Ein Soldat begrüßt einen Bewerber

Ein Karriereberater begrüsst einen Bewerber

Foto: © Bundeswehr / Bundeswehr

Die Karriereberatung der Bundeswehr – offen, ehrlich und transparent

Wer schon mal seinen beruflichen Werdegang geplant hat, weiß wie viele spezielle Fragen plötzlich auf die Berufsanfänger einprasseln. Wo liegen meine Talente? Reicht mein Schulabschluss für meinen Berufswunsch? Gibt es Alternativen? Wie sind meine Aufstiegschancen? Hat mein Berufswunsch Zukunft?

Diese und weitere Fragen tauchen natürlich erst recht auf, wenn der Wunscharbeitgeber die Bundeswehr ist. Weil wir das wissen und Sie bei Ihrer Bewerbung unterstützen wollen, gibt es bei uns Fachleute in Sachen Bewerberberatung und Betreuung – die Karriereberater der Bundeswehr.

In einem der ca. 110 Karriereberatungsbüros, die flächendeckend im gesamten Bundesgebiet zu finden sind, leistet Hauptfeldwebel Thomas M. seinen Dienst als Karriereberatungsfeldwebel. Der 35 jährige Berufssoldat kann auf eine breite Facette an Tätigkeiten zurückblicken. In seiner Dienstzeit durchlief er die Laufbahn der Mannschaften, Unteroffiziere bis hin zu seinem persönlichen Karriereziel – der Feldwebellaufbahn. Er wurde unter anderem als Ausbilder, Kraftfahrer und Fahrlehrer für Rad- und Kettenfahrzeuge eingesetzt, bis er schließlich Karriereberater wurde.

„Eigentlich ein klassischer Aufbau für einen Karriereberater. Ich kenne sehr viele Verwendungsmöglichkeiten aus eigener Erfahrung. Damit kann man ein Beratungsgespräch natürlich auch mit Leben füllen," sagt M.

Die Visitenkarten der Bundeswehr

Ein Soldat erklärt das Informationsportal der Bundeswehr im Internet

Das Internet als Informationsquelle für die Bewerber

Foto: © Bundeswehr / Birke

„Meiner Meinung nach sind die Karriereberater die Visitenkarten der Bundeswehr. Hier treten die jungen Leute zum ersten Mal näher in Kontakt mit dem Arbeitgeber Bundeswehr und erwarten mit Recht Antworten auf ihre Fragen und Hilfe bei der Bewerbung. Uns ist es wichtig, die Bewerber offen, ehrlich und umfassend zu beraten. Das bedeutet natürlich auch, dass hier im persönlichen Gespräch Tatsachen angesprochen werden, die zum Soldatenberuf einfach dazugehören", erklärt der Hauptfeldwebel.

Fakten, wie der Auslandseinsatz, der Waffengebrauch oder auch die Gefahr für Leib und Leben sind genauso Themen, wie die uneingeschränkte Mobilität und Versetzbarkeit.

Wünsche mit dienstlichen Interessen in Einklang bringen

„Bundeswehr bedeutet eben auch bundesweite Einsetzbarkeit. Natürlich versuchen wir, die Wünsche der Bewerber mit den dienstlichen Interessen in Einklang zu bringen, aber das gelingt nicht immer. Gerade bei Spezialverwendungen müssen die Bewerber wissen, dass es die von ihm oder ihr angestrebte Tätigkeit nur zum Beispiel in Eckernförde gibt. Uns ist es wichtig, unseren Gesprächspartner kennenzulernen. Anders als bei den üblichen Vorstellungsgesprächen, wie man sie von zivilen Arbeitgebern kennt, ist unsere Hauptaufgabe, den meist jungen Menschen aufzuzeigen, wie sie mit ihren Abschlüssen, aber auch Interessen und Hobbys, eine Karriere bei uns starten können. Grundvoraussetzung für ein gutes Beratungsgespräch ist, dass wir wirklich offen und auf gleicher Augenhöhe miteinander umgehen“.

Die Erstberatung

Ein Karriereberater der Bundeswehr im Gespräch mit einem Bewerber

Das persönliche Gespräch ist durch nichts zu ersetzen

Foto: © Bundeswehr / Birke

In der Erstberatung, wie das erste Gespräch beim Karriereberater genannt wird, werden die Karrieremöglichkeiten mit den Bewerbern analysiert. Hier werden dann auch nochmal die elementaren Einstellungsvoraussetzungen wie die deutsche Staatsbürgerschaft oder das Mindestalter angesprochen. Ziel des Gespräches ist es, den Soldatenberuf mit all seinen Anforderungen und Förderungsmöglichkeiten vorzustellen.

Wir schnüren immer mehrere Pakete

„Es macht einen Bewerber ja nicht unsympathisch, wenn er versucht, möglichst hoch bei seinem zukünftigen Arbeitgeber einzusteigen. Aber fairerweise muss dann auch mal die Reißleine gezogen werden und der Wunsch mit der Realität in Einklang gebracht werden. Wichtig ist, dass der Bewerber am Ende des Gespräches seine Möglichkeiten erkennt. Wie bereits gesagt, versuchen wir, die Ideen und Wünsche der Bewerber zu berücksichtigen. Aber auch wenn das nicht möglich ist, wird das Gespräch an diesem Punkt nicht abgebrochen und der Bewerber nach Hause geschickt.
Wir schnüren immer mehrere Pakete für unsere Interessenten. Wir bieten, wenn der Erstwunsch nicht erfüllbar ist, Alternativen bezüglich Laufbahnen oder Tätigkeiten an. Mit diesen Denkanstößen geht der Bewerber dann nach Hause und kann die angebotenen Alternativen überdenken", sagt M.

Dran bleiben, auch wenn mal der Anrufbeantworter anspringt

Ein Karriereberater erklärt Formulare

Probleme beim Ausfüllen des Bewerbungsbogens? Auch hier hilft der Karriereberater.

Foto: © Bundeswehr / Birke

Eine Erstberatung dauert in der Regel 45 Minuten. Um jedem Interessenten gerecht zu werden, wird der Karriereberater dieses Gespräch nicht unterbrechen. Das bedeutet natürlich auch, dass er in dieser Zeit keine Telefongespräche entgegen nehmen wird. „An dieser Stelle muss man sich einfach mal vorstellen, wie unhöflich es ist, ein laufendes Gespräch immer wieder zu unterbrechen, um telefonische Nachfragen zu beantworten. Das würde der Wichtigkeit dieses Gespräches nicht gerecht werden. Ich kann jedem Bewerber nur raten, bei Fragen zur Bewerbung einfach den Anrufbeantworter zu besprechen und ein bis zwei Tage auf den Rückruf zu warten. Wir rufen garantiert zurück, wenn eine Telefonnummer hinterlassen wurde", erklärt der Karriereberater.

Hilfe in allen Phasen der Bewerbung

Bei einem weiteren Gespräch erscheinen die Bewerber dann auch meistens mit konkreten Vorstellungen und den vorbereiteten Unterlagen, die ihm beim Erstgespräch mitgegeben wurde. Hier sehen sich die Karriereberater auch als Dienstleister. Es wird von keinem Bewerber verlangt, dass er/sie sich alleine durch die Bewerbungsmodalitäten kämpft. In allen Phasen der Bewerbung stehen unsere Fachleute mit Rat und Tat hilfreich zur Seite. Dazu gehört bei Bedarf auch, den Bewerbungsbogen zusammen mit dem Interessenten auszufüllen.

Eignungsfeststellung im Karrierecenter

Ein Soldat händigt einem Bewerber Informationsmaterial aus

Die Bewerber bekommen neben Informationen auch Alternativen

Foto: © Bundeswehr / Birke

Kein Karriereberater kann den Bewerbern versprechen, dass sie am Ende auch genommen werden oder die Bewerbung ohne Probleme durchgeht. Das ist auch nicht die Aufgabe der Karriereberatung. Es gibt entscheidende Faktoren, die einer Einstellung in der geplanten Verwendung entgegenstehen, aber erst beim nächsten Punkt des Bewerbungsverfahrens festgestellt werden können.
Dazu gehören zum Bespiel die gesundheitliche Eignung oder auch die körperliche Fitness. Diese Faktoren werden unter anderem bei der Eignungsfeststellung im zuständigen Karrierecenter der Bundeswehr geprüft. Nach erfolgreicher Testung steht der Einstellung in der Regel nichts mehr im Weg. Der positiv geprüfte Bewerber bekommt in Abhängigkeit seiner Testergebnisse eine/ggf. mehrere Einplanungsmöglichkeit/-en und wird bei Zusage zeitgerecht zum Diensteintritt aufgefordert. Das Bewerbungsverfahren ist damit beendet.

Feedback per Email oder Brief

Natürlich freut es auch den Karriereberater, wenn der Interessent seine Wunschverwendung in den Streitkräften findet. „Sehr oft bekommen wir per Email oder Brief ein Feedback unserer Kandidaten. Wenn es dann mit der Karriere, genau wie mit uns geplant, geklappt hat, ist das für uns natürlich eine runde Sache. Das zeigt uns die Qualität unserer Bewerber und unserer Beratung. Mir macht meine Tätigkeit in der Karriereberatung einfach Spaß. Ich kann hier den Bewerbern wirklich auf ihrem Karriereweg weiterhelfen. Für mich ist und bleibt der Karriereberater eine absolute Wunschverwendung, “ schließt Hauptfeldwebel M.

Autor: H. Cabanski