunkt.


Als Soldatin auf Zeit hat sich Teresa Schömburg für 13 Jahre verpflichtet. Doch es gefällt ihr so gut, dass sie sich auch vorstellen kann, Berufssoldatin zu werden. „Es gibt bei der Bundeswehr so viele Möglichkeiten, dass man immer wieder neue Herausforderungen findet.“


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